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Cochem

Stadt Cochem ehrt "Monsieur Le Président"

Für einige Cochemer und natürlich für den Stadtbürgermeister Herbert Hilken fielen Neujahrsempfang, Aschermittwoch und Opernball auf einen Tag. Denn die Verleihung des Wappentellers der Stadt Cochem ist das wichtigste gesellschaftliche Ereignis der Kreisstadt, an dem in passendem Ambiente im historischen Keller der Reichsburg das "Who is Who" der Stadt den Abschluss des Weinfestes und die Ehrung einer Cochemer Persönlichkeit feiert.

Cochem – Für einige Cochemer und natürlich für den Stadtbürgermeister Herbert Hilken fielen Neujahrsempfang, Aschermittwoch und Opernball auf einen Tag. Denn die Verleihung des Wappentellers der Stadt Cochem ist das wichtigste gesellschaftliche Ereignis der Kreisstadt, an dem in passendem Ambiente im historischen Keller der Reichsburg das "Who is Who" der Stadt den Abschluss des Weinfestes und die Ehrung einer Cochemer Persönlichkeit feiert.

Ruhig sitzt Herbert Hilken zwischen Weinkönigin Jennifer und ihrer Prinzessin Antonia hinter dem Rednerpult des historischen Kellers der Reichsburg, über ihm ein Baldachin in gelb und blau, vor ihm die geladenen Gäste der Parlamente, die Vertreter Europas und des Bundes ließen sich entschuldigen, der Exekutive, der Jurisdiktion, ehemalige Wappentellerträger, der Rettungskräfte, der Polizei und andere Cochemer Persönlichkeiten. Hilken nimmt Glocke und Klöppel, lässt es mit wenigen kräftigen Schlägen läuten und beginnt mit der Begrüßung der Gäste. Wer zum ersten Mal zu der Veranstaltung eingeladen wurde, steht auf, und wird von Hilken vorgestellt.

"Beim Weinfest herrscht Monarchie", sagt Stadtbürgermeister Hilken und leitet damit zum Rückblick auf dasselbe über – ein erfolgreiches, merkt er an. Denn die Majestäten hätten bereits alles erlebt, was zu einem guten Weinfest gehört, inklusive Wetterkapriolen. Der Eröffnungsabend, an dem die neue Weinkönigin gekrönt und Melanie die Zweite verabschiedet wurde, fiel auch wirtschaftlich ins Wasser. Die Umsätze sanken um mehr als 65 Prozent, was bei Unwetter und anhaltendem Regen zu erwarten war. Trotzdem war das Weinfest ein Erfolg, denn insgesamt kamen mehr als 30 000 Gäste von Donnerstag bis Montag an die Mosel. Am Samstag lag der Umsatz 10 Prozent über dem eines guten Jahres, sagte Herbert Hilken, am Sonntag betrug die Steigerung sogar 30 Prozent. Insgesamt wird das Weinfest finanziell wieder ein Nullsummenspiel werden, die Kosten für Stände, Feuerwerk und Musik dürften den eingenommenen mehr als 100 000 Euro entsprechen. Den Wappenteller der Stadt Cochem erhielt der Ehrenpräsident der Cochemer Karnevalsgesellschaft Herwin Eckerskorn. 29 Jahre lang war er zwischen 1969 und 1999 "Mon Monsieur le Prèsident", aber "nicht im absolutistischen Sinne", wie Herbert Hilken anmerkte. Er ließ den Karneval "nach den dunklen Jahren" wieder auferstehen und pflegte die karnevalistische Kultur der Stadt. Auch für den höchsten Feiertag der Cochemer, den Knippmontag, setzte sich Eckerskorn ein. "Damit hat er eine wichtige Tradition für unsere Heimatstadt gerettet", sagte Hilken in seiner Laudatio. Dass Herwin Eckerskorn die Brauchtumspflege immer noch sehr wichtig ist, bewies er mit seinen Dankesworten: "Cochem Holau, du sonnige Pracht; Cochem Holau, der Herrgott hat mit dir sein Meisterstück gemacht."

Kevin Rühle

Cochem Zell
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