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    Cochem

    Einstimmung auf das Fest: Cochemer Burgweihnacht bleibt ein Besuchermagnet

    Schon von Weitem sind weihnachtliche Trompetenklänge zu hören. Wer den beschwerlichen Weg zur Cochemer Reichsburg zu Fuß auf sich genommen hat, der darf vor dem Burgtor erst noch einmal verschnaufen.

    Die heiligen drei Könige kommen.
    Die heiligen drei Könige kommen.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz

    Eine große Menschentraube wartet hier bereits auf Einlass. Alle Jahre wieder erweist sich die Cochemer Burgweihacht als Besuchermagnet. In kleinen Gruppen werden die Besucher von einem Hirtendarsteller, der sie auf dem gesamten Weg begleitet, durch den Burghof geführt. Die Gäste erleben dabei die christliche Weihnachtsgeschichte von der Herbergssuche bis zur Geburt des Jesuskinds.

    "Es kommen jedes Jahr viele Besucher", sagt Manfred Justen, der seit vielen Jahren als Hauptmann das Burgtor bewacht. Er sorgt dafür, dass die Besucher, die gehen wollen, nicht mit denen zusammenstoßen, die gerade erste hereinkommen. Um sich Respekt zu verschaffen, trägt Justen eine blecherne Ritterrüstung. In der Hand hält er eine beachtlich große Lanze. "Besonders schön ist es hier, wenn es dunkel wird. Da kommt die weihnachtliche Stimmung noch viel besser rüber", erklärt er. Es sind vor allem Besucher mit Kindern unterwegs an diesem Nachmittag. Gäste, aber auch Einheimische nutzen die Gelegenheit, sich am dritten Adventswochenende auf die biblische Geschichte einzulassen und schon einmal auf Weihnachten einzustimmen. Im Burghof scharren die Kinder aufgeregt mit den Füßen und zeichnen mit ihren Schuhen Muster in den Kies. Das macht Spaß und verkürzt die Wartezeit ein bisschen. Aber als die Heiligen Drei Könige in eindrucksvollen Gewändern die Szenerie betreten, kehrt sofort Ruhe ein. Gespannt lauschen die kleinen und großen Besucher den Worten der Erzähler und folgen dann den drei Propheten zur Krippe. Mit Hund und Esel haben es sich die Darsteller der Heiligen Familie im Stall mehr oder weniger bequem gemacht. Die Gäste sind berührt. "Ganz oft wird hier an der Krippe gesungen. Meist Weihnachtslieder wie Alle Jahre wieder, erklärt ein Darsteller.

    Thilo Dresch kommt seit acht Jahren extra aus Kusel, um an der lebenden Krippe als Trompeter mitzuspielen. Die stauenden Kinderaugen und die bewegten Gesichter der Erwachsenen sind es ihm wert, dass er den weiten Weg auf sich nimmt. Bevor die Gäste an der Krippe ankommen, haben sie bereits an der Herbergssuche teilhaben können. Ein lebendiger Esel begleitet dabei die Maria- und Josef-Darsteller. Gelegentlich wird auch einmal gemault. Lautstark. Wie das bei Tieren nun mal so ist. "Aber das ist live", sagt einer der Hirten, der eine Gruppe anführt.

    Am Lagerfeuer trifft die Gruppe mehrere Hirten und Schafe. Ein Engel in Form einer jungen Frau verkündet die christliche Botschaft von der Geburt Jesus. Auch hier begleitet Trompetenmusik die Szenerie. Magnus Müller spielt seit einigen Jahren bei der Burgweihnacht mit, und hat immer noch viel Spaß dabei. Ein paar Kinder trauen sich, dem Engel die Hand zu schütteln und verraten sogar ihre geheimen Weihnachtswünsche.

    An zwei Tagen sind die Laiendarsteller, die meisten sind Mitglieder der Theatergruppe Pommern, im Dauereinsatz. "In diesem Jahr ist es wenigstens nicht so kalt", sagt Hauptmann Manfred Justen. Insgesamt vier Gruppen gibt es, die die Gäste der Reihe nach durch den Burghof schleusen. Rund 20 Minuten dauert es, von der Herbergssuche bis zur Weihnachtskrippe. "Heute hat es hier sogar eine Reisegruppe aus Australien gegeben, die an der Krippe australische Weihnachtslieder gesungen hat", freut sich einer der Hirtendarsteller. Zum krönenden Abschluss erwartet die Gäste am Ende der Führung ein kleiner Weihnachtsmarkt im Rosenhof der Burg. Dort werden Glühwein und heiße Getränke, süße und deftige Spezialitäten sowie Weihnachtsartikel zum Verkauf angeboten. Die Stimmung auf der Reichsburg ist festlich. Spätestens nach Einbruch der Dunkelheit schwappt die weihnachtliche Stimmung auf alle Besucher über.

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz   .

    Cochem Zell
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