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    Cochem-Zell

    ADD will Blankenrather Schule auflösen

    Bedeutungsvoll kündigte der Verwaltungschef die Botschaft an: "Dieses Schreiben hat es in sich." Was Landrat Manfred Schnur dem Kreistag mitteilte, war ein Schreiben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mit unerfreulichem Inhalt. Für die Grund- und Realschule plus in Blankenrath soll umgehend ein behördliches Verfahren eingeleitet werden – mit dem Ziel der Aufhebung der Schule. Das heißt beileibe nicht, dass die Schule ihren Dienst zum Ende des Schuljahres einstellt – der Kreis hat Mitwirkungsrechte, die er voll und ganz ausschöpfen wird.

    Bedenklich: Am Schulzentrum in Blankenrath gibt es immer weniger Schüler.
    Bedenklich: Am Schulzentrum in Blankenrath gibt es immer weniger Schüler.
    Foto: Platten-Wirtz

    Von unserem Redakteur Thomas Brost

    137 Schüler werden in sieben Klassen in Blankenrath unterrichtet, in Klassenstufe 5 nur 22 Schüler – das ist aus Sicht der ADD zu wenig, um notwendige Kriterien zu erfüllen. So seien in besoldungsrechtlicher Hinsicht nicht die Mindestbedingungen erfüllt. Ebenso wenig leiste eine einzügige Schule generell "eine notwendige äußere Differenzierung nach Neigung, Interessen und Begabungen unter Einsatz von fachlich vorgebildeten Lehrkräften". Die ADD wirft dem Kreis als Schulträger – er hatte die Fortführung der Schule beantragt – vor, die demografische Entwicklung im Hunsrück und die schulstrukturellen Veränderungen dort "vollkommen außer Acht" zu lassen. Der Kreis hatte betont, dass die prekäre Lage an der Schule in Blankenrath auf die Entwicklung der Schülerzahlen "speziell in den vergangenen drei Jahren" zurückzuführen sei.

    Dagegen stimmte die ADD dem Kreis zu, dass es der Grund- und Realschule plus in Blankenrath gelinge, die individuelle Förderung zu gewährleisten, auch dank moderner Projekte und guter Schulausstattung. Sollte jetzt der erste Verfahrensschritt zur Aufhebung der Schule getan sein, hat der Kreistag ein Mitwirkungsrecht. Er kann einen Beschluss pro Schule fassen, wodurch die Aufsichtsbehörde erneut am Zuge wäre.

    Vorläufig sicher sind die Grundschule und Realschule plus in Treis-Karden und die Realschule plus Vulkaneifel Ulmen/Lutzerath. Wobei Letztere jetzt eine Kröte schlucken muss: Weil die Schule drei Jahre hintereinander in der sechsten Klasse das Kriterium "51 Schüler und mehr" verfehlte, wird es keine etwaige Schulbauförderung geben. Das bezieht sich auf einen Zeitraum, bis die Fortführung der Schule geklärt ist.

    Ein Prüfverfahren wird es auch für die Schule in Treis geben. Die ADD kündigte an, sich mit Schuldaten und Erhebungen des Statistischen Landesamtes versorgen zu wollen und aus den Erkenntnissen weitere Handlungsschritte abzuleiten. Geplant ist danach ein "ergebnisoffenes Gespräch" mit dem Kreis und der Schulleitung. Für Landrat Schnur ist Eile geboten. "Diese Frage ist so entscheidend, dass wir uns austauschen müssen, eventuell im Januar."

    Cochem Zell
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