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Idar-Oberstein

Schloss Oberstein: Schrägaufzug und Denkmalschutz – passt das zusammen?

Vera Müller

Die Untere Denkmalschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Birkenfeld hat der der Stadt eine Anhörung zur Aktualisierung der Denkmalliste für die Unterschutzstellung des Bereichs Burg Oberstein und Burg Bosselstein einschließlich der dazwischen liegenden Tallage und des Schlossweihers als bauliche Gesamtanlage übersandt. Prinzipiell kein Problem: Es sei denn, da würde etwas mit dem geplanten Schrägaufzug kollidieren, wie auch im Rahmen der städtischen Bauausschusssitzung deutlich wurde.

Die Burgruinen Bosselstein und Oberstein (Neues Schloss) bilden zusammen mit ihrer parkartig gestalteten Umgebung eine bauliche Gesamtanlage, die unter Schutz gestellt wird.  Foto: Hosser (Archiv)
Die Burgruinen Bosselstein und Oberstein (Neues Schloss) bilden zusammen mit ihrer parkartig gestalteten Umgebung eine bauliche Gesamtanlage, die unter Schutz gestellt wird.
Foto: Hosser (Archiv)

Hintergrund: Die Denkmalliste ist ein nachrichtlich geführtes Verzeichnis, das die Denkmalfachbehörde, die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, von Amts wegen stets auf dem Stand aktueller Erkenntnisse zu halten hat. Erkannte Kulturdenkmäler sind nachzutragen, sobald ihre Denkmaleigenschaft offenkundig wird. Gemäß den Ausführungen der GDKE bilden die beiden Burgruinen Bosselstein und Oberstein (Neues Schloss) zusammen mit ihrer parkartig gestalteten Umgebung, die die beiden Burgfelsen sowie die zwischen ihnen gelegene Senke einschließt, eine bauliche Gesamtanlage. Seitens der Stadt bestehen gegen die Unterschutzstellung keine Bedenken, sofern hierdurch das Projekt Schrägaufzug nicht erschwert würde. In einer Stellungnahme der Stadt heißt es: Insbesondere im Hinblick auf die geplanten Maßnahmen, um den historischen Landschaftspark wieder sichtbar und erlebbar zu machen, sei man sich der Bedeutung dieses kulturellen Erbes bewusst und unterstütze die Ziele des Denkmalschutzes.

Und dann folgt ein Hinweis, den Franz-Josef Gemmel (SPD) gern etwas deutlicher formuliert hätte, um Pläne nicht zu gefährden: Die Stadt und private Initiatoren planten, einen Schrägaufzug von der Altstadt Obersteins hinauf zum Neuen Schloss zu errichten, da nur so eine behindertenfreundliche Erschließung des gesamten Bereichs erreicht werden könne und die Parkanlage von diesem Schrägaufzug zu betrachten sei. Hierbei würde der westliche Bereich des Landschaftsparks, der ohnehin keine bauliche Aufwertung im Rahmen der ursprünglichen Gestaltung der Parkanlage erfahren habe, zum Teil tangiert. Der Bebauungsplan werde voraussichtlich in Kürze vom Stadtrat beschlossen. Der Bauausschuss äußerte keine weiteren Bedenken gegen die Stellungnahme.

Von unserer Redakteurin Vera Müller
Idar-Oberstein Birkenfeld
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