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    Von übertriebener Fürsorge, starken Minderheiten und Schnitzerfantasie

    Ganz klar, der Frühling weckt die Lebensgeister! Die Verkehrswacht weist aus lauter Fürsorge auf handyempfangsfreie Zonen hin, Mehrheiten haben plötzlich ein Herz für die Minderheit, und Linden-Ärger löst sich in Harmonie auf.

    Handy am Ohr – das darf nicht sein. Und ist es kurz hinter dieser Stelle ohnehin nicht, denn da gibt's keinen Empfang mehr.
    Handy am Ohr – das darf nicht sein. Und ist es kurz hinter dieser Stelle ohnehin nicht, denn da gibt's keinen Empfang mehr.
    Foto: Thomas Brost

    Cochem-Zell - Ganz klar, der Frühling weckt die Lebensgeister! Die Verkehrswacht weist aus lauter Fürsorge auf handyempfangsfreie Zonen hin, Mehrheiten haben plötzlich ein Herz für die Minderheit, und Linden-Ärger löst sich in Harmonie auf.

    Eine 120 Jahre alte Linde in Cochem-Cond stört den Ausbau der Uferstrasse. Was soll aus ihre werden? Eine Madonna oder eine Ruhebank?
    Eine 120 Jahre alte Linde in Cochem-Cond stört den Ausbau der Uferstrasse. Was soll aus ihre werden? Eine Madonna oder eine Ruhebank?
    Foto: Kevin Rühle

    Liebevoll denkt die Verkehrswacht an uns. Sie verwöhnt uns mit Tipps, wie wir sicher fahren und heil ankommen. Dabei wäre der Hinweis an der L 98 kurz vorm Enderttal ehrlich gesagt nicht nötig gewesen (siehe Foto unten). Insider wissen doch, dass man kurz hinter dem mahnenden Schild keinen Handyempfang mehr hat, und zwar auf exakt 624 Metern. Danach versteht man den Telefonpartner erneut klar und deutlich. Klarer Fall von Schilderwald.

    Verbrämte Meinung

    Eine eher unspektakuläre Enthaltung kann eine verblüffende Wirkung haben. Das demonstrierte der Verbandsgemeinderat Kaisersesch, indem die große Mehrheit der Minderheit zum Erfolg verhalf, ohne sich offen zu deren Minderheitenmeinung zu bekennen. Ob die Fraktionen, die sich eigentlich gegen die Resolution der SPD-Fraktion in Richtung Bundesregierung geäußert hatten, das so geplant hatten? Einige überraschte Mienen in den Reihen der CDU-Fraktion stellten das infrage. Ist auch egal, alle können zufrieden sein: die einen, weil sie unverhofft ihren Willen bekamen, die anderen, weil sie ihre regierungsabweichende Meinung wenigstens verbrämt äußern konnten.

    Lösung im Lindenstreit

    Paul Burska aus Cochem hat nicht nur ein Faible für Federvieh, sondern auch ein hohes Harmoniebedürfnis. In der Eiseskälte des beginnenden Monats Februar rettete er eine an der Endertbach-Mündung festgefrorene Nilgans vor dem sicheren Kältetod (wir berichteten). Kürzlich kam der engagierte Vogelschützer mit einem Vorschlag in Redaktion, wie sich der Ärger um die zum Fällen vorgesehene Linde an der Cochemer Uferstraße lindern ließe: Die Stadt solle aus dem Holz eine Muttergottesstatue schnitzen lassen und sie den Condern schenken – als Reminiszenz an den hölzernen Riesen. Keine schlechte Idee. Allein: Auf der Brauselay steht doch schon eine große Madonna. Deshalb würden wir den Baum eher zur Ruhebank verarbeiten lassen, die am Conder Moselufer aufzustellen wäre. So würde er allen Stress- oder Fußschmerzgeplagten Linderung verschaffen und behielte zugleich seinen viel bemühten ortsbildprägenden Charakter.

    Die Spitzen und Notizen wurden gesammelt von David Ditzer, Brigitte Meier und Thomas Brost

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