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    Blutige Nasen bei Silvesterparty im Hunsrück, jetzt Nachspiel vor Gericht

    Prellungen, blutige Platzwunden und Blutergüsse durch Boxhiebe ins Gesicht und auf den Kopf, ein abgebrochener Schneidezahn, ein angeknackster Kiefer und ein zertrümmertes Nasenbein sind für drei junge Männer (17, 18, 21) aus dem Hunsrück die schmerzhaften Andenken an den Jahreswechsel zu 2012. Ein 23-jähriger Angeklagter muss nun nach dem Beschluss des Amtsgerichts Cochem den drei Verletzten ein Schmerzensgeld von jeweils 500 Euro zahlen. Im Gegenzug wurde das Verfahren vorläufig eingestellt.

    Hunsrück - Prellungen, blutige Platzwunden und Blutergüsse durch Boxhiebe ins Gesicht und auf den Kopf, ein abgebrochener Schneidezahn, ein angeknackster Kiefer und ein zertrümmertes Nasenbein sind für drei junge Männer (17, 18, 21) aus dem Hunsrück die schmerzhaften Andenken an den Jahreswechsel zu 2012. Ein 23-jähriger Angeklagter muss nun nach dem Beschluss des Amtsgerichts Cochem den drei Verletzten ein Schmerzensgeld von jeweils 500 Euro zahlen. Im Gegenzug wurde das Verfahren vorläufig eingestellt.

     


    Eingestellt deshalb, weil der Angeklagte offensichtlich nicht allein die Hiebe und Tritte ausgeteilt hat. Einer der Zeugen berichtete: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch jemand anderer zugeschlagen hat.“ Und er Anwalt eines Nebenklägers nannte auch den Namen des vermeintlichen Schlägers: „Ich frage mich, warum er nicht auch auf der Anklagebank sitzt.“
    Dass die friedliche und fröhliche Stimmung der Silvesterparty im Bürgerhaus einer Hunsrückgemeinde etwa gegen 1 Uhr in eine Schlägerei ausartete, lag daran, dass einige nicht eingeladene Gäste, darunter der Angeklagte und seine Freunde, auftauchten. Die in jugendlichen Kreisen um sich greifende Unsitte, sich kostenlos an Getränkebar und Büfett zu bedienen, hat schon so manche Feier aus dem Gleichgesicht gebracht.
    Der Angeklagte, der in einem anderen Dorf feierte, behauptete jedoch, eine SMS erhalten zu haben mit dem Text: „Komm doch mal vorbei.“ Das habe er getan, aber nur, weil er Freunde habe abholen wollen. Bei seiner Ankunft sei er sogleich mit Beleidigungen wie: „Verpiss dich“ und „Hurensohn, hau ab!“,empfangen worden. Aus Wut habe er dem Nebenkläger eine Ohrfeige gegeben. Die anderen Verletzten habe er lediglich von sich geschubst, und dann sei er sofort weggefahren.
    Der 21-jährige Nebenkläger habe einen Streit zwischen dem Angeklagten und einem Partybesucher schlichten wollen, „als plötzlich eine Faust an meinen Kopf flog“. Der 17-Jährige kassierte durch einen heftigen Hieb eine blutige Nase und verlor ein Zahnstück, als er seinen Freund vom Zugriff des Angeklagten befreien wollte. Der Junge ist bis heute in zahnärztlicher Behandlung. Der dritte Verletzte erlitt einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf und Tritte in den Oberschenkel. Er erklärte: „Ich weiß nicht, warum.“
    Alle Verletzungen wurden ärztlich attestiert. Ein Krankenwagen war zur Erstversorgung der Opfer gerufen worden.Brigitte Meier

    Cochem Zell
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