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Zell

Ufer-/Rathausbau in Zell: Baubeginn 2019?

David Ditzer

Es sind zwei eng miteinander verzahnte, millionenschwere Bauprojekte, die das Erscheinungsbild des Moselufers in der Stadt Zell maßgeblich verändern werden: die Attraktivierung des Vorgeländes zwischen Fußgängerbrücke und Corray sowie der Bau eines neuen Dienstgebäudes für die Verbandsgemeinde (VG) Zell. Allein: Zu sehen ist davon noch nichts. Kein Politiker hat einen Spaten ins Erdreich gerammt, kein Bagger hat die umfangreichen Asphaltflächen aufgemeißelt, die den Uferstreifen prägen. Bürgermeister Karl Heinz Simon betont allerdings: „Wir streben an, dass wir bis zum nächsten Sommer baureife Pläne hinkriegen.“ Dafür ist noch einiges zu tun.

Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Foto: Kevin Rühle

Was konkrete Bauarbeiten angeht, dürfte es mit der Umgestaltung des Zeller Moselufers frühestens im ersten Halbjahr 2019 etwas werden. Schließlich braucht es unter anderem eine Fachplanung für den Hochwasserschutz, will man das Uferbild zwischen Fußgängerbrücke und Corray im wahrsten Sinne des Wortes einschneidend verändern. Das teilt Andreas Schorn, Büroleiter der VG Zell, auf Anfrage mit. Rund um den alten Bahnhof jedoch könnte es schon im nächsten Jahr erste sichtbare Veränderungen geben.

Verbandsgemeinde und Stadt Zell kooperieren eng miteinander, um ihre beiden großen Zukunftsprojekte voranzutreiben. Das ist allein deshalb schon vonnöten, weil das neue VG-Dienstgebäude auf einem Grundstück entstehen soll, das sich im Besitz der Stadt befindet – zumindest noch. Umgekehrt will die Stadt das jetzige VG-Areal nutzen, damit dort Raum für ein mögliches Hotel sowie für eine Rathaus-/Festplatzkombination frei wird. Wohlgemerkt nach Abriss des jetzigen VG-Dienstgebäudes.

Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Foto: Kevin Rühle

Voraussichtlich in ihren nächsten beiden Sitzungen werden VG- und Stadtrat einen Vertrag über den Tausch der Grundstücke unter Dach und Fach bringen. „Einen Entwurf gibt es schon“, sagt VG-Chef Simon. Wobei Stadt und VG sich dazu verpflichten wollen, der jeweils anderen Seite die gewünschten Flächen so zu hinterlassen, dass dort direkt gebaut werden kann.

VG-Büroleiter Schorn zufolge soll dem Zeller Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 27. November die Planung für den Rathausplatz vorgestellt werden. Zudem ist eine Grundsatzentscheidung über diese Planung geplant. Im Dezember und Januar könnte dann das förmliche Verfahren beginnen, mit dem die Öffentlichkeit an der Erstellung eines entsprechenden Bebauungsplans beteiligt wird. Dieser könnte schätzungsweise im März rechtskräftig werden, da es einer Genehmigung durch die Kreisverwaltung bedarf. Damit wären dann die Festsetzungen für VG- und Hotelneubau klar.

Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Das Zeller Moselufer soll ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Unter anderem sind ein neues Dienstgebäude für die Verbandsgemeinde, viel mehr Grünflächen, neue Plätze sowie attraktive Verweil- und Aktivitätszonen geplant. Bis hier Baumaschinen rollen, könnte es 2019 werden.
Foto: Kevin Rühle

Ebenfalls möglichst noch im Dezember soll das sogenannte Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) genehmigt werden, das auf einen Wettbewerb zurückgeht, den das Büro Gap Architectes gewonnen hat. Das Isek ist sozusagen die Grundlage für den Fortgang des Förderprogramms „Historische Stadtbereiche“, mithilfe dessen die Stadt Zell ihr Facelifting für Moselufer und Hinterland (Corray, Schlossstraße, Balduinstraße bis Einmündung Brandenburg) vorantreiben will. Fördergelder aus dem Programm sollen auch Privatleute abrufen können, die ihre Gebäude modernisieren möchten. Der Erlass einer Sanierungssatzung samt Modernisierungsrichtlinie ist für Januar nächsten Jahres vorgesehen, so Schorn. Von Februar an könnten dann die ersten konkreten Bauprojekte zur Umgestaltung des Moselufers geplant werden.

Sollten sich tatsächlich schon im nächsten Jahr Bauarbeiter daranmachen, mit der groß angelegten Uferverschönerung (Ziele: mehr Grünflächen, höhere Aufenthaltsqualität, Angebote für Freizeitaktivitäten) zu beginnen, wäre das wohl am ehesten im Umfeld des Alten Bahnhofs möglich. Hier muss die Stadt hinsichtlich möglicher Bauprojekte nämlich weniger Rücksicht auf die Belange und Pläne der VG nehmen. Voraussichtlich in der nächsten Woche wird die VG Zell den Architektenvertrag über den Neubau ihres Dienstgebäudes abschließen. Es folgen Fachplanungen (EDV, Haus- und Energietechnik etc.) sowie Gespräche mit der SGD Nord über den Hochwasserschutz. Idealerweise schon im Mai oder Juni nächsten Jahres will die VG einen Bauantrag einreichen und Fördermittel beantragen.

Diese sollten im Herbst 2018 bewilligt werden, so die Wunschvorstellung der VG. Danach könnten erste Bauarbeiten vergeben werden. Die Bauzeit für ein neues Dienstgebäude (geschätzte Kosten bislang: gut sieben Millionen Euro) soll circa zwei Jahre betragen. Damit der ehrgeizige Zeitplan überhaupt einhaltbar wird, will die VG einen „kleinen Bauausschuss einrichten, um die Gremien rechtzeitig in Entscheidungen einbinden zu können“, stellt der VG-Chef in Aussicht. Darüber soll der Rat in einer der nächsten beiden Sitzungen befinden.

Von unserem Redakteur David Ditzer

Die nächsten Ratssitzungen

Die nächste Sitzung des Stadtrats Zell ist für Montag, 27. November, 18 Uhr, im Rathaus am Marktplatz vorgesehen.

Der Verbandsgemeinderat will das nächste Mal am Mittwoch, 13. Dezember, 17 Uhr, im Sitzungssaal der Verwaltung, Corray 1, öffentlich zusammentreten. Die Tagesordnungen werden über die Webseite der VG (zell-mosel.de) einsehbar sein. dad

Cochem Zell
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