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    Cochem-Zell

    Jägerin Helena freut sich auch ihre erste Saison

    Erst kürzlich hat die 17-jährige Helena von Landenberg die Jägerprüfung erfolgreich abgelegt. Schon als Kind ist sie sehr naturverbunden gewesen und hat gerne im Wald gespielt, erklärt Helena. Zudem ist sie sozusagen erblich vorbelastet, denn beide Großeltern sind passionierte Jäger gewesen. Dass die Großmutter in den 50er-Jahren die Jagdprüfung ablegte, war damals schon mehr als außergewöhnlich.

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

    Jagen war im Hause von Landenberg also immer schon ein Thema. Als sich dann aber auch in Helenas Freundeskreis einige junge Leute dazu entschlossen, sich für die Jagdprüfung anzumelden, war für Helena schnell klar, dass sie auch dabei sein wollte. "Die Vorbereitung zur Prüfung war schon hart", erklärt die Elftklässlerin des Cochemer Gymnasiums und präsentiert einen großen Stapel an Unterlagen, die von ihr durchgearbeitet werden mussten. Ihre Jagdausbildung absolvierte Helena bei Gerd Tapken, Berufsjäger aus Lutzerath. Anfangs ging es einmal pro Woche zum Schießstand nach Mayen und einmal zu einem Kurs. Aber das wurde schnell mehr, und Helenas Terminkalender war nach kurzer Zeit prall gefüllt. Da Helena noch nicht volljährig ist, hat sie vorerst einen Jugendjagdschein. Das heißt, dass sie erst eine Waffe führen und alleine zur Jagd gehen darf, wenn sie 18 Jahre alt sein wird. Ein Tier hat Helena bisher noch nicht erlegt. Vor diesem Moment hat sie zwar ein wenig Respekt, aber sie freut sich auch darauf. "Ich denke im Mai, wenn die Jagdsaison wieder losgeht, werde ich auch schießen."

    Erlegtes Wild aus der Decke zu schlagen und zu zerwirken (sprich Fell abziehen und zerlegen), gehört allerdings zur Prüfungsvorbereitung und hat der jungen Frau nichts ausgemacht. Mit Vorurteilen von älteren Jägern hat Helena nicht zu kämpfen. "Viele ältere Menschen sind zwar verwundert, dass wir schon jetzt die Jagdprüfung ablegen wollen, aber sie trauen uns schon zu, dass wir das können", meint die 17-Jährige.

    Mit Fachwissen und Können hat auch die 25-jährige Marina Lehnen aus Beuren etwaige Vorurteile schnell aus dem Weg geräumt. Die gelernte Forstwirtin hat vor drei Jahren die Jagdprüfung abgelegt und mit dem Vorurteil, dass Frauen nicht so gut schießen können wie Männer, schnell aufgeräumt, indem sie als Zweitbeste die Schießprüfung bestand. Durch ihre Aktivität als Treiberin - Lehnen ist seit ihrem 15. Lebensjahr bei Treibjagden dabei - sind auch Arbeiten wie totes Wild aufbrechen, Fell abziehen und Zerwirken kein Neuland für sie. Auch Lehnen hat sich zusammen mit Wildmeister Gerd Tapken auf die Jagdprüfung vorbereitet. Sie rät allen Interessierten, sich für diese Methode zu entscheiden: "Man lernt doch viel intensiver. Außerdem ist die Durchfallquote deutlich geringer als bei Prüflingen, die sich für den Crashkurs entscheiden." Naturverbundenheit, der grüne Beruf und die Tatsache, dass auch ihr Vater zur Jagd geht, waren für die junge Frau ausschlaggebende Faktoren. Bereut haben es beide Frauen bisher nicht. Im Gegenteil. "Es kostet zwar viel Disziplin den ganzen Stoff zu lernen, und ist ja auch nicht gerade billig, aber es hat sich gelohnt und macht ja auch viel Spaß", sagt Helena von Landenberg zufrieden.

    Interview: Immer mehr junge Menschen wollen jagen
    Cochem Zell
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