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    Büchel/Nordhorn

    Übungsbombe verloren: Technische Fehlfunktion sorgte für Fehlwurf

    Im März hatte ein Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 aus Büchel bei einem Übungseinsatz auf dem Luft/Boden-Schießplatz Nordhorn in der Nähe der Gemeinde Wietmarschen im Emsland drei Übungsbomben verloren. Nun hat das Bundesverteidigungsministerium erklärt, dass eine technische Fehlfunktion in der Waffenanlage des Luftfahrzeuges zu dem ungewollten Abwurf des Übungskörpers geführt hat.

    Ein Tornado hat eine Übungsbombe verloren.  Foto: Kevin Rühle
    Ein Tornado hat eine Übungsbombe verloren.
    Foto: Kevin Rühle

    Dies teilte das Ministerium dem örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers (Wietmarschen) mit.

    Der Vorfall hatte vor drei Monaten für Aufsehen rund um Nordhorn gesorgt. Am 24. März war eine Übungsbombe in der Nähe von Wietmarschen eingeschlagen, nur rund 150 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt und weit weg von seinem eigentlichen Ziel auf der Nordhorn Range. Wie die lokale Zeitung, die "Grafschafter Nachrichten", berichten, sei damals erst bei der Rückkehr des Tornados nach Büchel festgestellt worden, dass insgesamt drei Übungsbomben fehlten, von denen nur eine bei Wietmarschen entdeckt wurde. In der Folge hatten Politiker aus der Region die Einstellung dieser Übungsflüge gefordert.

    Nach dem Unfall hatte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, alle weiteren Flüge auf diesem Luft/Boden-Schießplatz bis zur Klärung der genauen Ursache, die zum Verlust des Übungskörpers führte, ausgesetzt sowie unter Federführung der Abteilung Flugsicherheit in der Bundeswehr eine sorgfältige Untersuchung dieses Vorfalls angewiesen.

    Kaputte Steckverbindung war die Ursache

    Wie das Bundesverteidigungsministerium gegenüber dem CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers nun mitteilt, sei diese Untersuchung abgeschlossen und es sei "eindeutig festgestellt", dass eine technische Fehlfunktion die Ursache für den Vorfall war. Offenbar hatte eine fehlerhafte Steckverbindung einen Abwurf an der Stelle ausgelöst, an der die Anlage gesichert und auf den nächsten geplanten Abwurf vorbereitet wird, berichten übereinstimmend mehrere Medien. Die Besatzung habe den technischen Fehler im Flug nicht erkennen können. Zum Verbleib der beiden anderen Übungsbomben wird in dem Schreiben nichts gesagt.

    Wie es in dem Brief aus dem Ministerium weiter heißt, habe der General Flugsicherheit auch Maßnahmen zur Behebung der Fehlfunktion empfohlen, die der Inspekteur Luftwaffe "umgehend angewiesen" hätte. Nach der Beseitigung dieser Fehlerquelle soll der Flugbetrieb mit dem Übungsbombenbehälter auf dem Schießplatz ab dem 2. Juni wieder aufgenommen werden.

    Von Dieter Junker

    Cochem Zell
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