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    Bad Bertrich: Das Leben erwartet dich

    Ein Landschaftstherapeutischer Park? Was ist das? Beatrix Lauxen, Ortsbürgermeisterin von Bad Bertrich, hat diese Frage in den vergangenen Wochen oft gehört. „Ich habe dann gesagt: Lasst euch überraschen.“ Jetzt war Spatenstich mit Wirtschaftsminister Hendrik Hering, vielen Ehrengästen und Einheimischen; jetzt weiß man mehr über das Projekt, das den Römerkessel, einen innerörtlichen Park, in eine Gartenanlage mit Glücksmomenten verwandeln soll. Das Konzept stammt vom Münchner Psychologen Reinhard Schober. Er sagt: „Bestimmte Landschaftsformen haben gesundheitsfördernde Impulse.“ Die Natur ist das grüne Glück des Menschen.

    Da macht der Spatenstich schon Laune: Wirtschaftsminister Hendrik Hering, MdL Heike Raab, Ortsbürgermeisterin Beatrix Lauxen (2. von rechts), Ulmens VG-Chef Alfred Steimers (rechts) und sein Amtsvorgänger Hans-Werner Ehrlich (links).
    Da macht der Spatenstich schon Laune: Wirtschaftsminister Hendrik Hering, MdL Heike Raab, Ortsbürgermeisterin Beatrix Lauxen (2. von rechts), Ulmens VG-Chef Alfred Steimers (rechts) und sein Amtsvorgänger Hans-Werner Ehrlich (links).
    Foto: Birgit Pielen

    Bad Bertrich - Ein Landschaftstherapeutischer Park? Was ist das? Beatrix Lauxen, Ortsbürgermeisterin von Bad Bertrich, hat diese Frage in den vergangenen Wochen oft gehört. „Ich habe dann gesagt: Lasst euch überraschen.“ Jetzt war Spatenstich mit Wirtschaftsminister Hendrik Hering, vielen Ehrengästen und Einheimischen; jetzt weiß man mehr über das Projekt, das den Römerkessel, einen innerörtlichen Park, in eine Gartenanlage mit Glücksmomenten verwandeln soll. Das Konzept stammt vom Münchner Psychologen Reinhard Schober. Er sagt: „Bestimmte Landschaftsformen haben gesundheitsfördernde Impulse.“ Die Natur ist das grüne Glück des Menschen.

    Und das liegt auch dem Mainzer Ministerium am Herzen. „Der Gesundheitstourismus wird weiter zunehmen“, sagt Minister Hering. „Es besteht ein Riesenbedarf, sich von der Hektik des Alltags zu erholen.“ Der Kurort Bad Bertrich entwickelt sich deshalb zur „Gesundheitslandschaft Vulkaneifel“ weiter. 900 000 Euro kostet der Landschaftstherapeutische Garten, 660 000 Euro davon bezahlt das Land.

    Das Motto des Gartens klingt verheißungsvoll: „Das Leben erwartet dich.“ Den ersten Schritt in dieses Leben wird man bald durch eine Nachbildung eines römischen Torbogens machen können. Dann breiten sich sieben grüne Oasen vor einem aus: Kräutergarten, Fürstengarten, Berg- und Lavagarten, stiller Garten, Entspannungs- und Bewegungsgarten. Wie werden sie wirken?

    Psychologe Reinhard Schober kann's erklären: „Der erste Schritt soll dazu beitragen, die Fixierung auf gesundheitliche Beeinträchtigungen und manchmal ungünstige Denkmuster zeitweilig in den Hintergrund zu drängen.“ Unterstützt wird das durch einen sogenannten Einstimmungsplatz. Beim zweiten Schritt lassen die Besucher den Park auf sich wirken; sich sehen sich um und spüren, was ihnen zusagt und was nicht. Schober: „Der Park und man selbst sind jeden Tag anders.“ Im dritten Schritt überlegt man, nach was einem zumute ist. In welchen Garten geht man, welche Reihenfolge bevorzugt man?

    Im vierten Schritt lässt man sich allmählich ein und liest die Achtsamkeitstafel. „Das ist wie bei einem guten Wein“, sagt Schober. Man muss die Hintergründe kennen, um ihn zu verstehen. Dann wird „in diesem Territorium auf Zeit“ ein tiefes Wohlbefinden entstehen. Man döst vor sich hin, lässt den Garten auf sich wirken. Das kann beruhigen, beleben oder stärken. „Ist man gesättigt, löst man sich wieder und geht weiter“, sagt Schober. Optimal ist seiner Erkenntnis nach ein fünfter Schritt, denn er sichert die Nachhaltigkeit: „Man sollte eine Gelegenheit suchen, um seinen Gedanken nachzuhängen und festzuhalten, was einem viel gegeben hat. Das gelangt dann ins Langzeitgedächtnis und ist jederzeit abrufbar.“

    Man darf also gespannt sein, wie viele Menschen bald ihr Glück in Bad Bertrich suchen. Schober: „Alles, was emotional aufbaut, fördert auch die mentale und körperliche Gesundheit.“

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