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Goldener Engel wird 150 000 Euro teurer

Für Zeitgenossen mit gesundem Menschenverstand und die Skeptiker des Projekts kommt diese Nachricht nicht wirklich überraschend: Die Realisierung des Regionalmuseums Goldener Engel mit Stadtbibliothek und Touristinformation wird teurer als gedacht. Die kalkulierten Kosten von 3,5 Millionen Euro können nicht eingehalten werden. Nach derzeitigem Stand der Dinge kommen Mehrkosten von 150 000 Euro hinzu, die die Stadt alleine zu tragen hätte, denn zuwendungsfähig aus dem Kulturerbeprogramm sind die 3,5 Millionen Euro.

Schon um 1700 stand auf dem Platz, wo nach dem Abriss des Goldenen Engels 2012 nur noch Überreste zu sehen sind, ein Gasthaus mit Scheune. Die Struktur des Platzes soll erhalten bleiben, auch der Neubau des Gebäudes soll dem Original nachempfunden werden. 150 000 Euro teurer wird das Vorhaben. Das erläuterte Architekt Marcus Hille dem Stadtrat.
Schon um 1700 stand auf dem Platz, wo nach dem Abriss des Goldenen Engels 2012 nur noch Überreste zu sehen sind, ein Gasthaus mit Scheune. Die Struktur des Platzes soll erhalten bleiben, auch der Neubau des Gebäudes soll dem Original nachempfunden werden. 150 000 Euro teurer wird das Vorhaben. Das erläuterte Architekt Marcus Hille dem Stadtrat.
Foto: Reiner Drumm

In diesem Punkt soll aber noch mit dem Ministerium nachverhandelt werden, kündigte Stadtbürgermeister Peter Lang in der jüngsten Sitzung des Stadtrates an, denn es seien Änderungen notwendig geworden, die man 2010 noch nicht habe voraussehen können. So trieben Preissteigerungen, Umplanungen durch den erforderlichen und unvorhergesehenen Abriss und neue Brandschutzanforderungen die Kosten in die Höhe.

Fünf Gewerke und damit ein Drittel der Gesamtmaßnahmen hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung am Dienstagabend vergeben. Arbeiten für etwa 2 Millionen werden noch ausgeschrieben, ob man da im Kostenrahmen bleiben kann, steht noch dahin. "Niemand kann eine Garantie geben, dass die jetzt kalkulierten 3,6 Millionen Euro eingehalten werden", sagt Christoph Donie, Fachbereichsleiter Planung und Bauwesen der Verbandsgemeindeverwaltung, der zugleich betonte, dass eine Erhöhung von 5 Prozent eine Topleistung wäre. Donie betonte aber auch "Wenn wir jetzt die Idee bekommen sollten aufzugeben, könnten Firmen Regress fordern."

Dass es bisher "nur" 150 000 Euro sind, ist das Ergebnis harter Arbeit, wie Architekt Marcus Hille dem Stadtrat erläuterte. Nach der ersten Ausschreibung im November, die wegen des ungünstigen Zeitpunkts vor Winterbeginn an dem etliche Firmen offenbar nicht motiviert waren, günstige Angebote abzugeben, letztlich eine Kostensteigerung von 300 000 Euro bedeutet hätte, kamen Standards noch einmal auf den Prüfstand. Es wurde umgeplant und geändert und es erfolgte eine erneute Ausschreibung. Deren Ergebnis konnte durch eine Änderung bei der Brandschutzkonzeption noch einmal um 30 000 Euro gesenkt werden, so dass man wahrscheinlich bei den genannten 150 000 Mehrkosten liegt.

Der Stadtrat nahm diese Information verhältnismäßig gelassen auf. So wollte Volkmar Pees (SPD) wissen, weshalb ausgerechnet die Planungshonorare, die zwei Drittel der Mehrkosten ausmachen, so in die Höhe gegangenen seien. Architekt Marcus Hille nannte Gründe. Durch neue Anforderungen und Umplanungen seien bei den Fachplanern Leistungen hinzugekommen. Allein Gutachterkosten wegen des Abrisses schlagen mit 17 000 Euro zu Buche. "Sind wir tatsächlich gezwungen, den ‚alten’ Goldenen Engel nachzubauen", fragte Michaela Moosmann (LfB) nach weiterem Einsparpotenzial. Die Antwort von Jeannette Böhm vom Architekturbüro Hille war ein deutliches "Ja". Der Platz solle als Ensemble so erhalten bleiben, schilderte sie die Position der Denkmalschutzbehörde. Deshalb müsse die Optik der Schaufassade dem Original nachempfunden werden.

Von unserer Redakteurin

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