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Cochem

Diskussion geht weiter: Gelingt neues Konzept für den Cochemer Weihnachtsmarkt?

Ulrike Platten-Wirtz

Auch wenn es bei frühlingshaften Temperaturen und dem herannahenden Sommer schwerfällt, an Weihnachten zu denken: Die Cochemer Arge beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Thema und stellte ihr Konzept für den schwimmenden Weihnachtsmarkt Gewerbetreibenden, Gastronomen und interessierten Bürgern im Kapuzinerkloster vor.

Auf diesem Schiff könnte gefeiert werden. Foto: Zimmermann
Auf diesem Schiff könnte gefeiert werden.
Foto: Zimmermann

Seit mehreren Monaten ist der Arge-Vorstand dabei, einen Plan zu entwickeln, der den bisher eher unattraktiven Weihnachtsmarkt in der Kreisstadt beleben soll. Ein historisches Postschiff, das unter Umständen vom 14. bis 23. Dezember in Cochem vor Anker liegt (die RZ berichtete), soll Gäste aus dem Umland anlocken. Nach wie vor soll das Weihnachtszauberzelt auf dem Endertplatz erhalten bleiben. Ausstellungshütten in der Innenstadt könnten den Markt abrunden. „Man sollte spinnen dürfen, aber auch gucken, was umsetzbar ist“, sagt Arge-Chef Thomas Theiß.

Grundsätzlich findet die Idee des schwimmenden Weihnachtsmarkts großen Anklang. Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. „Das Schiff ist ein tolles Highlight, aber es hat Haken und Ösen“, gibt Cochems Stadtchef Walter Schmitz zu bedenken. Neben der Gefahr eines möglicherweise drohenden Hochwassers, was in der Adventszeit nicht ungewöhnlich wäre, liegt der größte Knackpunkt in der Finanzierung des Ganzen. „In den alten Weihnachtsmarkt hat die Stadt bereits jedes Jahr 43.500 Euro investiert. Jetzt kämen noch einmal rund 9000 Euro dazu“, sagt Schmitz. Wer soll das bezahlen?

Die Arge wirbt nun um Unterstützer. „Je mehr Leute mitmachen, desto eher kann der Markt realisiert werden“, ist Theiß sich sicher. Denn dass in Sachen Weihnachtsmarkt etwas passieren muss, darüber sind sich alle einig. Nachdem Theiß den Anwesenden das Konzept erläutert hat, entfacht im Kapuzinerkloster eine rege Diskussion. Ist der Preis für das, was es letzten Endes bietet, nicht doch zu hoch? Das geben einige Bürger zu bedenken. Silke Traurig-Eckerskorn wirft die Frage auf, ob etwa eine Weihnachtsparade, ein Weihnachtsbaumwettbewerb oder mehr stimmungsvolle Lichter möglicherweise kostengünstiger und effektiver wären. Der Arge-Vorstand zeigt sich für alle Vorschläge offen. Schließlich sei das Konzept ja erst der Anfang. Eine Weiterdrehe mit Hütten, die sich über die ganze Stadt erstrecken, sowie begleitende Programmpunkte seien ohnehin angedacht.

Vorrangig geht es jetzt darum, zu klären, wie ein Plan B für den Fall eines Hochwassers aussehen könnte und wie das Projekt letztlich finanziert werden kann. Zum guten Schluss bedarf es auch der Genehmigung des Stadtrats. „Wir stehen der Sache grundsätzlich positiv gegenüber. Vorausgesetzt die Finanzierung steht“, sagt Walter Schmitz.

Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

Cochem Zell
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