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Vordereifel

VG Vordereifel erhöht Gebühren für Abwasser

Die Einwohner der Vordereifel müssen sich auf höhere Gebühren für ihr Abwasser einstellen. Einstimmig hat der Rat der Verbandsgemeinde nun zusammen mit dem Wirtschaftsplan 2016 für das Abwasserwerk eine Anpassung der Entgelte beschlossen. Grund dafür sind große Investitionen in den Jahren 2014 und 2015 bei gleichzeitig sinkendem Verbrauch.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

Beim Schmutzwasser wird die Gebühr pro Kubikmeter 2 Cent teurer. Zuletzt war sie 2010 erhöht worden. Sie liegt künftig bei 1,65 Euro pro Kubikmeter. Angepasst wird auch der wiederkehrende Beitrag beim Schmutzwasser – und zwar um 1 Cent pro Quadratmeter, also von 12 auf 13 Cent. Auch für das Entsorgen von Fäkalschlamm müssen die Vordereifler künftig tiefer in die Tasche greifen: Für diesen Bereich wird ein Gebührensatz von 32,75 Euro pro Kubikmeter in Zukunft verlangt. Konstant bleiben dagegen der wiederkehrende Beitrag für das Niederschlagswasser, der bei 31 Cent pro Quadratmeter liegt und zuletzt 2013 erhöht wurde, sowie der Kostenanteil für die Gemeindestraßen, der letztmalig 2009 auf 58 Cent pro Quadratmeter angepasst wurde.

Wie Bürgermeister Gerd Heilmann betonte, war schon vor einem Jahr klar, dass der Bedarf für höhere Gebühren da ist. Die Ratsmehrheit hätte damals jedoch bewusst auf eine Anhebung verzichtet, um zunächst den Abschluss der Arbeiten für das neue Abwasserpumpwerk in Kehrig, die Anbindung an die Kläranlage Nothbachtal und die weiteren Investitionen abzuwarten. Nun aber schlage die Verwaltung diese moderate Erhöhung vor.

Richard Heinz, Vorsitzender der CDU-Fraktion, verwies darauf, dass rechnerisch die Schmutzwassergebühr stärker angehoben werden müsste, damit das Abwasserwerk kostendeckend arbeitet. Aber seine Fraktion wolle nur eine moderate Verteuerung. "Somit werden unsere Anschlussnehmer nur mit einer zwar notwendigen, aber dennoch relativ geringen Erhöhung belastet", sagte er.

Dass die SPD-Fraktion schon im Vorjahr die Schmutzwasserkosten ändern wollte, daran erinnerte Fraktionsvorsitzender Herbert Keifenheim. Er brachte auch erneut den Vorschlag vor, die prozentuale Aufteilung beim wiederkehrenden Beitrag zu ändern. Zudem wies Keifenheim auf die nunmehr höheren Kosten für freie Bauplätze hin: "Durch die Mehrbelastung der unbebauten Grundstücke erhoffen wir uns, dass die Eigentümer eher bereit sind, ihre Grundstücke zu verkaufen. Dadurch könnte in den Gemeinden eine Bebauung in den Ortskernen erfolgen und einige Gemeinden könnten auf die Schaffung von Neubaugebieten verzichten."

Wolfgang Probst (FDP) sprach die Arbeiten für die Instandhaltung der Kanäle und das Erschließen von Neubaugebieten an. "Leider gibt es das alles nicht kostenlos. Aus diesem Grund ist eine Erhöhung der wiederkehrenden Beiträge nicht zu vermeiden", meinte er. Der Beschluss wurde auch von den Grünen mitgetragen.

Der Wirtschaftsplan 2016 des Abwasserwerks sieht Investitionen in einer Gesamthöhe von 1,385 Millionen Euro vor. Zu Buche schlagen die Erweiterungen von Gewerbegebieten, zum Beispiel in Kehrig, Ettringen und Oberbaar. Zu den größeren Positionen im Wirtschaftsplan zählen außerdem diverse Flächenkanalisierungen.

Insgesamt ist im Erfolgsplan ein Jahresverlust von rund 26 000 Euro kalkuliert. Der Gesamtbetrag der Kredite des Eigenbetriebes Abwasserwerk wurde für 2016 auf rund 433 000 Euro festgesetzt.

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