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Kail

Heartbeat hat den Rhythmus im Blut: Neue Band meistert Auftritt in Kail

Andre Ohm ist Bassist aus Leidenschaft. Doch er ist kein Musiker wie alle anderen. Der 32-Jährige ist Mitglied der Band Heartbeat, einer Musikgruppe der Kreismusikschule für beeinträchtigte Menschen. Neben Ohm gehören Carsten Franken (Schlagzeug), Katrin Trumpler (Keyboard), Markus Glas (Cajon), Rudolf und Stefan Panzer (beide Congas), Yannik Lauxen (Trommel) und Martina Selke (Gesang) zu dem Ensemble. Die Gruppe hatte jetzt ihren ersten Auftritt, im Kultur-Transistor in Kail, der sehr gut ankam.

Musik verbindet und macht Spaß: Das war der Band Heartbeat bei ihrem ersten Auftritt vor größerem Publikum anzumerken.
Musik verbindet und macht Spaß: Das war der Band Heartbeat bei ihrem ersten Auftritt vor größerem Publikum anzumerken.
Foto: Philipp Wirtz

Für Ohm war es das erste Konzert vor großem Publikum. „Die Banderfahrung ist für mich komplett neu. Ich bin zwar schon seit Längerem als DJ im Internetradio tätig und lege auch hin und wieder bei privaten Feiern von Freunden auf, aber in einer Band habe ich bisher noch nicht gespielt“, erklärte der Bassist. Er bezeichnet sich selbst als Quereinsteiger, der vor etwa einem halben Jahr in der Band mit dem Bassspielen begonnen hat. „Als ich gefragt wurde, ob ich mitmachen will, habe ich sofort zugesagt“, sagte 32-Jährige erfreut.

Die Gruppe selbst besteht mittlerweile seit gut zwei Jahren. „Am Anfang waren es nur fünf Musiker, aber dann entwickelte sich die Gruppe sehr schnell. „Innerhalb von nur drei Monaten fand sich die Band im Wesentlichen in der Konstellation zusammen, in der sie auch heute noch spielt“, erläutert der Leiter der Kreismusikschule, Günter Seliger. Die musikalische Leitung der Gruppe hat der Musiklehrer und Instrumentalpädagoge Thomas Sieb inne. „Wir haben vor zwei Jahren bei Null angefangen. In der ersten Zeit haben wir dann zunächst einmal ausprobiert, zu wem welches Instrument passt“, so Sieb. „Die Auswahl wurde in dieser Gruppe sehr stark an den Talenten der einzelnen Bandmitglieder festgemacht.“ Talent sei besonders wichtig, da die Gruppe im Prinzip alles nach Gehör spielt. Sieb: „Wir orientieren uns zwar auch ein wenig an einzelnen Noten, im Wesentlichen erfolgt der Lernprozess aber durch das Vorspielen einzelner Tonfolgen.“

Mittlerweile probt die Gruppe einmal wöchentlich in Cochem. Zu ihrem Repertoire gehören vor allem Coverstücke aus dem Bereich Pop. „Wir versuchen die Stücke so gut es geht nachzuspielen. Aber wir interpretieren auch selbst“, betont der Instrumentalpädagoge. An sehr komplexen Stellen müsse der Schwierigkeitsgrad allerdings oftmals an die Fähigkeiten der Musiker angepasst werden.

Die Betreuer Jennifer Tonn (pädagogische Fachkraft St. Raphael Cochem-Brauheck) und Kai Kockoth (ehrenamtlicher Helfer) übernehmen nicht nur den Transport zu den Proberäumen der Kreismusikschule in Cochem, sondern unterstützen die Band auch beim Musizieren.

Ebenfalls in Kail auf der Bühne stand die Gruppe „Die Taktlosen“ aus der Tagesförderstätte der Lebenshilfe Rhein-Hunsrück in Kastellaun. Die Verbindung zu der Gruppe, die sich ebenfalls aus beeinträchtigten Menschen zusammensetzt, kam über Thomas Sieb zustande, der dort lange Zeit Bass gespielt hatte. „Wir sind eine reine Instrumentalband und alle Stücke sind selbst geschrieben“, erklärt der Leiter der Gruppe Walter Henrich stolz.

Philipp Wirtz

Cochem Zell
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