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    Cochemer Schwanenküken starben an Auszehrung

    Ende Juni hatten Passanten am Cochemer Moselufer drei verendete Jungschwäne gefunden. Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei und der Veterinärabteilung der Kreisverwaltung bargen die Tiere und beauftragten das Landesuntersuchungsamt in Koblenz mit der Obduktion der Tiere (die RZ berichtete). Nun liegt das Ergebnis vor: Entgegen erster Befürchtungen, der Tod der Schwäne sei gewaltsam herbeigeführt worden, schließt das Landesuntersuchungsamt äußere Einwirkungen als Todesursache aus.

     

    Cochem - Ende Juni hatten Passanten am Cochemer Moselufer drei verendete Jungschwäne gefunden. Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei und der Veterinärabteilung der Kreisverwaltung bargen die Tiere und beauftragten das Landesuntersuchungsamt in Koblenz mit der Obduktion der Tiere (die RZ berichtete). Nun liegt das Ergebnis vor: Entgegen erster Befürchtungen, der Tod der Schwäne sei gewaltsam herbeigeführt worden, schließt das Landesuntersuchungsamt äußere Einwirkungen als Todesursache aus. Laut Untersuchungsbericht waren die Schwäne abgemagert, ihre Mägen futterleer und hatten geringe Mengen grünlichen Schleims im Darm. Das Landesuntersuchungsamt spricht deshalb von Auszehrung. Außerdem wurde eine akute Stauung von Blut in den Lungen der Tiere festgestellt. Nach fachlicher Einschätzung ist das ein Hinweis auf ein Herz-Kreislauf-Versagen.

    Einen Zusammenhang zwischen der Unterernährung der Jungschwäne und dem seit Dezember in Cochem geltenden Fütterungsverbot schließt die Veterinärabteilung der Kreisverwaltung aus. Schwäne ernähren sich von Wasser- und Uferpflanzen, in geringen Mengen auch von Wasserinsekten, Muscheln und kleinen Fischen. Von alldem gäbe es an der Mosel reichlich. "Wieso und weshalb die Schwanenmutter den drei Schwanenküken nicht den Weg zur Nahrungsfindung zeigte, ist spekulativ und kann auch abschließend von der Veterinärabteilung nicht beantwortet werden", teilt die Kreisverwaltung mit.

    Nicht untersucht wurde bislang, ob die Tiere im Vorfeld eventuell mit Gift in Berührung kamen. Um ganz sicher zu gehen, hat die Veterinärabteilung der Kreisverwaltung deshalb jetzt eine toxikologische Untersuchung beim Landesuntersuchungsamt veranlasst. Kostenpunkt: 250 bis 300 Euro

     

    Von unserer Mitarbeiterin Anne Koark

    Cochem Zell
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