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    Untermosel

    Windkraft: VG Untermosel plant nicht weiter

    Der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Untermosel hat die weitere Planung in Sachen Windenergie in die Hände der interessierten Ortsgemeinden gelegt.

    Foto: dpa

    Auf der jüngsten Sitzung entschied der Rat einstimmig, den Flächennutzungsplan dahingehend nicht weiter fortzuschreiben. Zum Thema scheint die Windkraft derweil nur in Macken zu werden.

    Die Verbandsgemeinde Untermosel sei nicht prädestiniert für den Bau von Windkraftanlagen, stellte VG-Bürgermeister Bruno Seibeld auf Grundlage einer Potenzialflächenanalyse fest, die die Unternehmen EVM und Enova im vergangenen Jahr durchgeführt hatten. Allerdings gibt es im VG-Gebiet einzelne Flächen, die eine Nutzung sinnvoll erscheinen lassen. Um den Teilplan Windenergie des Flächennutzungsplans aber rechtssicher und genehmigungsfähig zu machen, hätte das gesamte VG-Gebiet untersucht werden müssen. Das hätte laut Seibeld mehr als 50 000 Euro verschlungen, die der VG-Rat nicht ausgeben möchte.

    Alternativ haben die interessierten Gemeinden jetzt die Möglichkeit, ihr Schicksal in Sachen Windkraft selbst in die Hand zu nehmen und Einzelgenehmigungsverfahren in die Wege zu leiten. Einem Startschuss ist die VG-Ratsentscheidung aber nur in Macken gleichgekommen. "Wir haben darauf gewartet, ob Vorrangflächen im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden oder nicht", sagt Bürgermeister Peter Scheidweiler. Dass die Gemeinde der Windenergienutzung gegenüber offen ist, steht fest. "Wir sehen schon die Einnahmemöglichkeiten", sagt Scheidweiler. Diesbezüglich hat in Macken bereits eine Bürgerversammlung stattgefunden. Trotz einiger Einwände sei die Mehrheit dafür gewesen, das Thema anzugehen.

    Aufgrund der Windgeschwindigkeiten könnte das Gebiet nahe des Otto-Andreas-Aussichtsturms geeignet für Windräder sein. Aber selbst da wird laut Ortschef nur eine Kleinfläche entstehen können. Der Vorteil dieser Flächen sei, dass es sich ausnahmslose um Gemeindegrundstücke handelt.

    Bis dort Windenergieanlagen entstehen könnten, wird noch Zeit verstreichen. "Wir gehen davon aus, dass allein die Umweltprüfung mindestens ein Jahr dauern wird", sagt Scheidweiler. Überhaupt muss der Rat erst noch entscheiden, ob er selbst eine Eignungsprüfung in Auftrag gibt oder ob er direkt mit einem Investor in Verbindung tritt und diesem die Prüfung überlässt. Scheitern könne das Projekt nicht nur an der Umweltprüfung, sondern auch daran, dass die Flächen nur grenzwertig geeignet wären.

    Ebenfalls Interesse an der Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergieanlagen hatte die Gemeinde Lehmen bei der Verbandsgemeinde angemeldet. "Das war aber nur eine politische Entscheidung des Gemeinderats", sagt Bürgermeister Günter Deis. Die Windkraft sei in Lehmen nicht sinnvoller als in anderen Gemeinden der VG Untermosel, zumal die geeigneten Flächen in Lehmen im Gegensatz zu Macken auch nicht in Gemeindebesitz seien. "Wir waren nur der Ansicht, dass man sich dort, wo die Windhöffigkeit so groß ist, dass man Windräder aufstellen kann, nicht die Tür zuschlagen sollte", erklärt er.

    Volker Schmidt

    Mayen-Andernach
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