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    Andernach

    Zu viel illegaler Müll: Andernacher Grünschnittplatz wird bald bewacht

    Sperrmüll, Restmüll und Bauschutt liegen herum. Die Behälter für Rasenschnitt quellen quasi immer über, weshalb der Schnitt an vielen Stellen in Haufen und Säcken verwest. Nach den Regenfällen erschweren große Pfützen das Abladen. Die Situation auf der Andernacher Grünschnittsammelstelle am Augsbergweg ist - gelinde gesagt - suboptimal. Der zuständige Kreis Mayen-Koblenz hat jetzt reagiert, und ab dem 1. Juli ist der Platz nur noch von 8 bis 20 Uhr geöffnet, und es werden wie früher Mitarbeiter der Perspektive zugegen sein.

    Foto: ys

    Von unserer Redakteurin Yvonne Stock

    "Die weisen die Bürger ein und werden auch dabei behilflich sein, Lösungen für Abfälle, die nicht auf den Grünabfallsammelplatz gehören, zu finden", sagt Kreissprecher Martin Gasteyer auf RZ-Anfrage. Vorangegangen war zum einen ein Schreiben des Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten an den Ersten Kreisbeigeordneten Burkhard Nauroth. In diesem forderte er zum einen begrenzte Öffnungszeiten für den Platz und zum anderen eine Aufsicht durch Mitarbeiter, wobei er die Perspektive-Kräfte anbot, wenn der Kreis sie bezahlt, teilt Stadtsprecher Christoph Maurer auf RZ-Anfrage mit.

    Zum anderen war der Neuregelung am 9. Juni ein Treffen mit Vertretern der Stadt, der Kreislaufwirtschaft des Abfallzweckverbands (AVZ) und dem Unternehmen UP, das für den AZV die Grünabfälle von den Sammelplätzen abfährt, vorausgegangen, berichtet Gasteyer. Zu dem Zeitpunkt lagen dort noch die großen Mengen Bauschutt, Sperrmüll, Wurzeln und Restabfall, über die auch die RZ bereits berichtet hatte. Diese wurden nach Angaben Gasteyers bereits vom AZV abgefahren. Allerdings lag dort bei einem Besuch der RZ am Dienstag bereits neuer Müll herum, und auch Rasenschnittcontainer quollen schon wieder über.

    Auch zeugten noch einige große Pfützen von den Regenfällen der vergangenen Tage. Nach Angaben Gasteyers werden Mitarbeiter des Andernacher Bauhofs diese in Kürze beseitigen. Gegen illegale Ablagerungen soll der Platz zudem mit Bauzäunen im hinteren Bereich verkleinert werden. Von der Fläche her war der Platz äußerst großzügig angelegt worden, es müssen allerdings auch die Autos zum Abladen auf ihm halten.

    Auch die FWG hatte in einer Pressemitteilung den Zustand des Platzes kritisiert. "Ohne Kontrollen, etwa durch eine regelmäßige Inspizierung von Mitarbeitern der Stadtverwaltung oder eine Kameraüberwachung wird die Situation hier vor Ort sich nicht entschärfen lassen", wird FWG-Fraktionschef Hartmut Dressel zitiert. Die FWG forderte zudem klar abgegrenzte Bereiche und Lavaaufschüttungen gegen die Pfützen.

    "Der Zustand ist unhaltbar", meint auch der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Hansen. Er fordert zudem, genug Behälter für Rasenschnitt aufzustellen. Die Anzahl hatte der Kreis bereits erhöht (die RZ berichtete). Die CDU hätte sich auch einer Diskussion über eine Videoüberwachung nicht verschlossen, sagt Hansen. Aber dann hätte man aus seiner Sicht auch über andere Plätze, wie etwa den Bahnhof, diskutieren müssen. Aber die jetzige Lösung mit Mitarbeitern der Perspektive hält Hansen für besser.

    Das sieht auch Grünen-Fraktionsvorsitzender Christoph Henrichsen so. Das verursache zwar Kosten, aber gleichzeitig würden durch eine bessere Trennung des Mülls auch welche vermieden, und gerade ältere Bürger hätten einen Mehrwert durch die Hilfe. Dasselbe gilt aus Henrichsens Sicht für den Andernacher Bahnhof: "Auch hier ließen sich durch Personal Schäden durch Vandalismus vermeiden und den Reisenden ein Gefühl von Sicherheit vermitteln."

    Für Marc Ruland, den SPD-Fraktionsvorsitzenden, ist die Situation auf dem Grünschnittplatz "der Ausfluss eines nicht besonders geglückten Müllkonzepts des Kreistags". Die Kreis-SPD fordere eine Stellungnahme zur Umsetzung des neuen Müllkonzepts vom Kreis. Gegebenenfalls müsse man sich "Sachverstand von außen" für eine bessere Lösung suchen, sagt Ruland. Kameras im öffentlichen Raum steht er eher skeptisch gegenüber und sieht in den Perspektive-Mitarbeitern die bessere Lösung.

    Der Kreis hatte den Grünschnittsammelplatz in Andernach als Pilotplatz im Dezember 2014 in Betrieb genommen. In den ersten Monaten gab es fast keine Probleme, sagt Gasteyer. Wie groß die Menge an illegal abgeladenem Müll dort insgesamt war, kann er nicht beziffern. Auf den meisten anderen Grünschnittsammelplätzen im Kreis kommt es nach seinen Angaben zu fast keinen illegalen Müllablagerungen. Der Kreis bedauert daher, dass die Fläche in Andernach jetzt nicht mehr rund um die Uhr genutzt werden kann. Oberbürgermeister Hütten setzt angesichts des momentanen Zustands des Platzes auch darauf, dass die Bürger "guten Willen" zeigen.

    Mayen-Andernach
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