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    Hängepartie um die Hängeseilbrücke

    Der Hunsrück ist zwar kein Hochgebirge, aber atemberaubende Aussichten verspricht ein Projekt, das die drei Mörsdorfer Marcus Kirchhoff, Ingo Börsch und Hans-Peter Platten seit einiger Zeit verfolgen: eine 360 Meter lange Hängeseilbrücke zwischen ihrem Heimatdorf und Sosberg. Jetzt liegen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor.

    Das Abenteuer aus den Schweizer Bergen soll bald auch im Hunsrück möglich sein.
    Das Abenteuer aus den Schweizer Bergen soll bald auch im Hunsrück möglich sein.
    Foto: Hanspeter Bolliger/Pixeli

    Mörsdorf - Der Hunsrück ist zwar kein Hochgebirge, aber atemberaubende Aussichten verspricht ein Projekt, das die drei Mörsdorfer Marcus Kirchhoff, Ingo Börsch und Hans-Peter Platten seit einiger Zeit verfolgen: eine 360 Meter lange Hängeseilbrücke zwischen ihrem Heimatdorf und Sosberg. Jetzt liegen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor.

    Im Auftrag der Gemeinde Mörsdorf hat das Büro Stadt-Land-plus in Boppard-Buchholz planerische und artenschutzrechtliche Bedingungen untersucht, wirtschaftliche und touristische Wirkung geprüft. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Wörtlich heißt es in der Studie: „Fachlich ist die Brücke realisierbar.“ Jährlich wären bis zu 170.000 touristische Tagesgäste und bis zu 11.000 Naherholungsgäste zu erwarten. 30 Prozent der Gäste würden wegen der Brücke ihre Aufenthaltsdauer in der Region um einen Tag verlängern oder ein weiteres mal anreisen. Die Region würde durch 50.000 zusätzliche Übernachtungen profitieren, was für die Beherbergungsbetriebe ein Umsatzpotenzial von zwei Millionen Euro bedeuten würde.

    Planerische und artenschutzrechtliche Bedenken gibt es laut Stadt-Land-plus keine. Der Eingriff in die Landschaft ist relativ gering. Das hat bereits ein versierter Ingenieur bestätigt: Hans Pfaffen, in den Schweizer Bergen beheimatet, hat schon 200 Hängeseilbrücken gebaut – vornehmlich im Himalaja. Im vergangenen Jahr besuchte Pfaffen die Hunsrücker „Brückenträumer“ und besichtigte das Gelände. „Das Raffinierte ist die Einfachheit“, lautet sein Motto. Die Brücke würde als hölzerner Laufsteg „unversteift“, also leicht schwingend, das Tal zwischen Mörsdorf und Sosberg überqueren, seitlich abgesichert mit Maschendraht und höher liegenden Tragseilen als Handlauf.

    Knackpunkt sind die Kosten in Höhe von 650.000 Euro. Laut Machbarkeitsstudie ist eine Mischfinanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln erforderlich. Ingo Börsch, einer der drei Initiatoren, sagt: „Wir tun uns allerdings zurzeit schwer, um Unterstützung zu bekommen.“ Für die Gemeinde allein ist das Projekt zu groß. Der Kreis hält sich noch zurück, weil unklar ist, ob und wie lange Mörsdorf noch zu Cochem-Zell gehören wird. Nicht nur, aber auch wegen der Kommunalreform gerät die Hängeseilbrücke zur Hängepartie. Ingo Börsch sagt denn auch: „Viele in der Region warten darauf, dass etwas passiert, aber wir wissen im Moment nicht genau, wie wir weitermachen sollen.“

    Laut Studie wäre die Hängeseilbrücke nicht nur regional von großer Bedeutung, sondern ein wesentlicher Beitrag zur rheinland-pfälzischen Tourismusstrategie 2015. Außerdem könnte sie an den Saar-Hunsrück-Steig angebunden werden, der ab Sommer 2013 von der Mosel über den Hunsrück bis an den Rhein führen soll.

    Ingo Börsch verspricht: „Wir würden dafür sorgen, dass es die längste Hängeseilbrücke Europas wird.“

    Von unserer Redakteurin Birgit Pielen

    Infos zum Projekt unter www.haengeseilbruecke.de

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