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Cochem/Klotten

LBM optimiert Langzeitbaustelle auf der B 49

Die Großbaustelle zwischen Cochem und Klotten nervt nicht nur Autofahrer, häufig gefährden sich auch Radfahrer, weil sie die vorgegebene Umleitung ignorieren. Zumindest eine Entlastung für den Verkehr ab Februar 2018 und eine kürzere Bauzeit will der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz nun durch eine Optimierung der Abläufe erreichen. Die Auswirkungen dieser Planänderung sind schon länger zu sehen – die gesamte Strecke zwischen Cochem und Klotten ist nun eine Baustelle.

Dieser Schilderwald auf der Klottener Seite der Baustelle sollte für Radfahrer eigentlich abschreckend genug sein, doch immer wieder kommt es auf der Strecke zu gefährlichen Situationen, wenn Radfahrer die normale Fahrspur nutzen.
Dieser Schilderwald auf der Klottener Seite der Baustelle sollte für Radfahrer eigentlich abschreckend genug sein, doch immer wieder kommt es auf der Strecke zu gefährlichen Situationen, wenn Radfahrer die normale Fahrspur nutzen.
Foto: Kevin Rühle

Für Autofahrer bleibt aufgrund der Baustelle derzeit auf zwei Spuren nur wenig Platz. Tummeln sich dann noch Radfahrer auf der Strecke, kann es gefährlich werden. Denn aktuell ist die Verkehrsführung auf der Bundesstraße nicht so übersichtlich wie ursprünglich geplant. So kam es in den vergangenen Wochen vor, dass auf der Strecke die Verkehrsführung auf eine Spur reduziert wurde, ohne dass eine Ampel regelte, wer denn nun zuerst fahren darf. Eine mehr als schwierige Situation.

Ursprünglich sollte die Dauerbaustelle in Abschnitten von jeweils etwa 400 Metern abgewickelt werden. Der Vorteil: Die Wartezeiten für Autofahrer an der Ampel sind vertretbar, die Baustelle überschaubar. Doch nun haben die Ingenieure nach der Anfrage eines Bauunternehmers entschieden, die Abläufe zu verändern. Damit die bestehende Straße bei der Verbreiterung nicht abrutscht, werden Hunderte Stahlträger etwa acht Meter tief in den Boden getrieben.

Dieser Arbeitsschritt soll nun nicht in Abschnitten, sondern auf der gesamten Strecke zwischen Cochem und Klotten durchgehend durchgeführt werden. „So wollen wir Leerlauf vermeiden“, erklärt Bernd Cornely, Leiter des LBM in Cochem. Die benötigte Spezialmaschine ist jetzt dauerhaft im Einsatz, insgesamt sollen dadurch die Verbreiterung der B 49 und der neue Radweg schneller fertiggestellt werden. Bereits Ende Januar sollen die Stahlträger in der Erde stecken, dann wird sich die Situation an der Moselstrecke wahrscheinlich entspannen.

Aus dem bisher in Bauabschnitte eingeteilten Projekt wird im Jahr 2018 eine Wanderbaustelle. Die Bauarbeiter müssen also nur noch den Streckenabschnitt sperren, an dem gerade gearbeitet wird. Zudem will der LBM dann auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der zweispurigen Strecke wieder von 50 auf 70 Kilometer pro Stunde erhöhen. Dazu sind allerdings Reparaturarbeiten nötig, denn die bergseitige Strecke ist jetzt in einem sehr schlechten Zustand. Vor allem eine vorhandene Pflasterrinne nahe der Bahnmauer, die bereits mit Asphalt abgedeckt wurde, und unzählige Schlaglöcher hemmen den Verkehr, das soll bald behoben werden. Für Radfahrer verändert sich die Situation nicht. Diese sind weiter aufgefordert, die ausgeschriebene Umleitung zu nutzen, eine Paralleltrasse zum Mosel-Radweg. Diese ist allerdings Richtung Klotten an einigen Stellen recht steil, daher wohl unbeliebt. Da bis April die Klottener Fähre Winterpause einlegt, sind die Alternativen begrenzt.

Von unserem Redakteur Kevin Rühle

Verbreiterung soll Radfahrern Sicherheit bringen

Seit Mai 2017 laufen die Arbeiten an der Bundesstraße (B) 49 zwischen Cochem und Klotten. Geplant war ursprünglich, den vorhandenen Radweg innerhalb von zweieinhalb Jahren deutlich zu verbreitern und so Radfahrern mehr Sicherheit bieten zu können. Da der Radweg entlang einer Bundesstraße verläuft, kommt der Bund auch für die Kosten auf.

Und diese sind erheblich. 8,3 Millionen Euro soll der Ausbau insgesamt kosten, mehr als 5 Millionen Euro sind dem Radweg zuzurechnen. Weil die Strecke die benötigte Breite für Fahrspuren und Radweg nicht bietet, baut der LBM einen Überhang, der oberhalb des Moselufers verläuft. Derzeit wird ein neuer Zeitplan für die Bauarbeiten erstellt. Da die nötigen Stahlträger nun in einem Rutsch in den Boden getrieben werden, erwartet der LBM eine kürzere Bauzeit. ker

Cochem Zell
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