40.000
Aus unserem Archiv
Kaisersesch

Sparen in der VG Kaisersesch: Es gibt nicht mehr Geld für den Bürgermeister

Nicht mehr Geld soll die Verbandsgemeinde (VG) Kaisersesch in die Bezahlung ihres hauptamtlichen Bürgermeisters Albert Jung stecken, obwohl er die vorgeschriebenen Voraussetzungen für eine Höherstufung auf die Beamtenbesoldungsgruppe B 3 erfüllt. Mit 10 Ja, 11 Nein und 4 Enthaltungen lehnt der VG-Rat dieses Ansinnen ab. Die „Nein-Sager“ begründen ihre Entscheidung öffentlich nicht, sodass der Grund für das ablehnende Votum im Sparwillen zu vermuten ist. Immerhin: Verabschiedet hat der Rat nun einen Etat für dieses Jahr.

Das Feuerwehrhaus Kaisersesch soll in den kommenden zwei Jahren für rund 1,2 Millionen Euro erweitert werden. Im Haushalt sind weitere Investitionen für den Bereich der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde vorgesehen.
Das Feuerwehrhaus Kaisersesch soll in den kommenden zwei Jahren für rund 1,2 Millionen Euro erweitert werden. Im Haushalt sind weitere Investitionen für den Bereich der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde vorgesehen.
Foto: Kevin Rühle

Nachdem der VG-Rat Kaisersesch in seiner Sitzung Ende Dezember 2017 die Entscheidung über den vorgelegten Haushaltsplan 2018 vertagt hat, wird das Zahlenwerk jetzt im zweiten Anlauf einstimmig genehmigt. Die damals von der CDU-Fraktion geäußerte Meinung, der Stellenplan beinhalte mindestens drei Stellen zu viel, hat für Verunsicherung bei den Verwaltungsmitarbeitern und bei Bürgermeister Albert Jung für Empörung gesorgt (die RZ berichtete).

In der jetzigen Sitzung, die der Erste Beigeordnete Gerhard Weber in Vertretung Jungs leitet, rudert der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Hammes zurück und betont: „Wir hatten niemals die Absicht, drei Stellen zu streichen.“ Die Fraktion habe lediglich den angemeldeten Mehrbedarf an Stellen kritisch gesehen und eine Diskussiongrundlage vorgelegt, wie künftig drei Stellen einzusparen seien. Hammes versichert, niemand müsse Angst um seine Stelle haben, und die Fraktionen schätzten die gute Arbeit der Mitarbeiter.

Dass effektives Sparen möglich sei, beweise der Haushaltsplan 2018, der die Umlage von 36 auf 31,5 Prozent senken kann. Hammes erklärt: „Das ist doch nur möglich, weil wir uns alle miteinander Gedanken gemacht haben.“ Bereits in der Dezembersitzung hat Bürgermeister Jung seine Haushaltsrede gehalten und die wichtigsten Investitionen erklärt. Der Haushalt der VG Kaisersesch enthält zahlungswirksame Umsätze von 12,8 Millionen Euro, worin Investitionen von mehr als 2,5 Millionen Euro enthalten sind.

Die Senkung der Umlage ist aufgrund der Steuereinnahmen der Stadt Kaisersesch und der Ortsgemeinden möglich. So hat sich die Umlagegrundlage von 13,1 Millionen auf 14,6 Millionen Euro erhöht. Der Haushaltsentwurf sieht einen Fehlbetrag von 638.000 Euro vor, der nach Aussage Jungs jedoch aus den Überschüssen der Vorjahre gedeckt werden kann. Investitionsschwerpunkte sind der Feuerwehrbereich und die Schulen in der VG. Mit insgesamt 1,2 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren ist die Erweiterung des Feuerwehrhauses veranschlagt. Schlusszahlungen von rund 530.000 Euro für Fahrzeuge, Tanklöschfahrzeug (TLF), für den Standort Kaisersesch sind fällig. Die Feuerwehr Düngenheim erhält ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) für 80.000 Euro. Die Investitionen in den Schulstandort betreffen die Renovierung des Altbaus mit rund 1,6 Millionen Euro sowie den Anteil der Kosten für die Erneuerung der Heizungsanlage mit 600.000 Euro.

Der Breitbandausbau wird die Verbandsgemeinde in den kommenden drei Jahren etwa 326.000 Euro kosten. 1,2 Millionen Euro stellt der Haushalt für den laufenden Betrieb der Grundschulen zur Verfügung, und von den Gesamtaufwendungen für den Bereich Jugend und Soziales (2,2 Millionen Euro) sind rund 446.000 Euro veranschlagt. Für den Bereich Gesundheit und Sport sind 386.000 Euro vorgesehen. Die Sanierung des Pommerbachs schlägt mit 140.000 Euro und dessen Renaturierung mit 310.000 Euro zu Buche.

Um diese Zukunftsaufgaben zu bewältigen, sind für dieses Jahr Investitionskredite von rund 1,2 Millionen Euro eingeplant, die 2019 auf etwa 1,7 Millionen Euro ansteigen. Die Nettoneuverschuldung beträgt 792.000 Euro.

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Meier

Cochem Zell
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter
Donnerstag

15°C - 23°C
Freitag

16°C - 28°C
Samstag

15°C - 30°C
Sonntag

16°C - 30°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige