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    Ediger-Eller

    Protest gegen Urantransport: Floßtour von Trier nach Köln soll aufklären

    Die Zahl der Urantransporte entlang der Mosel hat nach Angaben von Umweltverbänden in den vergangenen Monaten weiter zugenommen.

    In Bullay spannten die Umweltaktivisten zwei Banner an die doppelstöckige Brücke, über die die Atomtransporte rattern. Foto: Dieter Junker
    In Bullay spannten die Umweltaktivisten zwei Banner an die doppelstöckige Brücke, über die die Atomtransporte rattern.
    Foto: Dieter Junker

    Wie die Gruppen Robin Wood und ContrAtom mitteilen, gibt es derzeit durchschnittlich zwei Uranerzkonzentrat- oder Uranhexafluorid-Transporte vom Hamburger Hafen oder der Urananreicherungsanlage Gronau aus auch durch den Kreis Cochem-Zell zur Uranfabrik im französischen Narbonne-Malvési. Mit einer Floßtour von Trier nach Köln wollen die Umweltgruppen unterstützt von lokalen Initiativen auf die Transporte aufmerksam machen und für den Atomausstieg werben.

    „Atommüll muss verhindert werden, bevor er entsteht. Ohne neuen Brennstoff können Atomkraftwerke nicht weiter laufen. Und Atomausstieg heißt für uns auch, dass Atomtransporte gestoppt werden“, so Irene Thesing. Die junge Kielerin von ContrAtom gehört zur Floßcrew, die derzeit auf der Mosel unterwegs ist. Auf dieser Tour, die am Donnerstag im Kreis Cochem-Zell angekommen ist, wollen die Umweltaktivisten die Menschen über die Transporte informieren und sie ermuntern, selbst für den Atomausstieg aktiv zu werden.

    „Wir wollen den Menschen sagen, was da vor ihrer Haustür abläuft und was sie dagegen unternehmen können“, sagte Irene Thesing in Ediger-Eller, der fünften Station der Floßtour, die das Motto „Mal richtig abschalten! Urantransporte stoppen!“ hat. „Viele Menschen wissen nichts von den Urantransporten und sind überrascht, wenn sie davon erfahren“, erzählt Thesing von ihren bisherigen Eindrücken bei der Tour.

    Die Route des Floßes ist nicht zufällig gewählt. „Die Tour verläuft parallel zur Bahnstrecke, über die Woche für Woche, auch am vergangenen Samstag, unbemerkt von der Öffentlichkeit gefährliche Urantransporte laufen“, erläutert die Umweltaktivistin gegenüber der RZ. Auf der 260 Kilometer langen Strecke bis Köln gibt es an den einzelnen Stationen immer wieder Aktionen und Infostände. Interessierte können dabei auch das Floß besichtigen und mit der Floßcrew Gespräche führen.

    In Bullay spannten die Umweltaktivisten zwei Banner mit der Aufschrift „Mal richtig abschalten. Atomkraft – nein Danke“ sowie einen großen Totenkopf mit dem Atomsymbol an die doppelstöckige Brücke. „Über diese Brücke rattern die Atomtransporte“, so ein Aktivist. In Cochem gab es eine gemeinsame Protestaktion mit den Friedensaktivisten, die derzeit am Fliegerhorst in Büchel demonstrieren, um so auf die Gefahren von Atomenergie und Atomwaffen hinzuweisen.

    Das Floß von Robin Wood und ContrAtom ist schon zu zahlreichen Umweltthemen über viele Flüsse in Deutschland gefahren, so von Berlin nach Kiel oder von Frankfurt/Main nach Düsseldorf. Die jetzige Tour endet am Sonntag, 25. Juni, in Köln.

    Weitere Infos gibt's unter www.flosstour.de. Dort gibt es auch ein Logbuch über die einzelnen Etappen. Ebenso gibt es auf Twitter einen Ticker: https://twitter.com/urantransport

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

    Cochem Zell
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