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Landkern

Wunschträume sind im Norden erfüllt worden: Landkerner zeigt erstmals seine Fotos

Thomas Brost

Es ist der Moment, den Klaus Regnier zehn Jahre lang herbeigesehnt hat. Jetzt, besser gesagt nächsten Donnerstag, ist Premiere: Der passionierte Fotograf zeigt im Alten Kino in Kaisersesch seine Impressionen vom Norden Europas – und insbesondere vom Nordlicht. In dem Vortrag, so sagt der Landkerner, „stecken mehr als 100 Stunden an Arbeit“, gezeigt werden in einem 80-minütigen Vortrag mehr als 300 Fotos.

Malerische Aussichten: Klaus Regnier hat das Nordlicht in verschiedenen Ausprägungen mit seiner Kamera festgehalten. Fotos: Klaus Regnier/privat
Malerische Aussichten: Klaus Regnier hat das Nordlicht in verschiedenen Ausprägungen mit seiner Kamera festgehalten. Fotos: Klaus Regnier/privat
Foto: Regnier

Arbeit. das ist das falsche Wort. Sein Gehalt setzt der 52-jährige Mitarbeiter eines Energieversorgers ein, um sich sein aufwendiges Hobby leisten zu können. „Ich gehe arbeiten, damit ich fotografieren kann.“ Die Freude, Fotos zu machen, begleitet ihn fast ein Leben lang. Eine Kodak Instamatic und zwei Filme bekam er zur Ersten Kommunion geschenkt. „Gleich am ersten Abend hatte ich anderthalb Filme verknipst, sehr zum Verdruss meines Vaters. Die waren ja damals noch recht teuer.“

Über die Jahrzehnte hinweg hat Klaus Regnier aufgerüstet, nach einer Spiegelreflex-Kamera kamen digitale Kameras zum Zug. Zuletzt eine Sony A6000 mit Leica-Objektiven. Vor zehn Jahren hat er Panomara-Aufnahmen von seinem Heimatdorf gemacht. Beeindruckend, wie man auf einer virtuellen Tour durch das Eifeldorf, von fünf Startpunkten aus, durch die Straßen „spazieren“ kann.

Foto: Regnier

Fasziniert hat ihn schon immer das Nordlicht. „In all seinen Ausprägungen ist es der Knaller. Vor allem auch, wenn das Meer den Himmel reflektiert“, sagt er. Vor zwei Jahren brach er im Januar mit seiner Frau auf, um das Licht an zwei Geysiren, den Wasserfällen Islands bis hin zur Gletscherlagune Jökülsárlón einzufangen. Die zweite Exkursion führte ihn im März vorigen Jahres auf die Lofoten. „Ich wählte den Reisezeitpunkt, um gute Lichtverhältnisse vorzufinden“, betont Regnier. Wer das Nordlicht festgehalten hat, wisse, was er meine. Drei bis vier Tage vor dem Beobachtungstag müssen auf der Sonne eine Vielzahl von Eruptionen stattfinden, am Beobachtungstag selbst muss es dunkel sein – und es muss eine freie Sicht auf den Nachthimmel gegeben sein. „Und dann gehört naturgemäß eine gehörige Portion Glück dazu, dass alles zusammenpasst.“ Seine Aufnahmen sind auf einem Stativ nachts in kompletter Dunkelheit entstanden, unter Vollmondlicht. Der bescheidene Fotograf wird emotional: „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich diese Fotos sehe.“ Untermalt wird sein allererster Vortrag von sieben Musikstücken, die der Musiker Claus Huckriede (Wassenach) komponiert hat und die mal ruhig, mal schnell daherkommen. Regniers Frau hat vier Videosequenzen beigetragen, die der Einstimmung auf den jeweiligen Ort dienen. Abgerundet wird der Vortrag mit Einblicken von Oslo und Reykjavik – Regniers „geometrischer Blick“ von den Städten, gepaart mit geglückten Überblendungen, ist ebenso sehenswert wie das eigentliche Thema. „Dieses Nordlicht-Spektakel vergisst du dein Lebtag nicht.“

Der Multivisionsvortrag „Auf der Suche nach dem Nordlicht“ wird am Donnerstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Alten Kinosaal in Kaisersesch gezeigt. Der Eintritt ist frei, eine Spendenbox ist aufgestellt.

Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

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