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Greimersburg

Die Rückkehr des Dorfladens

In wenigen Wochen können die Greimersburger wieder im Dorf einkaufen. Nach 20 Jahren. So lange hat es keinen Lebensmittelladen, keinen Bäcker und keinen Metzger mehr gegeben in ihrem Ort. Mit dem Dorfladen wird das jetzt anders.

Auch vor dem Dorfladen gibt es noch viel zu tun: die ehrenamtlichen Helfer (von links) Helmut Wiersch, Herbert Schmitz, Heinz Jablonski und Walter Müsch bei den Pflasterarbeiten für die Außensitzplätze des Cafés.
Auch vor dem Dorfladen gibt es noch viel zu tun: die ehrenamtlichen Helfer (von links) Helmut Wiersch, Herbert Schmitz, Heinz Jablonski und Walter Müsch bei den Pflasterarbeiten für die Außensitzplätze des Cafés.
Foto: Paul Lauxen

Greimersburg – In wenigen Wochen können die Greimersburger wieder im Dorf einkaufen. Nach 20 Jahren. So lange hat es keinen Lebensmittelladen, keinen Bäcker und keinen Metzger mehr gegeben in ihrem Ort. Mit dem Dorfladen wird das jetzt anders.

Die Idee dazu kommt Ortsbürgermeister Paul Lauxen, als die Raiffeisenbank ihre Filiale im Ort schließt. In den früheren Schalterraum werden in den kommenden Tagen Regale, Backöfen und Kühltheke, ein Verkaufstresen und eine Sitzecke einziehen. "Denn nicht nur einkaufen sollen die Leute hier, sondern auch zusammenkommen", erklärt Lauxen das Prinzp des Dorfladens. "Der Laden soll ein Ort der Kommunikation werden, ein Treffpunkt für Jung und Alt", sagt Lauxen. Aus diesem Grund ist neben dem Verkauf der Ausschank von Kaffee und Kakao geplant und die Ausgabe von Kuchen und belegten Brötchen. Vor dem Laden sollen Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Ein kleines Café mitten im Ort. Idyllisch. Auch das hat es in Greimersburg bisher nicht gegeben.

Ohne die Greimersburger geht gar nichts, weiß Lauxen. Von Anfang an hat der Ortsbürgermeister deshalb bei den Bürgern um Unterstützung für das Projekt geworben – und den Nerv der Leute getroffen. Schnell ist der passende Name "Oose Lade" gefunden. Der Verein, der den Laden betreibt, zählt bereits 60 Mitglieder, die sich mit einer Einlage von je 20 Euro an dem Projekt beteiligen. "Dahinter stehen 60 Familien, die sich engagieren", freut sich Lauxen. Helfer kann er als Vereinsvorsitzender in diesen Tagen gut gebrauchen: ob beim Putzen des frisch geweißten Raums, beim Einbau der Regale oder beim Montieren der Arbeitsfläche. Die Dorfladenagentur "M.Punkt RLP", die das Projekt begleitet, kalkuliert für die Errichtung des Dorfladens rund 60 000 Euro. "Wir kommen aber günstiger hin", sagt Lauxen schmunzelnd, der mit rund 20.000 Euro rechnet. Der hohe Eigenanteil der Ehrenamtlichen macht dies möglich. 

Mehr dazu in der Mittwochsausgabe der Cochem-Zeller RZ

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