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Virneburg

Virneburg kämpft gegen Folgen des Wandels

Der demografische Wandel macht Virneburg zu schaffen. Das schlägt sich auch im aktuellen Haushaltsplan nieder, den der Gemeinderat einstimmig verabschiedet hat. Ein Minus im hohen fünfstelligen Bereich, neue geplante Kredite und die Last der bisherigen Schulden sorgten bei Ortsbürgermeister Herbert Pung für nachdenkliche Töne.

Virneburg – Der demografische Wandel macht Virneburg zu schaffen. Das schlägt sich auch im aktuellen Haushaltsplan nieder, den der Gemeinderat einstimmig verabschiedet hat. Ein Minus im hohen fünfstelligen Bereich, neue geplante Kredite und die Last der bisherigen Schulden sorgten bei Ortsbürgermeister Herbert Pung für nachdenkliche Töne.

"Die Finanzlage der Gemeinde ist kritisch und schwierig", fasste der Ortschef zusammen. Die Einwohnerzahl des Dorfes habe deutlich abgenommen, was sich auf die Finanzen auswirke. "Wir müssen uns überlegen, welche Angebote die Gemeinde künftig noch leisten kann und was wir auf Dauer noch für die Bürger vorhalten können", sagte Pung. Gleichwohl sei er davon überzeugt, dass gewisse Maßnahmen wie das Umrüsten der Straßenbeleuchtung notwendig und sinnvoll seien, denn solche Investitionen zahlten sich aus. "Es bleibt uns nichts anderes übrig, als solche Dinge zu tun, damit wir auch künftig gut aufgestellt sind und entlastet werden."

Der Umfang der für dieses Jahr geplanten Maßnahmen ist allerdings übersichtlich. Insgesamt 11 000 Euro will Virneburg investieren. Im Haushaltsplan eingestellt ist der Anlaufbetrag für den Erwerb der ehemaligen Lampenfabrik (10 000 Euro). Sie soll bei einer Zwangsversteigerung, deren Termin noch nicht feststeht, angekauft werden. Dieser Bereich soll anschließend saniert und für gewerbliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. "Die Bewilligungen liegen seit dem Frühjahr 2012 vor", informierte Pung. Der Ankauf gehe vielleicht noch im ersten Halbjahr 2013 vonstatten. Als zweite Investition ist die Stammkapitaleinlage für die Anstalt des öffentlichen Rechts mit 1000 Euro vermerkt.

Mehreinnahmen erwartet die Gemeinde bei den Steuern und ähnlichen Abgaben. Dort werden 192 810 Euro erwartet. Durch Grundsteuer A und B sollen insgesamt 35 750 Euro eingenommen werden. Bei der Gewerbesteuer wird mit 5000 Euro gerechnet. Sie war im Vorjahr höher ausgefallen als prognostiziert. Durch die gestiegene Steuerkraft 2012 werden in diesem Jahr höhere Umlagen (186 070 Euro) fällig. Außerdem erhält Virneburg eine niedrigere Schlüsselzuweisung vom Land (21 850 Euro). Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann


Der Etat 2013 in Kürze

Ergebnishaushalt
Erträge: 392 064 Euro
Aufwendungen: 526 800 Euro

Finanzhaushalt
Einzahlungen: 362 884 Euro
Auszahlungen: 458 610 Euro

Investitionen
Einzahlungen: 0 Euro
Auszahlungen: 11 000 Euro

Liquiditätskredit: 115 872 Euro
Investitionskredit: 11 000 Euro

Voraussichtlicher Schuldenstand zum 31. Dezember 2013: 290 287 Euro

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