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Mittelstrimmig

Tollitäten tragen zur Völkerverständigung bei: Fastnacht auf dem Strimmiger Berg

Die ewige Fehde zwischen Strimmig und Liesenich scheint endlich beigelegt. Mit einem Prinzen aus Liesenich (Fabian Michels) und einer Prinzessin aus Mittelstrimmig (Eva Schmidt) tragen die Tollitäten zur Völkerverständigung zwischen den Dörfern bei. Zumindest während der fünften Jahreszeit. Bei der Kappensitzung in der Strimmiger-Berg-Halle kommen die Fastnachtsfans voll auf ihre Kosten. Klamauk und lokale Angelegenheiten, die humorvoll auf die Schippe genommen werden, wechseln sich mit tollen Schautanzeinlagen ab. Mit flotten Sprüchen führen die Brüder Matthias und Florian Thomas durch den Abend.

Tatsächlich scheint man auf dem Berg endlich näher zusammenzurücken. Zumindest wenn man Nachrichtenreporter Max Schmitz Glauben schenkt. „Die Flüchtlingswelle von Liesenich nach Niwwa (Mittelstrimmig) hat ihren Höhepunkt erreicht, indem die Tochter von Ex-Bürgermeister ,Kerz' Stellung am Ortsrand von Niwwa bezogen hat. Über den Familiennachzug wird im Niwwara-Gemeinderat derzeit noch diskutiert.“ Während in Strimmig außerdem der Trend zum Drittwohnhaus gehe, erwarte man in Liesenich die Eröffnung des geplanten Campingplatzes zeitgleich mit jener des Berliner Flughafens. Weiterhin stehen ein geheimnisvolles Bauwerk an der Schockhütte sowie eine neu gegründete Mofagang im Fokus des 23-Jährigen. Mit Bravour meistert Schmitz sein Debüt in der Bütt. Als Nachrichten- und Sportreporter sowie als Wetterfee sorgt er für die meisten Lacher des Abends und hat jede Menge Lokalpolitisches zu bieten. Ein mehr als gelungener Vortrag – man kann nur hoffen, dass der Redner aus Liesenich der Strimmiger Fastnacht erhalten bleibt.

Als „Kuh Elsa“ steht Jutta Hoffmann bereits zum zweiten Mal in der Bütt. An dem, was man in „Stäns Stall“ so alles erlebt, lässt sie die Zuhörer auf humorvolle Art teilhaben. Krankenschwester Heike Brachtendorf hat in der Nachbarschaft schon so manches Wehwehchen geheilt. Nach dem Umzug von Helmert auf die Fenn gibt sie nun dort ihr Bestes.

Mit einem witzigen Rollentausch belustigt der Elferrat die Zuschauer. Prinz Fabian, dargestellt von Kevin Kolb, schlüpft in die Rolle der Erzieherin Eva, während Christian Thomas sich als „Steinmetzin Eva“ an der Kopie einer Statue versucht. Amüsante Einblicke ins Klosterleben gewährt Mönch Peter Wolfs. Neben dem Gebet spielen die Brüder auch gern „Mönch ärgere dich nicht“. Eine ungewöhnliche Operation nehmen Oberarzt Detlef Irion und Schwester Tanja Pies an einer Patientin (Dana Pies) vor. Der diagnostizierte Gallenstein entpuppt sich allerdings als Baby. Über geplanten Nachwuchs und Alltägliches diskutieren auch Prinzessin Evas „hochschwangere“ Tanzkolleginnen. Neben den Aufgaben als Tollitäten tanzt das Prinzenpaar auch selbst.

Geübte Schritte und tolle Choreografien in schönen Kostümen bieten die Gasttanzgruppen aus Treis-Karden und Bruttig-Fankel. Eröffnet wird der Reigen von Solomariechen Emely Fellenzer. Tank- und Tanztrainerin „Icke“ alias Sibylle Rohm hat nicht nur die Funkengarde und die „Hulapalus“ mit dem Märchen vom Froschkönig unter ihren Fittichen, sondern trainiert auch die „Nice Girls“, die mit einem Matrosentanz aufwarten. Auch Männer schwingen auf dem Hunsrück gern das Tanzbein. Die Garde zeigt unter der Leitung von Franziska Wellems derart waghalsige Hebungen, dass dem Publikum zuweilen der Atem stockt. Nicht mehr wegzudenken sind aus dem Strimmiger Karneval die „Schockeler“, die in Trikots Amerikanischer Footballer eine flotte Sohle aufs Parkett legen und dabei zeigen, was die Alten Herren akrobatisch noch draufhaben. Trainiert wurde die Männergruppe von Kerstin Wendling, Kathrin Kronz und Julia Bausen.

Zum Finale heizt Sebastian Hirt alias Andreas Gabalier mit volkstümlichen Hits aus Österreich ein. Für gute Stimmung sorgt außerdem die Band „Die Granaten“.

Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

Seit der Kindheit ein Jeck

Für seinen langjährigen Einsatz im Strimmiger Karneval wird Udo Friedrich mit dem RZ-Orden ausgezeichnet. In seiner Laufbahn war der 45-Jährige bereits Mitglied in Garde und Elferrat und hat auch selbst schon an der Seite seiner Schwester Susanne als Karnevalsprinz regiert.

An Weiberfastnacht führt er als Sitzungspräsident souverän durch das Programm.

Cochem Zell
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