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    Radweg Cochem/Klotten dicht: Wie sicher ist die Umleitung?

    Erst am Dienstag stürzte eine Radfahrerin aus den Niederlanden auf der Oberen Brühlstraße in Klotten – ohne Fremdeinwirkung, so die Polizei. Sie musste mit einer Kopfwunde ins Krankenhaus gebracht werden. Eigentlich hätte sie dort gar nicht entlangfahren müssen, doch der Moselradweg an der Bundesstraße 49 muss zurzeit wegen einer Baustelle umgeleitet werden. Aber wie sicher sind die Umleitungen? Die RZ hat sich umgehört.

    Radfahrer haben drei Möglichkeiten, die Baustelle zu passieren:

    1. „Die Fähre ist die beste und sicherste Möglichkeit“, sagt der Klottener Ortsbürgermeister Dieter Lürtzener. „Man kommt so mit dem Rad recht flach rüber nach Cochem.“ Und vom Drahtesel absteigen müssen die Pedalliebhaber nur für die Fährfahrt. Über einen bewaldeten Weg kann man auf der rechten Moselseite in Richtung Kreisstadt fahren und kommt über den Markweg am Bauhof und dem Kreisverkehr am Einkaufszentrum im Stadtteil Cond heraus. Über die neue Moselbrücke geht es – an der Polizeiinspektion vorbei – wieder auf den Moselradweg. In umgekehrter Richtung funktioniert die Fährverbindung für Radler selbstverständlich ebenso gut.

    „In Absprache mit der Gemeinde Klotten wurde die Fährverbindung verstärkt“, berichtet Michael Thelen vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz, der die Umleitungen für Radfahrer mitkonzipiert hat. Klottens Ortschef Lürtzener, der sich ebenfalls als „Fährjunge“ betätigt, führt dazu aus: „Wir haben die Mittagspause schon von zwei Stunden auf eine verkürzt. Und in der Stunde fahren wir oft auch noch mal. Wir lassen niemanden stehen.“ Noch bis Mitte Oktober verkehrt die Fähre täglich, „in der Vor- und Nachsaison fahren wir jetzt auch freitags und nicht nur samstags und sonntags“, so Lürtzener. Wobei die Nachsaison vom 16. bis 31. Oktober währt. In umgekehrter Richtung. Eine Fährfahrt kostet für einen Erwachsenen samt Rad 2 Euro (Kinder mit Fahrrad: 1,50 Euro).

    Viele fahren einfach, ohne nach rechts oder links zu gucken.

    Klottens Ortsbürgermeister Dieter Lürtzener sieht auch die Radfahrer in der Verantwortung, wenn es um die Sicherheit geht.

    2. Wer diesen Betrag nicht investieren möchte, kann zwischen Cochem und Klotten eine Paralleltrasse zum Moselradweg nutzen. Von Cochem aus gesehen, führt diese an der Baustellenampel hinüber auf die andere Seite der B 49 (Hangseite). Durch eine Bahnunterführung geht es auf einen Hochwasserweg, der zunächst am Fuß von Weinbergen verläuft. Später geht es recht steil hinauf in die Wingerte, und an der Kreisstraße 25, die Klotten mit Wirfus verbindet, kommen die Radler oberhalb des Moseldorfes heraus. Von diesem Punkt aus werden die Radfahrer über die beiden Abschnitte der Brühlstraße „relativ flach durch das Dorf“ wieder in Richtung Moselradweg geleitet, erläutert Klottens Ortschef Lürtzener. Er räumt auch ein: Die Variante hinter der Bahnstrecke entlang ist sozusagen die Bergstrecke für Radler, da sie doch „einen recht großen Höhenunterschied überwinden müssen“. Dem LBM wäre es zudem lieber gewesen, man hätte noch eine andere Strecke für die Umleitung wählen können. „Wir wollten die jetzt nötige Querung der B 49 in Ampelpausen ganz vermeiden“, hält Michael Thelen fest. Dann wären die Radfahrer zwischen Berghang und Bahntrasse weitergefahren und am ehemaligen Güterbahnhof und am Bahnhof wieder herausgekommen. Thelen: „Das ging jedoch nicht, weil es sich zum Teil um Privatgelände handelt.“

    3. „Bahnhof“ lautet auch das Stichwort für Umleitungsoption drei, die sich Radwanderern zwischen Cochem und Klotten bietet, nämlich vorübergehend auf die Bahn umzusatteln. Nachteil: Hier sind längere Wartezeiten möglich, für den Radtransport ist nur begrenzt Platz vorhanden, und eine einfache Fahrradkarte kostet 2,80 Euro. Gut ausgeschildert sind die Umleitungsvarianten an der Radwegssperrung, zum Beispiel an der Klottener Fähre oder an der „Spitz“ (Abzweig B 49/K 52). Allein: „Viele ignorieren die Schilder und fahren einfach in die Baustelle hinein“, konstatiert Ortschef Lürtzener. Mit der Sperrung, die auch auf der Webseite radwanderland.de angegeben ist, werden sich Zweiradfreunde noch eine Weile arrangieren müssen. Voraussichtlich noch bis Herbst 2019 saniert der LBM in mehreren Abschnitten den Radweg zwischen Cochem und Klotten. Oberstes Ziel: mehr Sicherheit.

    Von unserem Redakteur David Ditzer

    Wann die Fähre in Klotten übersetzt

    Noch bis zum Sonntag, 17. September, verkehrt die Klottener Fähre täglich von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr. Danach fährt sie bis zum 15.

    Oktober zu folgenden Zeiten: täglich von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. Ab dem 16. Oktober bis zum 31. lauten die Zeit wie folgt: freitags, samstags und sonntags von 10 bis 13 sowie von 14 bis 17 Uhr. Die Fähre fährt nur bei normalem Wasserstand der Mosel (bis 3,70 Meter).

    Cochem Zell
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