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Bremm

Gemeinschaft: Viele wollen, dass der Dorfladen laufen lernt

Gut möglich, dass die Bremmer dieses Mal ihre Weihnachtsplätzchen im Dorf kaufen werden – das Projekt Dorfladen im Calmont-Dorf biegt auf die Zielgerade. Und mit ihm das neue Calmont-Forum, ein 1,1 Millionen Euro teurer Umbau der ehemaligen Volksschule zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus.

Viele engagieren sich, damit das Projekt Dorfladen ins Laufen kommt. Darunter sind auch einige Spender, wie das Knubbetheater unter Führung von Mario Treis (3. von links). Foto: Thomas Brost
Viele engagieren sich, damit das Projekt Dorfladen ins Laufen kommt. Darunter sind auch einige Spender, wie das Knubbetheater unter Führung von Mario Treis (3. von links).
Foto: Thomas Brost

Einen gewichtigen Schwung bekommt das Projekt dadurch, dass schon 142 Bürger dem Verein Dorfladen beigetreten sind. "Ich bin froh, dass er so gut angenommen wird", sagt Gisela Heib, in Personalunion Ortsbürgermeisterin und die Vorsitzende des neuen Vereins. Sie ist überzeugt davon, dass der neue Dorfmittelpunkt von Bremm "einen Mehrwert und viel Nutzen" für die Dorfgemeinschaft bringen wird.

Überall auf der Baustelle packen fleißige Hände mit an, damit Bremms gute Stube alsbald fertig ist. Die einen haben draußen eine Gabionenwand gebaut, L-Steine gesetzt und ein Verbundsteinpflaster verlegt. Innen überlegt eine Gruppe von Ehrenamtlern, wie die Regalelemente am platzsparendsten zu stellen sind. Im gleichen Raum wird es eine Kaffeeecke und einen Anlaufpunkt für Touristen mit einem Internetzugang geben. Daneben wird eifrig gestrichen, wofür Michael Lauxen verantwortlich zeichnet.

Der Laden ist das Herzstück des Erdgeschosses. Vier Frauen sind auf 450 Euro bereits eingestellt worden für das Geschäft, das jeden Tag mit Lebensmitteln frisch beliefert werden wird. Zwischen Kaffeeecke und Laden wird ein Regal stehen, an dem Selbstvermarkter aus Bremm ihre Waren anbieten dürfen, dazu zählen Honig, Wein und Pfirsichprodukte. Soeben hat der Gemeinderat beschlossen, dem Verein Dorfladen ein Darlehen in Höhe von 30 000 Euro zur Verfügung zu stellen – denn die Erstausstattung an Waren dürfte sich auf 15 000 bis 17 000 Euro belaufen. Und weil es für dieses Gebäude, das einst gefördert worden war, keine weitere Förderung aus Dorferneuerungsmitteln geben darf, ist der Verein "dringend auf Spenden angewiesen", wie Gisela Heib betont. Das scheint sich herumgesprochen zu haben, denn aus vielen Bereichen melden sich Spender, damit das Projekt ins Laufen kommt. So hat der Theaterverein Bremm gleich 1000 Euro gespendet. Heib: "Das hat mich echt umgehauen." Auch die Sparkasse EMH hat sich eingebracht.

"Insgesamt ist sehr viel an Ehrenamt nötig", weiß Simone Schlägel, die oft auf der Baustelle ist und derzeit in erster Linie den Dorfladen im Blick hat. Ehrenamt – das heißt auch administrative Aufgaben übernehmen. Es sind zurzeit aber die Handwerker, die dominieren. Zumal noch eine Theke gebaut, Wände verputzt und gestrichen werden müssen.

Im ersten Stock entsteht ein gemütlicher, moderner Versammlungsraum, der eine mobile Bühne aufnehmen kann. Beamer, Leinwand, Beschallung – genug Technik ist da, inklusive einem öffentlichen Hotspot für WLAN-Nutzung. Gehörlosenschlaufen sorgen für eine bessere Akustik, die Schallschutzplatten haben etwas Besonderes: Sie zeigen Moselmotive und somit Kunst am Bau.

Die Küche ist bis auf die Grundreinigung einsatzbereit – und offen für alle. Auch für die 26 Flüchtlinge im Dorf. Heib: "Wir wollen die Flüchtlinge mit einbinden und auch ein Essensangebot für sie schaffen."

Thomas Brost

Cochem Zell
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