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Hunsrück

Tierquälerei im Hunsrück: Fall bleibt rätselhaft

Tiere, die im Stall verhungern, und Kadaver, die sich im Wald nahe eines landwirtschaftlichen Betriebs im Hunsrück türmen – die Nachricht hat die Region geschockt.

Hunsrück – Tiere, die im Stall verhungern, und Kadaver, die sich im Wald nahe eines landwirtschaftlichen Betriebs im Hunsrück türmen – die Nachricht hat die Region geschockt.

Laut Kreisverwaltung Cochem-Zell sind jetzt alle Kadaver von der Tierkörperbeseitigung Rivenich abgeholt worden. Über die Anzahl der toten Tiere kann die Fachbehörde aufgrund des Zustandes der Kadaver und der vorgefundenen Tierköperreste keine genauen Angaben machen. Geschätzt wird, dass es etwa 60 Schweine im Wald sind und 100 in den Ställen.

Was war passiert? Am Mittwoch ging bei der Polizeiinspektion Cochem ein anonymes Schreiben ein, das auf zahlreiche Schweinekadaver im Wald aufmerksam machte. Am frühen Donnerstagnachmittag rückten die Beamten aus, das Veterinäramt leistete Schützenhilfe. Selbst für hartgesottene Polizeibeamte und Veterinäre war das, was sie entdeckten, ein Schock. Dutzende Schweinekadaver lagen aufeinandergetürmt auf dem Waldboden. Die Tiere in den nahe liegenden Ställen waren halb verhungert und boten ein jämmerliches Bild. Die Rinder standen bis zum Bauch in der Gülle.

Inzwischen sind die Stallungen gesäubert worden. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung überwacht die Versorgung der Tiere, die nicht mehr in Lebensgefahr schweben. Im Bestand befinden sich zurzeit 1384 Schweine und 36 Rinder.

Die Rinder wurden auf eine Weide in der Nähe gebracht. Die Reinigungsmaßnahmen am kompletten Gehöft laufen. Darüber hinaus werden nun kurzfristige Maßnahmen ergriffen, um die Tiere entweder zur Schlachtung (bei den schlachtreifen Tieren) oder zur Weitermast anderweitig zu verbringen.

Darüber hinaus hat das Veterinäramt rechtliche Schritte eingeleitet, an deren Ende ein Tierhalteverbot stehen kann. Nach wie vor stehen die Fachexperten der Behörde vor einem großen Rätsel, wie es zu diesem für alle Seiten tragischen Vorfall kommen konnte. Denn der Betrieb hatte in der Vergangenheit einen guten Ruf und wurde immer kontrolliert – zuletzt durch den Rindergesundheitsdienst im vergangenen Oktober ohne Beanstandungen.

Cochem Zell
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