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    Mehr Gäste ans Maar! Studie soll helfen

    Besser ausschöpfen als bisher möchte die Stadt Ulmen künftig die Einnahmequelle Tourismus. Über ein stringentes Veranstaltungskonzept für Burg und Maar sowie über einen Skulpturenweg wäre dieses Ziel zu erreichen. Das jedenfalls finden 15 Studenten, die an der Universität Trier Freizeit- und Tourismusgeografie studieren. In einer Projektstudie mit dem Titel „Touristische Inwertsetzung Ulmens“ beschäftigten sie sich wissenschaftlich mit dem Reiseziel in der Eifel. Dem Stadtrat stellten sie jetzt einige Ergebnisse ihrer Forschung vor.

    Burgruine und Maar sind touristische Zugpferde, die Ulmen noch besser nutzen könnte und sollte, finden Studenten der Universität Trier.
    Burgruine und Maar sind touristische Zugpferde, die Ulmen noch besser nutzen könnte und sollte, finden Studenten der Universität Trier.
    Foto: Susanne Retzlaff

    Ulmen - Besser ausschöpfen als bisher möchte die Stadt Ulmen künftig die Einnahmequelle Tourismus. Über ein stringentes Veranstaltungskonzept für Burg und Maar sowie über einen Skulpturenweg wäre dieses Ziel zu erreichen. Das jedenfalls finden 15 Studenten, die an der Universität Trier Freizeit- und Tourismusgeografie studieren. In einer Projektstudie mit dem Titel „Touristische Inwertsetzung Ulmens“ beschäftigten sie sich wissenschaftlich mit dem Reiseziel in der Eifel. Dem Stadtrat stellten sie jetzt einige Ergebnisse ihrer Forschung vor.

    Über den Etat für dieses Jahr diskutierten die Mitglieder des Ulmener Stadtrats rege, ehe sie ihn einstimmig verabschiedeten. Kein Wunder, denn die Haushaltslage ist mehr als angespannt. Allein an Liquiditätskrediten drückt ein Betrag von 2,5 Millionen Euro die Stimmung des Stadtbürgermeisters Günther Wagner und des Verbandsgemeindechefs Alfred Steimers schwer. Über Einnahmen aus dem Tourismus ließe sich die Situation durchaus verbessern, finden beide. Schließlich spült der schon jetzt rund 40 Millionen Euro pro Jahr in die Verbandsgemeinde, wovon der Löwenanteil in die Bad Bertricher Kliniken fließe.

    Da es jedoch bisher kein einheitliches touristisches Konzept gab, liegt hier für die Stadt am Maar noch einiges im Argen. Das sollte sich ändern, auf möglichst kostengünstige Art. Also befassten sich nicht Mitarbeiter einer Marketingagentur, sondern 15 Studenten mit der „touristischen Inwertsetzung“ der Eifelstadt. Den Kontakt hatte Verena Bock, Leiterin des Tourismusamtes, hergestellt und die Arbeit mit Gesa Boks (Uni Trier) geleitet.

    Bei der Präsentation der ersten Resultate vor vielen Zuhörern forderten die Studenten die Ulmener dazu auf, weitere Ideen einzubringen, um die Stadt touristisch attraktiver zu machen. Die Verbesserungsvorschläge der Studenten konzentrierten sich auf Burg, Maar und Jungferweiher:

    Die Burgruine könnte über das ganze Jahr Schauplatz verschiedener Ereignisse werden. Voraussetzung wäre eine möglichst filigrane, vielleicht flexible Voll- oder Teilüberdachung. Der Frühling stünde nach den Vorstellungen der Studenten mit Ritterspielen und Markttreiben ganz im Zeichen des Mittelalters. „Lichterzauber und Gaumenschmaus“ im Sommer würden durch weitere Kulturangebote ergänzt (Konzerte, Kino, Lesungen). Im Herbst lockten Hexen und Halloween nicht nur Freunde des gepflegten Grusels ans knisternde Lagerfeuer, an dem Schauergeschichten erzählt werden könnten. Der Winterzauber mit Vorträgen und Puppenspielen sollte dem Weihnachtsmarkt keine Konkurrenz machen.

    Ein Skulpturenweg rund um Jungferweiher und Maar wäre aus Sicht der jungen Tourismusforscher „ein Traum“. Ansätze in Form einiger Pfade sind bereits vorhanden. Doch die Autobahn liegt zwischen den Gewässern, und ein seit der Römerzeit bekannter Verbindungsstollen ist seit einiger Zeit zum Teil zugeschüttet. Vielleicht, so die Studenten, wäre es möglich, den Stollen für einen solchen Skulpturenweg wiederzueröffnen. Ruhezonen mit noch zu gestaltenden „Ulmener Waldsofas“, Illuminationen und Installationen regionaler Künstler könnten die Wahrnehmung und den Blick auf Umgebungsreize lenken. So etwas gebe es bisher in der gesamten Vulkaneifel nicht und durch den Stollen zwischen Weiher und Maar gewönne der Weg an Attraktivität, so die Studenten. Aber auch eine Lösung ohne Stollen sei denkbar. Ebenso wünschenswert wie aufwendig sei die Einbeziehung des alten Pumpenhauses. Ob man es als Café oder Ausstellungsraum nutze, auf jeden Fall bedürfe das charmante Gebäude einer gründlichen Renovierung. Natürlich gelte es, Förder- und Marketingmöglichkeiten intensiver zu nutzen, wiesen die Studenten auch auf die Mitgliedschaft im Geopark Vulkaneifel hin.

    VG-Bürgermeister Steimers sagte zum Abschluss der Ratssitzung, Sparen allein generiere keine Einnahmen, die Zukunft liege im Tourismus. Mit der Uni Trier werde man am vorgestellten Konzept weiterarbeiten. Konkrete Ausgaben im Zusammenhang damit seien für dieses Jahr unwahrscheinlich, aber gezielte Investitionen künftig sicher noch möglich. Susanne Retzlaff

    Cochem Zell
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