40.000
Aus unserem Archiv
Forst/Eifel

Diebe sprengen Geldautomaten im Eifeldorf Forst und stehlen die Kassetten (Update)

Spektakulärer schwerer Diebstahl in der Eifel: Diebe haben in der Nacht zu Mittwoch in Forst den Geldautomaten der Raiffeisenbank-Filiale aufgesprengt. Danach entwendeten sie die Geldkassetten.

Von unserem Redakteur David Ditzer

Wie viel Geld die Täter erbeuteten, dazu machte die Polizei keine näheren Angaben. Es handelt sich aber um "eine hohe Summe". Am Gebäude entstand ein Schaden von schätzungsweise 250 000 Euro.

Arnold Oster steht fassungslos vor einem Trümmerfeld, hinter dem sein Arbeitsplatz liegt. Die Glastüren der Forster Filiale der Raiffeisenbank (Raiba) Eifeltor, die Oster leitet, liegen links neben der Eingangstreppe. Das Glas ist zerborsten. Im früheren Foyer der kleinen Zweigstelle ist fast nichts mehr an seinem Platz. "Nachts um halb drei hat es hier einen Riesenrums gegeben", erzählt Oster. Unbekannte haben den Geldautomaten gesprengt. "Die Geldkassetten haben sie mitgenommen."

Einsturzgefahr? Statiker müssen Zustand des Gebäudes klären

In orangefarbenen Anzügen sichern zwei Ermittler der Kriminalpolizei (Kripo) aus Mayen die Spuren am Tatort. Dabei hat das "Sprengstoffdelikt im Zusammenhang mit einem schweren Diebstahl", wie es offiziell heißt, auf den ersten Blick nicht viel mehr hinterlassen als Chaos. Noch ist nicht klar, ob das Bankgebäude nicht sogar so schwer beschädigt ist, dass es nicht mehr zu nutzen ist. Thomas Welter, Vorstandsmitglied der Raiba Eifeltor, hält fest: "Wir müssen jetzt abwarten, was uns Statiker und Architekt sagen. Eine Einsturzgefahr muss ausgeschlossen werden. Bis dahin bleibt die Filiale geschlossen. Die Kunden bitten wir, in die Filiale nach Kaifenheim auszuweichen."

Am Tatort ziehen die Spurensicherer einige Geldscheine aus einem Fach, das die Diebe nicht leer geräumt haben. 5er, 10er, 50er, einige leicht angekokelt, drücken sie Filialleiter Oster in die Hand. "Das ist Ihr Geld, hier kommt nichts weg", scherzt ein Ermittler. Nur die Diebesbeute, die ist eben futsch.

Überwachungskamera mit schwarzer Farbe besprüht

Rechts über dem Bankeingang hängt in einer halbkugelförmigen durchsichtigen Schale, die die Täter mit schwarzer Farbe besprüht haben, die Überwachungskamera. Die Ermittler stellen sie sicher. Raiba-Vorstand Welter: "Das war das erste Mal, dass mit solch brachialer Gewalt gegen eine Bankfiliale im Kreis Cochem-Zell vorgegangen wurde." Davon ist auch Arnold Oster schockiert. "Man steht hier schon mit zittrigen Knien", räumt er ein und schaut auf die Trümmer im Foyer seines Arbeitsplatzes. Thomas Welter betont aber auch: "Dass keine Person in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist am wichtigsten."

Bei der Aufklärung des Verbrechens in Forst, einem Dorf, das knapp 400 Einwohner zählt, wird die Polizei auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen sein. "Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Bandendelikt handelt", sagt ein Kripo-Mitarbeiter. Die Täter werden die Bankfiliale vorab wahrscheinlich genau ausbaldowert haben. Deshalb sucht die Polizei nun Zeugen, die in den vergangenen Tagen oder Wochen etwas Auffälliges beobachtet haben. "Die kleinste Kleinigkeit kann da wichtig sein", so der Polizist.

  • Zeugen wenden sich bitte an die nächste Dienststelle oder die Kripo Mayen, Tel. 02651/8010, E-Mail kimayen@polizei.rlp.de

Cochem Zell
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter
Samstag

12°C - 20°C
Sonntag

9°C - 20°C
Montag

5°C - 16°C
Dienstag

5°C - 16°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach