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Cochem-Zell

Kreis bleibt erste Adresse im Tourismus: Diese Orte schneiden besonders gut ab

Dieter Junker

Nach Jahren des Anstiegs der Gäste- und Übernachtungszahlen konnte der Kreis Cochem-Zell im vergangenen Jahr an die hohen Werte von 2016 nicht ganz anknüpfen. Dennoch ist der Kreis weiterhin eine erste Adresse im Land, was den Tourismus angeht. Nur der Kreis Bernkastel-Wittlich weist unter den Landkreisen in Rheinland-Pfalz noch bessere Zahlen auf. Im vergangenen Jahr kamen 715.104 Gäste in den Kreis, das sind 0,3 Prozent mehr als 2016. Bei den Übernachtungszahlen gab es ein leichtes Minus von 1,6 Prozent. Hier wurden im vergangenen Jahr 2.525.610 Übernachtungen gezählt. Darüber hinaus ist Cochem-Zell der Kreis im Land, der die meisten ausländischen Gäste in Rheinland-Pfalz aufweist, die immerhin 33 Prozent der Übernachtungen und Gäste ausmachten im vergangenen Jahr.

Die Moselgemeinde Bruttig-Fankel legte im vergangenen Jahr bei den Gästezahlen ein deutliches Plus von 12,9 Prozent hin. Insgesamt kamen 20.780 Gäste in die Doppelgemeinde.
Die Moselgemeinde Bruttig-Fankel legte im vergangenen Jahr bei den Gästezahlen ein deutliches Plus von 12,9 Prozent hin. Insgesamt kamen 20.780 Gäste in die Doppelgemeinde.
Foto: Christoph Bröder

1 Wie verteilen sich die Übernachtungen und Gäste im Kreis? Absoluter Spitzenreiter ist weiterhin die Stadt Cochem, die auch 2017 gegenüber dem Vorjahr noch einmal zulegen konnte. Hier wurden im vergangenen Jahr 188.816 Gäste (+ 2,3 Prozent) und 448.290 Übernachtungen (+ 1 Prozent) gezählt. Unter den Verbandsgemeinden steht Cochem ebenfalls ganz vorne, auch wenn hier die Übernachtungszahlen leicht rückläufig waren. 70 Prozent aller Übernachtungen im Kreis erfolgten in der VG Cochem. Den Spitzenwert bei den Übernachtungen belegt allerdings – wie schon im vergangenen Jahr – die Gemeinde Ediger-Eller. Hier macht sich das Golfresort deutlich bemerkbar.

2 Wo gab es die höchsten Zuwächse? Die höchsten Zuwächse verzeichneten im vergangenen Jahr mehrere Gemeinden an der Mittelmosel, aber auch in der Eifel. So gab es in der Stadt Ulmen bei den Gästezahlen ein Plus von satten 22,6 Prozent, bei den Übernachtungen sogar ein Plus von 29,4 Prozent. Bei den absoluten Zahlen liegt die Eifel allerdings deutlich hinter der Mosel. In Ulmen wurden 2017 beispielsweise 14.107 Übernachtungen gezählt. An der Mittelmosel gab es deutliche Steigerungsraten in Ellenz-Poltersdorf, in Ernst und vor allem in Bruttig-Fankel. Auch Klotten verzeichnete mit einem Plus von 15,8 Prozent bei den Gästezahlen einen deutlichen Zugewinn.

Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.
Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.
Foto: RZ

3 Wo gab es die höchsten Rückgänge? Einige Gemeinden an der Mosel verzeichneten im vergangenen Jahr durchaus auch deutliche Rückgänge. So wurden in Moselkern fast 14 Prozent weniger Übernachtungen gezählt, in Alf betrug der Rückgang bei den Übernachtungen 25,5 Prozent. Aber auch der Hunsrück wies sinkende Zahlen auf. In Blankenrath gab es bei den Übernachtungen ein Minus von 25,5 Prozent, in Liesenich ein Minus von 20,3 Prozent. Allerdings blieben in diesen beiden Dörfern die Gästezahlen konstant, was auf eine kürzere Verweildauer hinweist. Auch Spitzenreiter Ediger-Eller verzeichnete im vergangenen Jahr ein Minus bei den Übernachtungen von 8,4 Prozent.

4 Wie sieht der allgemeine Trend aus? In den Tourismusregionen Eifel und Hunsrück gab es im vergangenen Jahr vor allem bei den ausländischen Gästen Zuwächse. Auf Verbandsgemeindeebene verzeichnen alle VG's im Kreis bei den Übernachtungen Rückgänge, nur die VG Ulmen und die VG Cochem weisen ein leichtes Plus bei den Gästezahlen auf. In Rheinland-Pfalz zählte man im vergangenen Jahr ein Plus von zwei Prozent bei den Gästezahlen und ein Plus von 1,1 Prozent bei den Übernachtungen.

5 Wie bewerten die Touristiker die Entwicklung? „Das vergangene Jahr war sehr gut“, sagt Harald Bacher, der Leiter der Touristinformation Ferienland Cochem. Es sei nicht leicht, auf diesem hohen Niveau weiterhin so gute Ergebnisse zu bekommen, bekennt er. Aber diese Zahlen würden für das gute und interessante Tourismusangebot in der Region sprechen. „Wir versuchen, auch immer wieder neue Highlights zu entwickeln, um Gäste für die Region zu begeistern“, betont er und verweist beispielhaft auf den neuen Premium-Wanderweg „Cochemer Ritterrunde“, der auch bei den Wandertouristen gut angenommen worden sei. Gleichzeitig versuche man aber auch, über Marketing und Werbeaktionen in vielen Regionen im In- und Ausland auf das Reiseziel Mosel hinzuweisen. „Das gelingt uns, der Bekanntheitsgrad unserer Destination ist hoch“, ist Bacher überzeugt.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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