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    Dienstweiler

    Abschluss der Dorfmoderation: Bürger benennen die wünschenswertesten Projekte in Dienstweiler

    Was fehlt im 345 Einwohner zählenden Ort, um ihn noch attraktiver zu machen? Was ist schon da, könnte aber vielleicht verbessert werden? Klare Antworten auf diese Fragen haben am Donnerstagabend die Bürger von Dienstweiler im voll besetzten Saal des Gemeindehauses gegeben. Größter Wunsch ist es, dass neue Freizeitangebote geschaffen werden. Denkbar wären dabei eher bodenständige Projekte wie die Reaktivierung des alten Bolzplatzes oder eine Boulebahn bis hin zu etwas exotischeren Ideen wie einem kleinen Stausee am Staffelbach.

    Um sich Gedanken um sein Heimatdorf zu machen, kann man nicht zu jung sein. Jill und Neal Caspary stehen mit ihrem Vater Tim vor der Plakatwand, an der sie aus einer Liste von wünschenswerten Projekten auswählen dürfen. Sie finden einen breiteren Fußweg nach Birkenfeld wichtig.  Foto: Axel Munsteiner
    Um sich Gedanken um sein Heimatdorf zu machen, kann man nicht zu jung sein. Jill und Neal Caspary stehen mit ihrem Vater Tim vor der Plakatwand, an der sie aus einer Liste von wünschenswerten Projekten auswählen dürfen. Sie finden einen breiteren Fußweg nach Birkenfeld wichtig.
    Foto: Axel Munsteiner

     

     

    Wichtig finden die Dienstweilerer aber auch, dass auf dem Friedhof ein Unterstand gebaut wird, um Besucher bei Regen zu schützen. Ein schöneres Erscheinungsbild, zum Beispiel durch Blumenpflanzungen in der Hauptstraße, wäre auch wünschenswert. Apropos Hauptstraße, also die durch den Ort führende L 170: Dort sollten zu schnelle Autofahrer ausgebremst werden. Am besten durch Tempo-30-Schilder, aber vielleicht auch durch wechselseitige Parkbuchten. Und auch die Verbreiterung des Fußwegs in Richtung Birkenfeld wäre eine gute Sache.

    All diese Vorschläge waren die Favoriten, für die sich die anwesenden Bewohner bei der Abschlussveranstaltung der Dorfmoderation entschieden haben. Jeder von ihnen konnte auf zwei Plakaten insgesamt 15 rote Punkte heften und sie auf die Projekte verteilen, die ihm besonders zusagen und die die Gemeinde aus seiner Sicht anpacken sollte. Die Bürger, in der alle Altersgruppen vertreten waren, hatten eine Auswahl von 40 Vorschlägen, aus denen sich nun die Spitzenreiter herauskristallisiert haben.

    Doch wie kam diese Ideensammlung überhaupt zustande? Dafür muss man bis in den Sommer 2016 zurückgehen. Nachdem der Rat entschieden hatte, an dem vom Land geförderten Prozess der Dorfmoderation teilzunehmen und dafür eine Zusage bekam, konnte er eine begleitende Expertin beauftragen. Julia Kaiser vom Kaiserslauterner Fachbüro Stadtgespräch startete dann zunächst mit einer Flugblattaktion. Deren Fragestellung lautete: „Was gibt's zu tun in Dienstweiler?“.

    Eine außergewöhnliche hohe Rücklaufquote von 60 Prozent der Haushalte zeigte schon in diesem frühen Stadium, „dass die Bürger hier im Ort mitmachen wollen und sich Gedanken machen, was in den nächsten Jahren in Dienstweiler passieren soll, damit es dort lebenswert bleibt“, betonte Kaiser. Und dieses Interesse ebbte auch danach nicht ab. Mehr als 40 Bürger waren im Herbst bei den beiden Workshops aktiv, die sich zum einen mit dem Thema „Wohnen, Leben, Freizeit“ und zum anderen mit dem Thema „Infrastruktur, Versorgung, Verkehr“ beschäftigen. Speziell für Kinder und Jugendliche gab es noch ein weiteres treffen, bei dem 13 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren ebenfalls fleißig Ideen sammelten.

    Repräsentatives Ergebnis

    Aus der so zustande gekommenen langen Liste haben die Bürger von Dienstweiler selbst am Donnerstagabend die für sie wichtigsten Projekte priorisiert und damit dem Rat für dessen künftige Entscheidungen eine gute Grundlage gegeben. „Wir haben anfangs im Rat sehr wohl darüber diskutiert, ob wir eine Dorfmoderation machen sollen und ob das von den Bürgern überhaupt angenommen wird. Heute können wir angesichts der breiten Beteiligung sagen, dass die Dorfmoderation bei uns ein voller Erfolg war und wir nun ein repräsentatives Ergebnis haben, was gewünscht ist“, betonte Ortsbürgermeister Sebastian Caspary. Allerdings musste Kaiser auch vor zu hohen Erwartungen warnen, dass es nun eine rasante Umsetzung der Vorschläge geben kann. Die Vorgaben des Landes sehen vor, dass sie nun zunächst einen Abschlussbericht fertigstellen muss. Der ist dann wiederum Grundlage für das neue Dorfkonzept, das der Rat beschließen muss. Erst danach können überhaupt Zuschussanträge gestellt werden, um bestimmte Vorhaben anzupacken. Klar ist: Die Gemeinde muss auch abwägen, ob sie vor allem kostspieligere Vorhaben auch tatsächlich finanzieren kann und will. Sie hat zudem auch nicht bei allen Projekten das Heft des Handelns selbst in der Hand. Was zum Beispiel, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Hauptstraße angeht, läuft ohne Zustimmung des Landesbetriebs Mobilität gar nichts.

    Mitfahrerbank wird bald aufgestellt

    Dennoch: Es bewegt sich schon jetzt einiges in Dienstweiler. Denn schon länger steht fest, dass es 2017 mit der Neugestaltung des Geländes hinter dem Gemeinschaftshaus sowie am Dorfbrunnen ans Eingemachte gehen wird. Fest vorgenommen hat sich die Kommune zudem laut Caspary im Zusammenspiel mit anderen VG-Orten die Aufstellung einer Mitfahrerbank in Dienstweiler, was auch keine so teure Angelegenheit wird.

    Das ist bei der vorgesehenen Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen anders. Da die Laternen entlang der Hauptstraße derzeit recht weit auseinanderstehen, müssten einige neue Masten aufgestellt werden. Dennoch ist der Ortschef der Auffassung, dass man dieses Unterfangen 2018 oder 2019 angehen sollte.

    Von unserem Redakteur
    Axel Munsteiner

     

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