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    Berlin/Büchel

    Fliegerhorst Büchel: Maroder Zaun kommt bald an die Reihe

    Die Bundesregierung hat angekündigt, das Bewachungs- und Absicherungskonzept am Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt Büchel zu verbessern. Wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Ralf Brauksiepe, der grünen Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner mitteilt, sind für das Jahr 2018 Bauarbeiten zur Errichtung eines Außenzaunes „mit höherem Widerstandszeitwert“ geplant.

    Der aktuelle Zaun hat Friedensaktivisten nicht davon abgehalten, in den Fliegerhorst Büchel einzudringen. Foto: Archiv Dieter Junker
    Der aktuelle Zaun hat Friedensaktivisten nicht davon abgehalten, in den Fliegerhorst Büchel einzudringen.
    Foto: Archiv Dieter Junker

    Auch eine derzeit in Planung befindliche Baumaßnahme der Nato werde die Absicherung des Fliegerhorstes Büchel zusätzlich ertüchtigen, so der Staatssekretär. Um welche Baumaßnahme es sich dabei handelt, geht aus der Antwort, die der Rhein-Zeitung vorliegt, nicht vor.

    Die Abgeordnete Rößner hatte eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, nachdem fünf US-Friedensaktivisten Mitte Juli in den Fliegerhorst eingedrungen und sich dort mehrere Stunden unbemerkt im inneren Bereich aufgehalten hatten (die RZ berichtete). Nach Auskunft des Verteidigungsministeriums hatten Sicherungskräfte die fünf Personen gestellt, nachdem diese an einem „Schutzobjekt“, nachdem die fünf Aktivisten die dort verbaute Überwachungs- und Sicherungstechnik ausgelöst hätten.

    Nach Angaben des Staatssekretärs entspricht das bestehende Bewachungskonzept des Fliegerhorstes Büchel den Vorgaben der Bewachung und Absicherung in der Bundeswehr und unterliegt regelmäßigen Überprüfungen, in denen auch Aspekte einer möglichen Ausweitung von Schutzzonen betrachten werden. „Dieses Konzept gewährleistet den Schutz aller absicherungswürdigen Einrichtungen“, betonte Staatssekretär Brauksiepe.

    Enttäuscht von dieser Auskunft zeigt sich indes die Grünen-Abgeordnete. „Die Antwort der Bundesregierung zeigt, dass sie selbst das derzeitige Sicherheitskonzept für unzureichend hält. Es ist erschreckend, dass erst durch das Eindringen von Aktivisten die Mängel offen zu Tage treten“, betont Tabea Rößner. Schließlich würden schon seit Jahrzehnten Atomwaffen in Büchel lagern.

    Es hätte nach mehrmaligem Eindringen von Unbefugten schon längst über eine Intensivierung der Schutzmaßnahmen in diesem Hochrisikobereich nachgedacht werden müssen, fordert sie und meint: „Dabei reicht es aber nicht, ein paar Zäunchen zu errichten und das Vordringen bis zum geschützten Gefahrgut lediglich zu verzögern. Hochsicherheitsbereiche müssen umfassend gesichert sein und im Falle von Lücken muss unverzüglich gehandelt werden.“

    Dieter Junker

    Cochem Zell
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