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    Cochem

    Das sind die Etappen der neuen Straße im Stadtwald

    „Wir haben Respekt vor dem Ding, aber keine Angst. Dieses Projekt bietet bautechnisch sehr viel.“ Bernd Cornely, der LBM-Leiter, wirkt entspannt. Ebenso wie seine federführenden Mitarbeiter Dirk Hieronimus (Chef Brückenbau) und Manfred Walscheid, die sich seit mehreren Jahren mit dem 11-Millionen-Euro-Projekt befassen.

    Auf einer Baulänge von 1,4 Kilometern werden insgesamt 14.500 Kubikmeter Boden abgetragen, ähnlich ist die Höhe des Bodenauftrags. Jeweils 7500 Quadratmeter werden an Tragschichten und Fahrbahndeckschichten in Asphalt aufgetragen. Die Baudetails im Einzelnen (die Fotos rechts zeigen vergleichbare Objekte):

    Hier wird die neue Zufahrt der Stadtwaldlinie entstehen - inklusive Abbiegespur. 
    Hier wird die neue Zufahrt der Stadtwaldlinie entstehen - inklusive Abbiegespur. 
    Foto: Kevin Rühle

    Eine neue Brücke wird gegenüber dem Landhaus Friedrichs auf der L 98 in der Endert gebaut, ein sogenanntes Einmündungsbauwerk mit einer Stahlbetonplatte, die auf Widerlagern liegt. Bis zu 25 Bohrpfähle werden von Bohrlafetten in den Untergrund eingebracht, um die Bauwerkslasten in den tragfähigen Untergrund abzutragen und eine Gründung zu gewährleisten. Die jetzige spitzwinklige Einfahrt wird entsiegelt und renaturiert.

    Die Kehre zu Beginn der K18 wird durch den neuen Streckenverlauf entschärft. Hier kippt derzeit eine Mauer.
    Die Kehre zu Beginn der K18 wird durch den neuen Streckenverlauf entschärft. Hier kippt derzeit eine Mauer.
    Foto: Kevin Rühle

    Heute ein heikler Punkt, künftig entschärft: Mit einem größeren Radius wird die Spitzkehre ausgestattet sein, die Fahrbahn rückt von der alten Trasse um etwa 25 Meter gen Bach ab – auf das Gelände der Altlast (mit organischem Material). Diese erhält eine Zementhülle und wird versiegelt. Cornely: „Das ist tragfähig, dazu sind Belastungstests vorgenommen worden.“ Im Bereich an der Endert bleibt das drei Meter hohe und 1,50 Meter breite Bruchsteinmauerwerk erhalten. Die 60 Meter lange Mauer wird mit Zugankern aus Stahl, die im Abstand von anderthalb Metern eingebracht werden, gesichert. Walscheid: „Das funktioniert wie ein Dübel.“

    Derzeit werden herunterrollende Steine von Holzwänden aufgehalten.
    Derzeit werden herunterrollende Steine von Holzwänden aufgehalten.
    Foto: Kevin Rühle

    Knifflig und eine logistische Herausforderung ist die mehr als 600 Meter lange Passage bis zur Kuppe. „Wir können dort nicht mit ganz großem Gerät arbeiten“, sagt Hieronimus. So werden dort Kleinbohrlafetten eingesetzt, die nur rund sieben Tonnen schwer sind. Es wird nicht in den Berg hinein gearbeitet, sondern „wir wollen Breite zum Tal hin gewinnen“, sagt Bernd Cornely. Und: „Wir wollen quasi etwas in die Luft setzen.“ Dies ist ein Betonrandbalken von 625 Metern Länge. In gleichen Abständen werden zwei Zugpfähle senkrecht vom Betonrandbalken in die Erde eingebracht, verankert werden sie mit einem Druckpfahl, der quer ins Erdreich getrieben wird. „Wir haben allerdings dort bewegtes Gelände“, sagt Manfred Walscheid. Man wird versuchen, dies mit flexiblen Pfahllängen auszugleichen. Das Ergebnis wird eine Stützwand auf Mikropfählen sein. Weil die Arbeit im Hang nicht risikolos ist, wird über die Bauüberwachung hinaus immer ein Baugutachter an Ort und Stelle sein.

    An der Kuppe zur Viktoriahöhe wird sich beim Ausbau am meisten tun: Die Straßenlinie wird erheblich gesenkt, der Forst- und Wanderweg endet an Treppen beziehungsweise einem Wendehammer. Die Holzhütte auf der anderen Straßenseite des Bolzplatzes wird entfernt, dort werden feste Parkplätze angelegt. Hinter dem Fußballtor soll eine neue Hütte entstehen.
    An der Kuppe zur Viktoriahöhe wird sich beim Ausbau am meisten tun: Die Straßenlinie wird erheblich gesenkt, der Forst- und Wanderweg endet an Treppen beziehungsweise einem Wendehammer. Die Holzhütte auf der anderen Straßenseite des Bolzplatzes wird entfernt, dort werden feste Parkplätze angelegt. Hinter dem Fußballtor soll eine neue Hütte entstehen.
    Foto: Kevin Rühle

    Zwar wird die Kuppe um drei Meter abgesenkt, aber auch dort kommt keine klassische Sprengmethode zum Einsatz. Stattdessen setzt der LBM darauf, das Gelände mit einem Fräskopf abzutragen, dessen Reißzahn sich tief in den Moselfels bohren kann. Allenfalls wäre eine sogenannte Quellsprengung denkbar, dabei wird über eine Flüssigkeit Druck aufgebaut. Kurz vor der Kuppe, die auf 6,75 Meter aufgeweitet wird, endet künftig der Forstweg bergseits in einem Wendehammer. Von dort führt eine Treppe zur neuen K 18, gegenüber führen Treppen hinauf zum Weg, der auch ein „Seitensprung“ des Moselsteigs werden wird.

    An der Viktoriahöhe wird die Straße verlegt, die Hütte wird auf de Seite des Sportplatzes neu gebaut.
    An der Viktoriahöhe wird die Straße verlegt, die Hütte wird auf de Seite des Sportplatzes neu gebaut.
    Foto: Kevin Rühle

    Die Straßenbreite wird komfortabel: von derzeit 4,50 bis 5 Meter auf bis zu 5,50 Meter. An der Viktoriahöhe wird die Hütte auf die andere Straßenseite „verlegt“, talseits werden Parkplätze angelegt. Die Vorfahrt ändert sich, es wird eine abknickende Vorfahrtsregelung eingeführt. Und zur Sicherheit der Fußgänger gibt es zwei Fahrbahnteiler, einen in der K 18 alt. Entgegen Gerüchten wird die neue K 18 keinen Schwerlastverkehr aufnehmen. „Sie wird eine Tonnagebeschränkung auf 3,5 Tonnen haben“, sagt LBM-Chef Cornely. Rettungsfahrzeuge, die schwerer sind, dürfen die Straße im Notfall benutzen. Aus statischer Sicht ist die Straße für solche Sonderverkehre ausgestattet.

    Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

     

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