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Pünderich

LED-Umrüstung: Strahlen Leuchten am Ende zu hell?

Mit deutlicher Mehrheit hat der Gemeinderat von Pünderich in seiner jüngsten Sitzung im Gemeindehaus beschlossen, 83 Leuchten in Straßenlaternen auf LED-Technik umrüsten zu lassen. Was die Umrüstungskosten angeht, profitiert die Gemeinde von üppigen Zuschüssen. Und die Umrüstung hat zur Folge, dass die Moselgemeinde jährlich 5100 Euro Betriebskosten spart. Aus den Reihen der Ratsmitglieder wurde jedoch auch Kritik laut. Einzelne befürchten, Einwohnern könnten die neuen Leuchten zu hell strahlen.

Symbolfoto.
Symbolfoto.
Foto: picture alliance / dpa

Die Umrüstung der 83 Leuchten an Haupt- und Gartenstraße kostet gut 34.000 Euro. Wobei nur die Elektroblöcke in den Laternen getauscht werden. Zieht man einen Zuschuss des Energieversorgers Innogy (rund 14.800 Euro) ab, bleiben Umrüstungskosten von rund 19.300 Euro übrig. Rund 17.200 Euro davon werden voraussichtlich aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0 des Bundes kommen. Bleibt ein Gemeindeanteil von rund 2100 Euro.

Schon im Mai 2016 hatte der Pündericher Gemeinderat im Grundsatz beschlossen, dass die zur Verfügung stehenden Fördermittel in voller Höhe ausgeschöpft werden sollen. Einzelheiten der Umrüstung ließen zumindest einige Ratsmitglieder nicht 100-prozentig zufrieden zurück. Das schlug sich in immerhin drei Gegenstimmen und einer Enthaltung nieder.

Die partielle Unzufriedenheit bezieht sich auf die Leuchtkraft der neuen Lampen. Ratsmitglied Christian Simon sagte dazu: „Ich habe aus der Bevölkerung schon beide Stimmen gehört. Solche, die gesagt haben, ihnen ist das weiße Licht zu grell, und solche, die finden es besser als vorher. Mir gefällt rötliches Licht besser.“ Simon hätte sich gewünscht, man hätte die Bedenken aus dem Rat früher ernst genommen. Auch Götz Burger hielt die Kommunikation in Sachen LED-Umrüstung für „verbesserungswürdig“. Er fügte aber hinzu: „Aufgrund der Alternativlosigkeit habe ich meinen Frieden mit den Lampen gemacht.“

Was er damit meinte, verdeutlichte auch Karl Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell: „Wir bewegen uns innerhalb eines Vertrages mit Innogy.“ Der Energieversorger habe ein Portfolio an Lampen, innerhalb dessen könne man sich bewegen. Da bringe es nichts, darauf zu verweisen, dass andere Hersteller Lampen von niedrigerer Leuchtkraft anböten. Ortsbürgermeister Hans-Werner Junk war hörbar verärgert ob der Kritik. Innogy habe zugesagt, die Leuchten mit der geringsten Strahlungskraft zu installieren (3000 Kelvin, warmweiß). Daran halte das Unternehmen sich. Wie hell das Licht sei, habe man sich lange genug an einer Testlaterne im Dorf anschauen können.

David Ditzer

Cochem Zell
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