40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mittelmosel
  • » Dohrer Maschinenbauer Kampf setzt ganz auf den eigenen Nachwuchs
  • Aus unserem Archiv
    Dohr

    Dohrer Maschinenbauer Kampf setzt ganz auf den eigenen Nachwuchs

    Das Maschinenbau-Unternehmen Kampf, Weltmarktführer in Sachen Schneid- und Wickeltechnik, setzt ganz auf den eigenen Nachwuchs. Mehr als 70 Menschen sind derzeit im Werk Dohr beschäftigt, die meisten sind seit ihren Azubi-Zeiten dort.

    Geschäftsführer Stephan Witt (Mitte) und Marc Jobelius (rechts) in einer der Werkhallen in Dohr. 
    Geschäftsführer Stephan Witt (Mitte) und Marc Jobelius (rechts) in einer der Werkhallen in Dohr. 
    Foto: Dieter Junker

    Alle Führungskräfte haben im Haus gelernt. „Hier kann man durchaus Karriere machen“, sagt Marc Jobelius, der Werkleiter in Dohr, schmunzelnd. Jobelius steht sinnbildlich für die Firmenphilosophie von Kampf. Der Moselaner ist seit November 2016 Werkleiter, er kommt aus der Region, kennt die Menschen und hat im Dohrer Werk sein Handwerk gelernt. „Mit 16 habe ich 1990 hier als Energieelektroniker meine Ausbildung begonnen“, erinnert er sich. Nun ist er Werkleiter und lebt die Philosophie des Hauses weiter: „Wir legen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter aus der Region kommen, dass sie bei uns ausgebildet werden und dann auch Karriere machen können“, sagt Jobelius und ergänzt: „Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut.“

    Nicht zuletzt deshalb legt die „Dohrer Maschinenbau“, wie viele das Werk noch heute nennen und wie es auch in der Region weithin bekannt ist, ein Augenmerk auf die Ausbildung junger Fachkräfte. In Dohr gibt es eine Ausbildungswerkstatt mit direktem Bezug zur Berufspraxis und enger Zusammenarbeit mit dem Hauptsitz in Wiehl. „Ein wichtiger Baustein ist dabei die frühe Förderung des potenziellen Nachwuchses“, unterstreicht Marc Jobelius und verweist auf Kooperationsvereinbarungen mit der Grundschule Dohr. „Hier sollen Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig für Technik begeistert werden“, meint er. Kooperationen mit weiterführenden Schulen sind angedacht, Praktika werden angeboten.

    Der fortschrittliche Maschinenpark ermöglicht die Fertigung spezieller und sehr komplexer Know-how-Teile im Werk Dohr.

    Werkleiter Marc Jobelius

    Im Dohrer Werk wird eine familiäre Atmosphäre gepflegt. Die Mitarbeiter kennen sich untereinander gut. „Viele sind schon seit Jahrzehnten hier“, betont Manfred Adams aus Dohr. Er ist für Personalangelegenheiten im Werk zuständig. „Im nächsten Jahr kann einer unserer Mitarbeiter seine 48-jährige Betriebszugehörigkeit feiern“, sagt er erfreut. Keine Ausnahme. Viele sind schon mehr als 30 Jahre in Dohr, Manfred Adams kann auch schon auf fast 40 Jahre blicken. „Die Fluktuation ist sehr gering“, unterstreicht Werkleiter Jobelius.

    Das Maschinenbau-Unternehmen hat in den vergangenen Jahren in sein Werk in der Eifel viel hineingesteckt. Der Fertigungsmaschinenpark wurde modernisiert, ein weiteres Zerspanungszentrum ist hinzugekommen. Und die Geschäftsführung macht deutlich: Der Standort Dohr ist sicher. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Maschinen in Dohr investiert. Das unterstreicht den Stellenwert, den dieses Werk für Kampf hat. Und es ist für uns auch ein klares Bekenntnis zu Dohr“, betont Dr. Stephan Witt, der Geschäftsführer Technik und Materialwirtschaft der Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG.

    So wurden innerhalb der vergangenen fünf Jahre acht computergesteuerte Bearbeitungsmaschinen installiert, Ende 2016 folgte die Anschaffung einer weiteren neuen Fräsmaschine, hinzu kamen die dazugehörigen Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. „Der fortschrittliche Maschinenpark ermöglicht die Fertigung spezieller und sehr komplexer Know-how-Teile im Werk Dohr“, unterstreicht Werkleiter Jobelius. In Dohr werden hochpräzise Maschinen gebaut, dort erfolgt alles, von der Planung bis zur Montage, für einen weltweiten Markt. „In Dohr kommt eine weltweite Kundschaft vorbei und lässt sich unsere Produkte präsentieren“, freut sich Jobelius.

    Das Werk erfüllt innerhalb der Kampf-Gruppe vor allem zwei wichtige Aufgaben. Zum einen steht dort die Fertigung und Bearbeitung verschiedenster Bauteile für die Schneid- und Wickelmaschinen im Vordergrund, zum anderen ist aber auch die Montage mehrerer unterschiedlicher Maschinentypen.

    Die „Dohrer Maschinenbau“ wurde 1959 von der Familie Kampf, die die Eifel sehr schätzte, gegründet. In zwei Jahren kann das Werk sein 60-jähriges Bestehen feiern. „Mit den Investitionen der vergangenen Jahren haben wir hier, denke ich, für dieses Jubiläum einen guten Grundstock gelegt“, betont Geschäftsführer Stephan Witt.

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

    Hintergrund: Kampf Schneid- und Wickeltechnik

    Die Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG mit Hauptsitz im oberbergischen Wiehl in der Nähe von Gummersbach liefert seit 1920 Maschinen zum Schneiden und Wickeln an Hersteller bahnförmiger Materialien auf allen fünf Kontinenten. Dazu gehören Alufolien und verschiedene Verpackungsmaterialien wie Chipstüten, Frischfleisch-Schutzfolien oder Milchkartons. Seit 1988 ist Kampf Teil der Jagenberg AG mit Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA, China und Indien. Der Exportanteil beträgt rund 80 Prozent.

    In Dohr sind 72 Mitarbeiter beschäftigt, darunter acht Auszubildende. Das Werk hat eine Gebäudefläche von rund 4500 Quadratmetern, davon 2000 Quadratmeter für Montage, 1500 Quadratmeter für die Fertigung und das Lager sowie 350 Quadratmeter für die Ausbildungswerkstatt. Das Werk verfügt insgesamt über zwölf CNC- Dreh- und Fräsmaschinen. dj

    Cochem Zell
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Dienstag

    10°C - 21°C
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    13°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige