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Cochem/Ediger-Eller

Bahn lässt Beton in Kaisersesch produzieren

Die Deutsche Bahn hat das Baustellenkonzept für die Erneuerung der alten Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels überarbeitet und die Ergebnisse auf zwei Informationsveranstaltungen in Ediger-Eller und Cochem vorgestellt. Entgegen ursprünglichen Planungen wird die Anzahl der Lkws, die über die Bundesstraße 49 fahren werden, um knapp 30 Prozent reduziert.

Erst Ende November wird sich zeigen, ob und welche Problem der erhöhte Lkw-Verkehr mit sich bringt. Von Ediger-Eller aus werden die Massen abtransportiert und auf Deponien in Ochtendung, Mayen und Sehlem entsorgt.
Erst Ende November wird sich zeigen, ob und welche Problem der erhöhte Lkw-Verkehr mit sich bringt. Von Ediger-Eller aus werden die Massen abtransportiert und auf Deponien in Ochtendung, Mayen und Sehlem entsorgt.
Foto: Kevin Rühle

Von Kevin Rühle

Durch das neue Konzept der Bahn wird die Gemeinde Ediger-Eller entlastet. Zwar konnte das Unternehmen keine Möglichkeit finden, die entstehenden Ausbruchmassen per Schiene abzutransportieren, allerdings soll nun ein Teil des für die Erneuerung der alten Röhre benötigten Betons nicht im Mischwerk in der Doppelgemeinde, sondern in Kaisersesch produziert werden. Dieser wird dann über die Landesstraße 98 nach Cochem transportiert. Die Schiene schloss der Konzern aus mehreren Gründen als Transportweg aus. Da ein Nebengleis auf der Fläche des jetzigen Lagerplatzes entfernt wurde, könne die Verladung nur in der Nacht an zwei Tagen der Woche geschehen. Durch diese Einschränkungen könnten zudem auch nur 35 Prozent der Ausbruchmassen auf diesem Wege abtransportiert werden. "Da die enorme Lärmbelastung der Anwohner im Ellerbachtal bei der nächtlichen Beladung der Güterzüge nicht zumutbar wäre und sich der Abtransport weiter in den Sommer hinziehen würde, ist das keine Lösung", erklärt Projektleiter Bodo Tauch. Doch auch im neuen Konzept wird sich die Verkehrsbelastung weiter in die Tourismussaison verschieben. Die bisher für April 2015 geplante Spitzenbelastung liegt laut Planung nun im Mai. Dabei sind in dem aufgestellten Zeitplan keine Verzögerungen berücksichtigt. Eine solche gab es allerdings bereits in den vergangenen Wochen. Da die Staubentwicklung während der Arbeiten in der alten Tunnelröhre stärker war als erwartet und dieser Staub zudem eine Gesundheitsgefährdung für die Mitarbeiter darstellt, mussten diese mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Die Lieferung der Spezialausstattung verzögerte den Ablauf um einen Monat.

Durch das Enderttal erfolgen 80 Prozent des Abtransports. Der Abraum aus dem Tunnel soll auf drei verschiedene Deponien gebracht werden: Mayen, Ochtendung und Sehlem (Landkreis Bernkastel-Wittlich). Die Aufteilung ist nötig, da der Abraum in verschiedene Schadstoffklassen eingeteilt wird. Der Schotter und die Gleise wurden bereits vollständig aus dem Tunnel entfernt. Die Lkw-Fahrten rund um Ediger-Eller und Cochem werden nun auch auf den Samstag ausgeweitet. "In der Regel" werden An- und Abtransport auf zehn Stunden täglich beschränkt, sagt Bodo Tauch. Diese Zeitspanne soll zwischen 7 und 22 Uhr liegen. Im November werden laut Bahn etwa 126 Lkws pro Tag über die Bundesstraße 49 fahren, im April 2015 steigt die Fahrtenzahl auf einen Höchstwert von 195, also etwa 20 Lkw pro Stunde.

Der Beton für das Gewölbe des Tunnels muss derweil auch nach dem neuen Konzept in Ediger-Eller produziert werden, da dieser mit Fasern angereichert wird, was die Widerstandsfähigkeit gegen Feuer erhöht.

Cochem Zell
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