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Mörschied

Indianerhäuptling trotzte jedem Regenguss

Die Premiere zu "Winnetou und die Felsenburg" auf der Freilichtbühne Mörschied ist geglückt. "Das war heute absolut fehlerfrei", stellte Hauptdarsteller und Häuptling der Apatschen, Eric Nisius, im Anschluss an die Vorstellung fest. Vorausgegangen war mehr als zwei Stunden anstrengendes Theaterspielen, das an den Kräften einiger Darsteller zehrte. Grund dafür war mitunter der schwere Boden, hatte es doch den ganzen Premierensamstag über und noch bis zur Pause des Stücks kräftig geregnet.

In der Rolle des edlen Apatschenhäuptlings trotzte erstmals in diesem Jahr Eric Nisus der widrigen Witterung. 
Foto: Reiner Drumm
In der Rolle des edlen Apatschenhäuptlings trotzte erstmals in diesem Jahr Eric Nisus der widrigen Witterung.
Foto: Reiner Drumm – Hosser

Von unserem Mitarbeiter Matthias Keidel

Mörschied – Die Premiere zu "Winnetou und die Felsenburg" auf der Freilichtbühne Mörschied ist geglückt. "Das war heute absolut fehlerfrei", stellte Hauptdarsteller und Häuptling der Apatschen, Eric Nisius, im Anschluss an die Vorstellung fest. Vorausgegangen war mehr als zwei Stunden anstrengendes Theaterspielen, das an den Kräften einiger Darsteller zehrte. Grund dafür war mitunter der schwere Boden, hatte es doch den ganzen Premierensamstag über und noch bis zur Pause des Stücks kräftig geregnet. "Zwei Stunden da draußen im Dreck machen schon Spaß"; witzelt Nisius der Wetterlage zum Trotz und erklärt "Wir haben das jetzt auch lange genug geprobt, da kommt man zu Kräften".

"Winnetou und die Felsenburg" ist ein typisches Stück im Stil von Karl May, dessen Todestag sich 2012 zum 100. Mal jährt. Es geht um Geld, das Aufeinandertreffen von Indianern und "weißen Männern", um Intrigen und Macht. So versucht der Geschäftsmann und Schurke Harry Melton Old Shatterhand in seine kriminellen Machenschaften einzubeziehen. Was ihm beim Gefährten Winnetous nicht gelingt, funktioniert bei weit gereisten deutschen Einwanderern, die in Mexiko ein neues Leben beginnen wollen. Sie geraten in die Fänge Meltons und müssen für ihn in einer Quecksilbermine arbeiten. Winnetou und Old Shatterhand machen sich auf, die Gefangenen zu befreien.

Ob ihnen das gelingen wird? Viel Applaus gab es nicht nur für die gute schauspielerische Leistung, die bei dem ein oder anderen Darsteller trotzdem mit noch mehr Emotion und Enthusiasmus hätte gespielt werden können, sondern auch den hervorragenden pyrotechnischen Effekten, die die Karl-May-Festspiele in jedem Jahr zu einem absoluten Highlight machen.

Zwischendurch knallte und krachte es heftig. Das Premieren-Feuerwerk am späten Abend begeisterte zum Abschluss jeden Besucher der Freilichtbühne, schließlich hatte sich der Regen ja auch endlich verzogen.

"Das Wetter hat den Ablauf nicht beeinflusst", erklärt Nisius "aber man muss enorm aufpassen. Das ist ja auch gefährlich mit den Pferden". Bemerkenswert beim Mörschieder Verein ist, dass immer mehr junge Leute Teil der Truppe werden. "Wir sind froh, dass sich die jungen Leute die Sache anschauen und dann einfach fragen: Kann ich da mitmachen?" So erlebt der Besucher der Freilichtbühne neben ständig wechselnder Besetzung auch jedes Jahr ein komplett verändertes Bühnenbild, das in diesem Jahr besonders beeindruckend ist. Eine riesige Felsenburg, eine ansprechend gestaltete Hacienda und ein mexikanisches Dorf mit viel Liebe zum Detail versetzt die Zuschauer in den "wilden Westen".

An zwölf weiteren Terminen werden Winnetou und Old Shatterhand noch auf der Bühne stehen. Die Premiere ist gelungen, was für die kommenden Aufführungen besser werden muss, ist das Wetter.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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