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    Kaisersesch

    Bürger kümmern sich umeinander

    Jeweils bis zu vier Bürger aus Gamlen, Forst, Hambuch und Illerich sind ganz offiziell von Albert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch, per Urkunde zu "Kümmerern vor Ort" ernannt worden. Diese vier Gemeinden nehmen am Pilotprojekt "Älter werden im ländlichen Raum" des Mehrgenerationenhauses Schieferland Kaisersesch teil, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit 15 000 Euro verteilt auf die Jahre 2015 und 2016 gefördert wird. Projektleiterin Elisabeth Schuster erklärte im MGH das Konzept der Initiative und beschrieb den Stand des Aufbaus.

    Die Kümmerer aus vier Gemeinden der Verbandsgemeinde Kaisersesch erhalten von Projektleiterin Elisabeth Schuster und Bürgermeister Albert Jung (von rechts) Urkunden.  Foto: Brigitte Meier
    Die Kümmerer aus vier Gemeinden der Verbandsgemeinde Kaisersesch erhalten von Projektleiterin Elisabeth Schuster und Bürgermeister Albert Jung (von rechts) Urkunden.
    Foto: Brigitte Meier

    Von Brigitte Meier

    Die Kümmerer sind Ansprechpartner für Menschen in ihrem Wohnort, die kaum soziale Kontakte haben, jedoch im Alltag Unterstützung brauchen. So möchten die Kümmerer etwa Personen vermitteln, die kleine handwerkliche Reparaturen vornehmen, die einen einsamen Menschen besuchen, ihn zum Arzt oder zu Behörden begleiten. Außerdem sollen die Ehrenamtlichen auch sogenannte Dorf-MGH aufbauen und somit die Funktion des MGH über Kaisersesch hinaus stärken, indem sie Veranstaltungen und Treffen im Gemeindehaus organisieren oder auch dezentrale Angebote des MGH in die einzelnen Gemeinden bringen.

    Nun geht es darum, das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das geschieht unter anderem durch Information der Ortsbürgermeister und der Gemeinderäte, durch Besuche von Seniorentagen, bei Festen und Veranstaltungen im Ort und durch Verteilung von Flyern mit den nötigen Informationen. All das ist bereits in die Wege geleitet, erklärte Elisabeth Schuster. Dennoch sei die Nachfrage der Angebote "noch nicht allzu groß".

    Dies bestätigten die Ortsbürgermeister und ehrenamtlichen Helfer, die in den vier Pilotgemeinden "in den Startlöchern stehen". Nicole Fuhrmann, Ortsbürgermeister von Forst, stellte fest: "Es ist ja gut, dass in unseren Dörfern die meisten Menschen noch durch Familie und Nachbarschaft gut versorgt sind." Sie hält es jedoch für wichtig, dass im Notfall ein Hilfsangebot im Dorf besteht. Franz-Josef Brengmann, Ortschef von Hambuch, gab auch zu bedenken: "Gerade ältere Menschen, die Hilfe brauchen, melden sich nicht von allein." Daher müssten die ehrenamtlichen Helfer sich selbst bekannt machen und in Gesprächen persönlich vorstellen. Helmut Braunschädel, Ortsbürgermeister von Illerich, kündigte an, dass die Gemeinde demnächst eine Bürgerbefragung zur Eröffnung eines Dorfladens durchführt: "Bei dieser Gelegenheit können wir auch den Flyer an alle Haushalte verteilen."

    Elisabeth Schuster verwies darauf, dass das Kümmererprojekt sich allmählich entwickeln müsse und wachsen werde: "Auch wenn derzeit der Bedarf scheinbar noch nicht so groß ist, dürfen wir nicht die Bevölkerungsentwicklung aus den Augen lassen, und die stellt uns schon sehr bald vor die Aufgabe, dass immer mehr ältere Menschen begleitet werden müssen." Um dieser Herausforderung entgegentreten zu können, beinhaltet das Projekt auch Fortbildungsveranstaltungen für die Kümmerer und die Ehrenamtlichen, die mithelfen.

    Cochem Zell
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