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    45 Dächer geprüft, 8 Anlagen installiert

    VG Baumholder. Durch die Installation von Fotovoltaikanlagen auf geeigneten Dachflächen können nicht nur Co2-Emmissionen verringert werden. Auch wirtschaftlich kann der Betrieb von Photovoltaikanlagen bei hohem Eigenbedarf oder durch die Einspeisevergütung, die auf 20 Jahre gesichert ist, eine lohnende Angelegenheit sein, auch wenn sie seit April vergangenen Jahres monatlich sinkt.

    Nur ein Teil der Dächer auf kommunalen Gebäuden eignet sich für Fotovoltaikanlagen. Bevor sie installiert werden konnten, waren oft umfangreiche Dachsanierungsarbeiten nötig.  Foto: Reiner Drumm (Archiv)
    Nur ein Teil der Dächer auf kommunalen Gebäuden eignet sich für Fotovoltaikanlagen. Bevor sie installiert werden konnten, waren oft umfangreiche Dachsanierungsarbeiten nötig.
    Foto: Reiner Drumm (Archiv)

    Von unserer Redakteurin Gabi Vogt

    Wie hoch die Rendite ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab - vor allem vom zu erwartenden Strom¬ertrag und von den Anschaffungs¬kosten der Anlage. Das wird bei den kommunalen Gebäuden in der Verbandsgemeinde Baumholder deutlich.

    45 kommunale Dächer im Besitz der Verbandsgemeinde und der einzelnen Gemeinden hat die Verwaltung im vergangenen Jahr unter die Lupe genommen und geprüft, ob sich die Installation von Photovoltaikanlagen rentiert. Das Ergebnis ist ernüchternd wie die Aufstellung zeigt. Auf den 45 geprüften kommunalen Gebäuden sind gerade einmal auf achten Photovoltaikanlagen realisiert worden: auf der Realschule plus in Baumholder, der Grundschule Heimbach, dem Feuerwehrgerätehaus Rückweiler und der VG Verwaltung Baumholder (hier ist die Anlage auf dem schiefergedeckten Teil des Daches noch in Planung. Für den mit asbesthaltigen Platten gedeckten größeren Dachteil ist zuerst eine Dachsanierung erforderlich. Diese Anlagen wurden und werden in Regie der Verbandsgemeindewerke verwirklicht, die einen neuen Energiebetrieb gegründet haben.

    In Regie der Ortsgemeinden wurden Anlagen auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Reichenbach (Januar 2013), der Besenbinderhalle und dem Mehrzweckgebäude Heimbach (Februar 2013) sowie auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Rohrbach (Juni 2013) verwirklicht.

    Auch wenn nach einem Bericht des IfaS-Instituts aus dem Jahr 2006 weitaus mehr kommunale Gebäude in der Verbandsgemeinde Baumholder geeignet gewesen wären, führte die Prüfung der Verbandsgemeinde sechs Jahre später oft zu einem anderen Ergebnis. Das liegt offenbar nicht nur an der inzwischen gesunkenen Einspeisevergütung, die seinerzeit noch bei 50 Cent pro Kilowattstunde und heute nur noch bei rund 13 Cent liegt. Dafür haben sich die Anschaffungskosten für die Module verringert, sie waren vor sechs Jahren noch etwa dreimal so hoch wie heute. Vielfach wären erst umfangreiche Sanierungen nötig gewesen, sodass der finanzielle Aufwand nicht mehr im Verhältnis zu dem zu erwartenden Gewinn gestanden hat. So wäre am Gebäude der früheren Hauptschule Baumholder durchaus Potenzial vorhanden, doch erst nach umfangreicher und kostenintensiver Sanierung des mit asbesthaltigen Platten gedeckten Daches. Ein Gewinn für den Kreditgeber wäre die Installation auf dem Baumholderer Grundschulgebäude geworden. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbandsgemeinde bei geschätzten Gesamtkosten von rund 60 000 Euro und einem geschätzten Ertrag in etwa gleicher Höhe. Als suboptimal wird in dem Verbandsgemeindebericht die Ausrichtung des Dachs der Brühlhalle eingeschätzt, so dass dort der Betrieb eine Photovoltaikanlage als unwirtschaftlich angesehen wird. Dachform, Zustand, Ausrichtung der Dächer am Evangelischen Kindergarten, am Alten Rathaus, dem städtischen Bauhof, dem Sportheim, der ehemaligen Standortverwaltung und dem Jugendzentrum, um nur einige zu nennen, schätzt die Verbandsgemeinde ebenfalls als ungünstig ein, weshalb auch dort von der Installation von Photovoltaikanlagen Abstand genommen wurde.

    Wer bei den acht realisierten Anlagen, die vielfach einen weitaus höheren Ertrag erwirtschaften als private Gebäude, hohe Gewinne erwartet, wird enttäuscht sein. Bei den vier Dachanlagen der VG Baumholder liegt die Gewinnprognose für die Laufzeit von 20 Jahren bei 33 000 Euro, bei den Anlagen der vier Ortsgemeinden bei 31 300 Euro. Um die acht Installationen zu verwirklichen und die dafür notwendigen Sanierungen zu leisten, wurden insgesamt Kredite von 280 000 Euro aufgenommen. 2500 Tonnen Co2 werden laut der Verwaltungsaufstellung durch die acht Anlagen in 20 Jahren eingespart.

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