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    Gesunde Bioprodukte aus Alflen: Warum der Litzbachhof auf Holunder setzt

    Was für den Moselwinzer die Trauben, sind für Familie Theobald die dunklen Beeren von Holunder und Aronia. Jüngst wurde in Alflen die Ernte der gesunden Früchte eingefahren.

    Jede Menge Holunderbeeren hatten Erwin Theobald und Stefanie Peifer vom LItzbachhof Alflen in diesem Jahr zu ernten.
    Jede Menge Holunderbeeren hatten Erwin Theobald und Stefanie Peifer vom LItzbachhof Alflen in diesem Jahr zu ernten.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz

    Gemächlich plätschert ein kleiner Bach vorbei am Hof der Familie Theobald. Dem fließenden Gewässer hat der Litzbachhof in der Brunnenstraße in Alflen seinen Namen zu verdanken. Früher betrieb Seniorchef Erwin Theobald hier Viehwirtschaft. Da sich eine wirtschaftlich notwendige Erweiterung des Stalls mitten im Ort aber als schwierig gestaltete, sattelte der Landwirt um. Heute setzen er sowie die Töchter Stefanie Peifer (30) und Martina Theobald (27) auf biologischen Obstanbau.

    Gesunder Saft heißt das neue Zauberwort auf dem Litzbachhof. Auf rund 20 Hektar Ackerland wächst schwarzer Holunder, auf zwei Hektar werden Aroniabeeren angebaut. Außerdem gibt es eine Apfelplantage mit 20 verschiedenen Mostsorten sowie einigen Tafeläpfeln. Natürlich alles rein biologisch. Die Ernte wurde gerade eingefahren. Jetzt steht die Vermarktung der Früchte an.

    Bisher wurden Äpfel und Beeren hauptsächlich „versaftet“. Und zwar über die Biologische Anbaugemeinschaft Mittelrhein, zu der der Litzbachhof als einer von zehn Anbaubetrieben gehört und deren Geschäftsführerin Stefanie Peifer ist. Der Vertrieb von Obstsäften soll weiter im Fokus stehen. Schließlich ist das Modegetränk Hugo, eine Mischung aus Sekt und Holunderblütensirup, noch immer gefragt.

    Neben reinen Obstsäften sowie Mischungen wie Apfel-Holunder soll das Angebot zukünftig auch auf Gelees und Marmeladen erweitert werden. „Die dunklen Beeren von Holunder und Aronia sind sehr gesund. Antioxidantien, die die Früchte enthalten, sind gut fürs Immunsystem“, sagt Stefanie Peifer.

    Deshalb sollen die gesunden Früchte auf neuen Wegen zum Kunden finden. Eigentlich haben Martina Theobald und Stefanie Peifer kaufmännische Berufe erlernt. „Aber wir haben schon als Kinder bei der Obsternte mitgeholfen“, sagen sie. Deshalb sind beide in der Materie fest verwurzelt. Stefanie, die Mutter von drei Töchtern ist, hat neben ihrem Beruf eine zweite Ausbildung als Landwirtin in der Tasche. Vor der neuen Herausforderung haben die beiden Schwestern keine Angst. „Wir wollen unsere Produkte vorerst im Internet sowie auf saisonalen Märkten anbieten“, sagt Martina Theobald. Die nächste Veranstaltung wird „Wild auf Burg Pyrmont“ am Sonntag, 15. Oktober, sein. Zu Wildgerichten passen die Gelees vom Litzbachhof natürlich hervorragend. Auch Säfte, ob in Flaschen oder als „Bag in Box“, werden dort angeboten. Es gibt Holunder-, Aronia- und Apfelsaft. Auf Sauerkirschen muss dieses Jahr leider verzichtet werden. Die Ernte ging komplett daneben. „Frost im Frühjahr und Hagel im Sommer haben auch für Einbußen bei der Apfelernte gesorgt, aber das tut der Hochwertigkeit der Produkte keinen Abbruch“, sagt Peifer.

    Großen Wert legen Theobald und Peifer darauf, dass das Obst natürlich und ungespritzt ist. Der Faktor „Bio“ verleiht den Säften und Gelees den besonderen Charakter. „Es ist uns wichtig, dass kein chemischer Pflanzenschutz oder Kunstdünger verwendet wird“, sagen beide. Das Obst soll seinen natürlichen Geschmack behalten und unbedenklich verzehrt werden können.

    Gerade für die kommende Erkältungszeit ist es wichtig, gewappnet zu sein. Im Kampf gegen Erkältungskrankheiten haben Martina Theobald und Stefanie Peifer sogar noch einen Geheimtipp parat: „Eine Tasse warmer Holundersaft – am besten mit Honig gesüßt – hilft und ist gut für die Abwehrkräfte.“

    Nähere Infos gibt es im Internet: www.litzbachhof.de

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

    "Beerenstark": Schwesternduo beteiligt sich an "Wild auf Burg Pyrmont"

    Unter dem Titel „Wild auf Burg Pyrmont“ wird sich am Sonntag, 15. Oktober, innerhalb der Burgmauern alles ums Thema Wild drehen. Zu den regionalen Ausstellern, die dort Produkte zum Kauf anbieten, gehören auch Stefanie Peifer und Martina Theobald.

    Weil Wild prägend für die Region und in vielen Gastronomiebetrieben im Schieferland Kaisersesch auf der Speisekarte zu finden ist, werden besonders die Vorzüge von Wildbret präsentiert. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr mit dem Hubertusgottesdienst, musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern Wilde Endert. Außerdem wird ein buntes Rahmenprogramm geboten. Mehr: www.burg-pyrmont.de

    Cochem Zell
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