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Cochem-Zell

Die Lage an der Mosel: Hochwasser hat einige Orte noch immer im Griff

Zwar hat sich die Hochwasserlage wieder ein bisschen entspannt, dennoch sind einige Orte entlang der Mosel am Montag noch immer zum Teil überschwemmt. Während am Morgen in Beilstein die Brühe noch in den Kellern stand, konnten in Cochem an einigen Stellen schon die Aufräumarbeiten beginnen.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

„Wir sind seit heute Morgen mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, allerdings fällt der Pegel zu langsam, wir kommen nicht gut voran“, berichtet Uwe Schaaf, Leiter des Cochemer Bauhofs. Eigentlich wollten die Mitarbeiter der Stadt bereits am Montagmittag die Stege in der Bernstraße wieder abbauen, da stand das Wasser der Mosel jedoch noch in den Straßen. „Die Bundesstraße 49 hingegen ist teilweise schon wieder frei, da muss der Schlamm jetzt schnellstmöglich von der Straße runter“, sagt Schaaf. Denn: Wird der Schlamm erst mal hart, ist er nur noch sehr schwer zu beseitigen. Die Feuerwehr hilft daher tatkräftig mit und spritzt die braune Masse zurück in die Mosel. „Der Schlamm kommt mit dem Wasser, und der Schlamm geht mit dem Wasser“, erklärt Schaaf. Anders wäre die Reinigung der Straßen gar nicht zu bewerkstelligen.

In Beilstein hingegen stand das Wasser am Montag noch in den Kellern. An Aufräumen war daher noch nicht zu denken. „Mir sind jedoch keine größeren Schäden bekannt, die Anwohner haben wohl früh genug alles in Sicherheit gebracht“, berichtet Eugen Herrmann, Ortsbürgermeister von Beilstein. In seiner Existenz sei daher wohl niemand bedroht. „Die Leute sind ja mittlerweile auch hochwassererfahren und gehen mit einer gewissen Gelassenheit und Routine an die Sache heran“, sagt Herrmann. Verharmlosen will er die Situation aber keineswegs. Die Häuser seien dementsprechend präpariert, Räume seien mit Fliesen ausgestattet, sodass die Reinigung relativ unproblematisch und schnell über die Bühne gehen kann. Die Feuerwehr unterstütze auch, wo sie kann. Bei der derzeit recht hohen Einsatzdichte der Beilsteiner Feuerwehr ist Herrmann darüber besonders dankbar. „Wir haben bei uns im Ort leider keine Möglichkeit, Hochwasserschutzwände einzusetzen, das Moselwasser drückt sich von unten durch die Kanalisation auf die Straßen und in die Keller hinein“, erklärt der Ortsbürgermeister.

In Bruttig-Fankel war die Ortsdurchfahrt am Montagmorgen noch gesperrt, hier tummelten sich lediglich Nilgänse und Enten, die das erweiterte Moselufer gern für sich nutzten. Die L 98 zwischen Bruttig und Valwig war ebenfalls noch nicht wieder passierbar. Nur wenige Meter konnte man von Bruttig in Richtung Valwig fahren, dann tauchte die Mosel vor einem auf der Straße auf. In Senheim war der Campingplatz fast vollständig in den Fluten verschwunden. Und auch auf der anderen Seite, im Ortsteil Senhals, hat die Mosel das Ufer für sich erobert. Auch hier muss der Pegel weiter fallen, damit die Aufräumarbeiten beginnen können.

Von unserem Reporter Christoph Bröder

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