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    CochemZufahrt zur Winneburg: Für Ritter ist die alte Burgbrücke fast zu schwer

    Wenig lautes Geschepper von Ritterrüstungen wird in diesem Sommer von der Winneburg hallen: Der Grund ist weder eine Schauspielermüdigkeit der Bürgerwehr noch anderer historischer Gruppen – die Ursache liegt in der fehlenden Stabilität der Zufahrtsbrücke zur Burgruine. Das Thema ist mehrfach in den Gremien der Stadt Cochem behandelt worden, jetzt hat der Bauausschuss noch mal klargestellt, dass an der Marschroute des Stadtrates aus dem Vorjahr festgehalten wird.

    Ein Pilz macht der Holzbrücke an der Winneburg arg zu schaffen – sie soll alsbald erneuert werden.
    Ein Pilz macht der Holzbrücke an der Winneburg arg zu schaffen – sie soll alsbald erneuert werden.
    Foto: Archiv Kevin Rühle

    Will heißen: Die Brücke soll sobald als möglich saniert werden, aber nicht für einen sechsstelligen Betrag. „Wir wollen das jetzt möglichst schnell ausschreiben“, sagte Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz im Bauausschuss. „Die Brücke kommt“, Lambertz hofft noch dieses Jahr.

    Im Raum stehen die Bedenken des mit der Planung beauftragten Ingenieurbüros. Statt eines normalen Brückengeländers mit Querverstrebungen schlug es ein sogenanntes Füllstabgeländer aus Metall vor, das gesamte Projekt sollte für geschätzte 107.000 Euro umgesetzt werden. Dies beschloss der Bau- und Planungsausschuss auf Anraten im Dezember auch so – entgegen dem Beschluss des Stadtrates. Dieser hatte im Mai 2016 bestimmt, die Brücke von Grund auf neu zu errichten, möglichst mit einer Stahlunterkonstruktion und einem hölzernen Gehweg. Im Haushalt standen 60.000 Euro zur Verfügung. Bereits 2015 war die Zufahrt zur Winneburg wegen Sicherheitsbedenken für Kraftfahrzeuge gesperrt worden. Ein Pilz hatte das Holzbauwerk aus dem Jahr 1971 angegriffen und die mittleren Verbindungshölzer arg in Mitleidenschaft gezogen.

    Nach dem Stadtratsbeschluss vom Mai 2016 wurde die Baugenehmigung für Variante eins erteilt. Der Denkmalschutz wurde miteinbezogen. Als die beschriebenen Bedenken aufkamen, sprach sich der Bauausschuss für Variante zwei aus, für die ebenfalls eine Baugenehmigung vorliegt. Jetzt will die Stadt am ursprünglich gefassten Beschluss festhalten. Die Bauaufsicht hatte zuvor grünes Licht gegeben, dass ein Füllstabgeländer nicht zwingend notwendig sei.

    Nicht gefährdet ist im Übrigen, so Kanzler Michael Nicolay, das traditionelle Angrillen der Cochemer Bürgerwehr. Sie wird am Montag, 1. Mai, zwischen 11 und 17 Uhr den Raum vor der Brücke nutzen, um Gegrilltes und Gekühltes allen Gästen anzubieten. Für die Ritterrunden sieht es eher mau aus. Also muss der Ritterfreund anno 2017 womöglich ohne die Ansicht von stahlharten Männern auf der Winneburg auskommen.

    Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

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