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Münstermaifeld

Zentrum Historisches Maifeld: Vom Frühjahr an sind die Türen offen

Es riecht nach frischer Farbe, Eimer stehen herum, und ein Schutzvlies ist auf dem Boden ausgebreitet. Es ist nicht zu übersehen: Das neue Zentrum Historisches Maifeld ist noch eine Baustelle.

In der alten Propstei entsteht das Zentrum Historisches Maifeld.
In der alten Propstei entsteht das Zentrum Historisches Maifeld.
Foto: Heinz Israel

Es riecht nach frischer Farbe, Eimer stehen herum, und ein Schutzvlies ist auf dem Boden ausgebreitet. Es ist nicht zu übersehen: Das neue Zentrum Historisches Maifeld ist noch eine Baustelle. Doch die Arbeiten gehen voran, und das Zeitziel ist gesteckt. Wenn die Burg Eltz im Frühjahr für die neue Saison eröffnet, sollen auch die ersten Besucher in das ehemalige Propsteigebäude II in Münstermaifeld strömen. Dort entstehen derzeit ein Museum und die neuen Räume der Tourist-Information Maifeld.

Durch die großen bogenförmigen Fenster auf der Südseite fällt die Herbstsonne ins Erdgeschoss. Noch ist der Raum ganz kahl, die Möbel fehlen. In einigen Monaten soll dort die Tourist-Info der Verbandsgemeinde in die ehemalige Remise einziehen. Ein Thekenbereich, eine große Schrankwand, ein Fernseher: Planer Jürgen Sommer hat sehr konkrete Vorstellungen davon, wie die Fremden künftig in dem lichten Raum empfangen werden. "Es wird keine Tourist-Info von der Stange", sagt er beim Rundgang durch das Gebäude. Gleichzeitig soll die Gestaltung zurückhaltend sein. "Der Raum an sich ist das Schönste, er soll wirken", betont er.

Hell ist es auch im Obergeschoss, wo ein Multifunktionsraum eingerichtet wird. Dort ist Platz für 55 Stühle und 14 Tische. Er wird mit umfangreicher Medientechnik ausgestattet. Der Raum soll einmal die "gute Stube von Münstermaifeld" werden, ein Mehrzweckraum für besondere Anlässe, erklärt Stadtbürgermeister Robert Müller. Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Termine, aber auch touristische Vorträge und Veranstaltungen dürfen hier künftig abgehalten werden. Früher befand sich an dieser Stelle eine Wohnung, die zuletzt arg heruntergekommen war. Außerdem gab es Probleme mit der Statik. Wie im Erdgeschoss wurde stark saniert: Zwei zugemauerte Fenster wurden wieder geöffnet, Wände eingerissen, ein Eichenboden verlegt.

Viel zu tun gab es außerdem eine Etage höher im Dachgeschoss. "Die Balken waren angefault. Es bestand die Gefahr, dass uns alles herunterkracht", erklärt Planer Sommer. Um den alten Dachstuhl des denkmalgeschützten Objekts zu erhalten, wurden ein neuer Rahmen und eine neue Decke angefertigt, an der die alte Konstruktion nun hängt. Jetzt ist in der höchsten Etage Platz für ein Kaltlager.

Ganz unten dagegen, im Keller, soll künftig nicht verstaut, sondern präsentiert werden. Dort soll die neue "Schatzkammer" beheimatet sein. Funde aus der fränkischen Zeit – als Originale oder als Repliken – finden bald in etwa 18 Vitrinen des Museums ihren Platz. Noch ist die Vorstellungskraft gefragt, denn das Kellergeschoss muss bis zur Eröffnung erst noch komplett eingerichtet werden. So ganz will sich Stadtchef Müller jetzt noch nicht in die Karten schauen lassen. Ein paar Details kann er aber schon verraten: Gezeigt werden sollen Exponate von der frühen Siedlungsgeschichte über die Zeit der Römer und Kelten bis zu den Franken, wobei Letztere rund ein Drittel der Ausstellung einnehmen werden. Geplant ist außerdem, eine Grabungsszene im hinteren Teil des Museums darzustellen, die die zweijährige Arbeit der Archäologen am Münsterplatz veranschaulicht. Selbsterklärende Filme und Schautafeln ergänzen die Informationen. Immer wieder wird es auch wechselnde Sonderschauen geben.

Erschlossen werden Keller und Obergeschoss für Behinderte und Fußkranke über einen Aufzug. Er ist in dem neuen Glasanbau untergebracht, der sich an das historische Gebäude anfügt. Im Erdgeschoss gibt es außerdem eine behindertengerechte Toilettenanlage.

Müller betont, dass das Konzept des Zentrums Historisches Maifeld von vielen Stellen erarbeitet wurde, auch viele Einwohner seien eingebunden worden. Vom Personal der Verbandsgemeinde soll es später betrieben werden. Wie Bürgermeister Maximilian Mumm erklärte, steht allerdings noch die Entscheidung aus, ob die Verbandsgemeinde auch das Gebäude übernimmt. Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

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