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Idar-Oberstein

99 Frauen und ein Spiegel laden zum Nachdenken ein

Seit 20 Jahren gibt es den Notruf für Mädchen und Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, in Idar-Oberstein. Aus diesem Anlass laden die Mitarbeiterinnen für Sonntag, 22. April, 14 Uhr, zu einer Ausstellungseröffnung in die Räume in der der Fachstelle in die Mainzer Straße 48 ein.

Idar-Oberstein – Seit 20 Jahren gibt es den Notruf für Mädchen und Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, in Idar-Oberstein. Aus diesem Anlass laden die Mitarbeiterinnen für Sonntag, 22. April, 14 Uhr, zu einer Ausstellungseröffnung in die Räume in der der Fachstelle in die Mainzer Straße 48 ein.

Das Programm eröffnet Landrat Dr. Matthias Schneider. Danach führen Annette Schiffmann, Kuratorin der Ausstellung, und die Notruf-Mitarbeiterinnen, in die Thematik ein. Bis zum 4. Mai wird die Austellung „Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und du“ zum Thema „Frauen und Gewalterfahrungen“ präsentiert. Rebecca Reinhard untermalt die Veranstaltung musikalisch.
Die Ausstellung nähert sich dem Thema Frauen und Gewalt auf ungewohnte Weise. Mit liebevollem Blick portraitiert sie 99 Frauen mit und ohne Gewalterfahrung zwischen 15 und 92 Jahren, aus allen Lebenslagen, Berufsfeldern und vielen Ländern. Gebürtige Deutsche und Migrantinnen, Ärztinnen, Kosmetikerinnen, Studentinnen, Ordensschwestern, Rentnerinnen sprechen über weibliche Lebensrealitäten in Deutschland, schlagen gemeinsam auch den Bogen über fast ein Jahrhundert Frauengeschichte und laden dazu ein, die Interviewfragen für sich selbst zu durchdenken.
„Worauf bist du in deinem Leben stolz? Was ist das Schöne und das Unangenehme daran eine Frau zu sein?“ sind einige der Fragestellungen. Nicht die Gewalt ist der Fokus der Portraits, sondern die Wertschätzung gegenüber den Erfahrungen und Geschichten der Frauen.
Es ist der Kuratorin Annette Schiffmann ein wichtiges Anliegen, keine Opfer zu zeigen, sondern Frauen, die ein vollständiges Leben haben. Sie möchte Mut machen und die Besucher zum Nachdenken anregen – und es gelingt. 99 Frauenportraits und die Hör-Interviews auf Audioguides machen die Fülle, die Kraft, die Verletzlichkeit, die Wünsche und Forderungen von Frauen wahrnehmbar.
Ein berührendes Detail: Das 100. Exponat ist ein Spiegel. Die Betrachterin oder der Betrachter wird Teil der Ausstellung. „Gewalt gegen Frauen geht uns alle an, sie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es könnte jede sein – es sollte keine sein“, fasst Barbara Zschernack (Notruf) zusammen. vm

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