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    Cochem

    Sinnvolle Aufgabe gefunden: Zwei Ebernacher haben sich gut eingelebt

    Elfi wird beim Ebernacher Wandertag am Mittwoch so richtig verwöhnt. Wenn andere Teilnehmer an den Steigungen ins Schwitzen kommen, liegt sie in ihrem Wagen ganz bequem. Sie wird über die komplette Strecke geschoben, auch wenn es mal stramm bergauf geht: Elfi ist das Ein und Alles der 23-jährigen Esther Contino, die seit vier Jahren in Kloster Ebernach lebt. Und deshalb ist es selbstverständlich, dass der kuschelige Teddy auch beim Wandertag ununterbrochen ganz nah bei seiner „Mutter“ ist.

    Steffen Reuber (rechtes Foto) an seinem Arbeitsplatz in der Werkstatt von Kloster Ebernach. Der 26-Jährige ist sportlich sehr aktiv, neben Wandern gehören auch Fußball und Fahrradfahren zu seinen Hobbys. Esther Contino kümmert sich rund um die Uhr liebevoll um Elfi. Deshalb ist es für die 23-Jährige auch selbstverständlich, dass sie ihre Teddy-Tochter beim Wandertag durch die Weinberge schiebt.
    Steffen Reuber (rechtes Foto) an seinem Arbeitsplatz in der Werkstatt von Kloster Ebernach. Der 26-Jährige ist sportlich sehr aktiv, neben Wandern gehören auch Fußball und Fahrradfahren zu seinen Hobbys. Esther Contino kümmert sich rund um die Uhr liebevoll um Elfi. Deshalb ist es für die 23-Jährige auch selbstverständlich, dass sie ihre Teddy-Tochter beim Wandertag durch die Weinberge schiebt.
    Foto: Behindertensportverband

    Die Vormittage verbringen beide im Regelfall in der Küche und im Frühstücksraum der Zweigstelle der Mosellandwerkstätten. Hier arbeitet Esther Contino halbtags, deckt die Tische ein und ab und sorgt dafür, dass alles immer schön sauber und ordentlich ist. Am Nachmittag geht es für die beiden dann in eine Arbeitsgruppe der Werkstatt, wo Esther Contino unter anderem für Verpackungsarbeiten zuständig ist.

    Schon kurz nachdem sie im Mai 2013 im Kloster Ebernach einzog, stand für Esther Contino – und natürlich auch für Elfi – der erste Wandertag an. Sie läuft immer die mittlere Strecke, gemeinsam mit einer Kollegin aus der Küche. Wenn man einen Kinderwagen zu schieben hat, dann ist diese Strecke lang genug. „Ich mache auch immer Pausen“, sagt Esther Contino lachend. „Sonst ist mir das zu anstrengend.“ Auch Schwimmen und Kegeln betreibt sie regelmäßig, aber der Wandertag macht ihr ganz besonderen Spaß, weil er halt nur einmal im Jahr ansteht. Diesen besonderen Stellenwert hat die Großveranstaltung auch für Steffen Reuber, der sportlich enorm aktiv ist. Fahrradfahren, Fußball, Schwimmen und Leichtathletik sind feste Bestandteile in seinem Wochen-Rhythmus.

    Darüber hinaus sucht der junge Mann aber auch immer neue Erfahrungen und Herausforderungen. So hat er an Karneval mit dem Solo-Funkenmariechen getanzt. Oder er hat an einer 23 Kilometer langen Abenteuer-Wanderung vom Calmont bis zum Kloster teilgenommen, wobei im Zelt übernachtet wurde.

    Der 26-Jährige hat eine große Leidenschaft: Er ist mit Leib und Seele Schalke-Fan. Woche für Woche fiebert er mit, ob seine Königsblauen in der Fußballbundesliga erfolgreich sind. Beim Wandertag sieht er sich nicht nur als Teilnehmer – und das schon seit neun Jahren –, sondern vor allem auch als engagierter Helfer, der viel Spaß dabei hat.

    Für Steffen Reuber ist der Wandertag erst beendet, wenn ein ganz besonderer Job erledigt ist: „Ich mache mich immer gern nützlich, wenn ich nach dem Wandern die ganzen Wegweiser wieder einsammele“, sagt er nicht ohne Stolz. „Dann springe ich immer aus dem Auto und hole die Schilder und dann wieder rauf auf den Wagen. Und dann bis zur nächsten Ecke und immer weiter.“

    Neben den Anstecknadeln gibt es beim Wandertag ein weiteres Souvenir: T-Shirts

    Für viele Wanderer ist dieser Tag ein Höhepunkt des Jahres – und das schon seit dem Jahr 1986: Das Kloster Ebernach in Cochem wird am Mittwoch, 24. Mai, wieder Start- und Zielpunkt des Wandertages sein, den der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) in Kooperation mit Special Olympics Rheinland-Pfalz für Menschen mit geistiger Behinderung ausrichtet. Rund 1300 Teilnehmer werden zur 31. Auflage erwartet. Seit Jahren ist dieses Großereignis optimal organisiert, weil sich der BSV und Special Olympics auf ihre Partner vor Ort verlassen können. Die Leitung des Klosters steht geschlossen hinter der Veranstaltung und die BSG Fortuna Ebernach kümmert sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern um alle wichtigen Details. In diesem Jahr stehen wieder vier Strecken zur Auswahl. Die Kürzeste, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, bleibt alljährlich gleich. Die Mittlere (circa 11 Kilometer) und die Lange (circa 14 Kilometer) werden in jedem Jahr neu festgelegt. Die vierte Strecke bietet für die ambitionierten Wanderer eine neue Herausforderung. Hier sind eine gute Kondition, absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit Voraussetzung. So ist auch für die vielen Teilnehmer, die Jahr für Jahr dabei sind, für Abwechslung gesorgt.

    Das Mittagessen auf der Strecke an einem zentralen Rastplatz in Ernst ist immer auch eine willkommene Gelegenheit zum Plausch mit Teilnehmern aus anderen Einrichtungen. Nach der Wanderung werden im Kloster Ebernach Kaffee und Kuchen angeboten. Das gesellige Beisammensein ist für viele Teilnehmer genauso wichtig wie die Wanderung selbst. Die teilnehmenden Wanderer freuen sich außerdem schon auf die Anstecknadel, die jeder Teilnehmer bekommt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es ein weiteres begehrtes Souvenir: T-Shirts, die günstig erworben werden können.

    Cochem Zell
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