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    Bürgermeisterwahl in der VG Cochem: Dreyer bringt Bleck viel Rückenwind

    Warmherzig und offen lächelnd entsteigt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Samstagnachmittag vorm Cochemer Kapuzinerkloster ihrer Limousine. Kein Abwarten, es geht direkt ans Umarmen und Drücken. Heike Raab, MdL Benedikt Oster – und natürlich Hans Bleck, SPD-Kandidat für das Bürgermeisteramt in der Verbandsgemeinde (VG) Cochem. Sie alle werden geherzt und herzen zurück. „Na, Chefin“, wirft Oster der Landesmutter zu, als er sie fest in die Arme schließt. Bilder, die Dreyers kompletten Besuch in Cochem prägen. Sie ist gekommen, um Bleck in seinem Wahlkampf zu unterstützen. Und der? Er geht frohgemut, ja optimistisch in die Wahl, aber auch mit klaren Botschaften für mehr als 50 Gäste.

    Im Pater-Martin-Saal spielen die Original Moseltaler heiter-unterhaltsame Musik. Malu Dreyer geht in ihrem roten Kostüm durch die Reihen, begrüßt viele Besucher persönlich. Ein Mädchen, das ein buntes Buch in Händen hält, fragt sie: „Hast du das dabei, falls es langweilig wird?“ Das Kind nickt. „Da hast du aber auch recht“, merkt die Ministerpräsidentin lachend an.

    Ich wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, hätte ich da abgesagt.

    Bürgermeister-Kandidat Hans Bleck zu einem Anruf aus der Mainzer Staatskanzlei, ob Malu Dreyer ihn im Wahlkampf unterstützen dürfe.

    Dabei gerät der Nachtmittag kurzweilig. Hans Bleck verhehlt nicht, dass er stolz ist, von Dreyer im Bürgermeister-Wahlkampf unterstützt zu werden. Ein Halbsatz, dann geht's aber auch schon um die bevorstehende Urwahl. „Die Wähler sind in der glücklichen Lage, tatsächlich fünf Bewerber zur Auswahl zu haben.“ Gute Bewerber, unterstreicht Bleck. Mit Wolfgang Lambertz, dem Bürgermeister der Stadt Cochem, sitzt einer von ihnen im Publikum. Er nickt. Herausforderungen warten auf den neuen Chef der VG Cochem: Verwaltung, Wirtschaft, Demografie. Wie Bleck das alles angehen will? „Teamwork auf allen Ebenen“ ist seine Devise. „Ich will versuchen, die Diskussion unter den Leuten in Gang zu bringen. Und da kann es sein, dass ich mich in Ratssitzungen mal nicht mit den Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden zufriedengebe.“

    Bleck will ein offenes Ohr für jeden haben, mit allen sprechen. Vor allem will er allen Menschen, die sich engagieren, Wertschätzung und Vertrauen entgegenbringen – damit die Bürger ihm vertrauen. Die Ministerpräsidentin bescheinigt Bleck nicht nur, zu wissen, „wie der Hase läuft“, sie bestätigt ihn auch in seinem Ansatz. „Ich vertraue den Bürgerinnen und Bürgern. Das hört man viel zu selten, dass Politiker so in eine Wahl gehen.“ Dreyer macht den Menschen viel Mut. Die SPD setze auf Bildung statt Rüstung, verheiße höhere Renten als die CDU. Etwas Bundestagswahlkampf muss sein. Vor allem aber mahnt sie, zur Wahl zu gehen. Und am Ende beschert sie der Kreis-SPD und Bleck das, was sie mitbringen sollte: „viel Rückenwind“ (Heike Raab). David Ditzer

    Cochem Zell
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