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Zell

Zauberhaftes Ballett: Geschichte der Weihnacht auf Spitze getanzt

Ulrike Platten-Wirtz

Isa Schössler braucht keine Worte, um etwas zu erzählen. Die Ballett- und Tanzlehrerin aus Zell lässt ihre ganz eigene, bewegende Weihnachtsgeschichte von ihren Schülern ganz einfach tanzen.

Mit viel Einsatz bei der Sache: die jüngsten Balletttänzerinnen auf dem Zeller Parkett. Foto: Ulrike Platten-Wirtz
Mit viel Einsatz bei der Sache: die jüngsten Balletttänzerinnen auf dem Zeller Parkett.
Foto: Ulrike Platten-Wirtz

Bevor sich der Vorhang in der ausverkauften Zeller Stadthalle öffnet, kann man im Publikum die prickelnde Spannung, die in der Luft liegt, spüren. Hinter der Bühne warten schließlich rund 200 Tänzer auf ihren Auftritt. Für viele ist es das erste Mal, dass sie auf einer Bühne stehen.

Aber als der Vorhang aufgeht, und die Tänzer anfangen, sich im Takt der Musik rhythmisch zu bewegen, scheint alles Lampenfieber abzufallen. Die Bewegungen der Darsteller wirken leicht und unbeschwert. Ganz so einfach, wie es aussieht, ist es dann doch nicht. Schließlich hat es zwei Jahre gedauert, bis Text, Musik und Choreografie aufeinander abgestimmt waren. Und das ist allein Schösslers Verdienst. Die Ballettlehrerin hat zum ersten Mal ein eigenes Stück zur Aufführung gebracht. Das sie dafür Talent hat, zeigen anhaltender Applaus und die Begeisterung der Zuschauer am Ende des Stücks.

Es ist keine klassische Ballettaufführung, die das Publikum zu sehen bekommt, vielmehr wird eine Geschichte erzählt, mit tänzerischen Elementen aus Ballett, Jazz- und Stepptanz sowie Hip-Hop. Die Darsteller sind zwischen drei und 66 Jahre alt.

Auf ein aufwendiges Bühnenbild wird verzichtet. „Schon allein aus Platzmangel“, erklärt Schössler im Vorfeld. Denn bei so vielen Tänzern ist es auf der Bühne der Stadthalle auch so schon eng genug. Vor einem einfachen schwarzen Vorhang überzeugen die Darsteller mit gekonnter Choreografie, und die tollen Kostüme kommen hier ohnehin am besten zur Geltung. Einige Darsteller verwandeln sich hinter der Bühne in Sekundenschnelle vom Glitzerengel zur Schneeflocke, vom Wichtel zum Lichttänzer. Auf der Bühne geht es dynamisch zu. Da steppen Rentiere, rocken Weihnachtsmänner und kleine Plätzchenbäcker, und Tannenbäume tanzen um die Wette. Der große Star des Abends ist neben der Gruppe der kleinen Schneemänner Schösslers kleiner Sohn Nalu, der als jüngster Darsteller der Truppe am Premierentag seinen dritten Geburtstag feiert.

Präsentiert wird „Das schönste Weihnachtsgeschenk“. Auf der Suche nach dem wahren Weihnachtsglück begegnet ein Engel einem traurigen Mädchen, das wegen seiner kranken Mutter kein Weihnachten feiern kann. Die rührende Geschichte wird mit schwungvollen Tanzeinlagen und bezaubernden Kostümen aufgelockert. „Oh, wie süß ist das denn“ ist immer wieder aus dem Publikum zu hören, wenn die kleinen Tänzer als Tannenbäumchen, Schneemänner oder Weihnachtsplätzchen ihr Können zeigen. Und wie es sich für ein echtes Weihnachtsmärchen, bei dem so viele Kinder mitspielen, gehört, gibt es natürlich ein Happy End.

Die Tanzaufführung überzeugt nicht nur durch eine gelungene Choreografie, sondern lebt von einem guten Mix aus klassischer und moderner Musik sowie herrlichen Kostümen. Wirklich professionell sind die Auftritte der Solisten Ida Franzen, Nina Probst, Mathias Franze und Nicolas Beuren.

Das schönste Weihnachtsgeschenk erhalten aber am Ende die Darsteller – durch einen nicht enden wollenden Applaus.

Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

Cochem Zell
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