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Polch

Verkehrsproblem: Polch sucht nach Lösungen

Anne Fuhrmann

Viele Fahrzeuge in den Hauptstraßen, stockender Verkehr vor allem zu den Stoßzeiten und durch parkende Autos verengte Fahrbahnen: Für viele Polcher und Pendler, die regelmäßig durch die Stadt fahren, ist es ein gewohntes Bild. Der Polcher Stadtrat hat den Bedarf für neue Lösungen erkannt. Deshalb hat er in der jüngsten Sitzung einstimmig eine Gegenmaßnahme auf den Weg gebracht.

In der Klöppelstraße herrscht viel Verkehr und es kann bisweilen eng zugehen, wenn große Fahrzeuge auf Gegenverkehr treffen.
In der Klöppelstraße herrscht viel Verkehr und es kann bisweilen eng zugehen, wenn große Fahrzeuge auf Gegenverkehr treffen.
Foto: Heinz Israel

Auch für Stadtbürgermeister Gerd Klasen steht fest, dass sich etwas tun muss. „Polch ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, aber die Infrastruktur ist nicht mitgewachsen“, sagt er. Deshalb gebe es einige Stellen, über die gesprochen werden soll.

In den Unterlagen zur Sitzung des Stadtrats hat die Verwaltung bereits einige wichtige Punkte aufgelistet. Weitere Aspekte wurden schon im Gremium diskutiert:

Klöppelstraße: Schon seit Jahren wird darüber nachgedacht, in der Klöppelstraße eine Einbahnregelung einzuführen. Dort sind die Gehwege zu schmal. Parkende Autos erschweren den Begegnungsverkehr. Nicht selten kommt es dort zu Stockungen. Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm „Ländliche Zentren“, an dem sich Polch beteiligt, wurde bereits im Vorjahr ein Erörterungstermin abgehalten, an dem neben Vertretern der Verwaltung und der Stadt auch der Landesbetrieb Mobilität teilgenommen hat, da es sich bei der L 113 um eine klassifizierte Straße handelt. Im Anschluss wurde eine Vorplanung mit zwei Varianten erstellt. Eine von ihnen sieht vor, dass die Gehwege verbreitert werden und es beim Begegnungsverkehr bleibt. Die zweite Version schlägt vor, dass bis zur Einmündung in die Kirchstraße eine Einbahnregelung eingeführt wird. Demnach dürften die Fahrzeuge nur noch aus Richtung Kreisel auf diesem Abschnitt der Kirchstraße fahren. Nach der Einschätzung der Verwaltung ist die Frage einer Einbahnregelung besonders bedeutsam für den sonstigen Verkehr in der Innenstadt, weil es dadurch in der Kirchstraße und am Marktplatz ein erhöhtes Fahrzeugaufkommen geben würde.

Marktstraße: Die Zustände im Bereich Marktplatz und Weiherbornstraße sorgen besonders in den Spitzenzeiten für Missmut bei Autofahrern und Fußgängern. Oft stockt der Verkehr, und Passanten fühlen sich nicht sicher. Deshalb wurde bereits im vergangenen Herbst darüber beraten, auch in diesem Bereich ein Einbahnstraßensystem zu prüfen. Ein Vorschlag lautete, dass die Regelung von der Einmündung Laßportstraße bis zur Tiefgarage der Kreissparkasse und von der Ecke Marktplatz/Weiherbornstraße bis zur Einmündung der Weiherbornstraße in die Laßportstraße gelten soll.

Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB): Im Bereich der Maifeldhalle soll ein zentraler Busbahnhof errichtet werden. „Noch ist unklar, wie sich der ZOB auf die Verkehrsströme in der Stadt auswirken wird“, sagte dazu Stadtchef Klasen in der Sitzung. Die Verwaltung rechnet allerdings damit, dass sich der Linienverkehr im Innenstadtbereich deutlich erhöht.

Auch die Themen hoher überörtlicher Durchgangsverkehr und Lärm bieten Gesprächsstoff. Nach Ansicht von Klasen wäre es fahrlässig, für einzelne Bereiche eine schnelle Lösung umzusetzen, ohne das Gesamtgefüge zu berücksichtigen. Insgesamt gebe es noch viele offene Fragen, sagte er.

Im Förderprogramm „Ländliche Zentren“ ist ein Mobilitätskonzept für die Innenstadt als Projekt vorgesehen. Die finanziellen Mittel dafür sind berücksichtigt. Doch noch immer ist nicht klar, welche Ziele das Konzept verfolgen soll und wie es ausgestaltet werden kann. Deshalb wird nun auf Beschluss des Stadtrates eine Arbeitsgruppe gebildet. In ihr sind je ein Vertreter von CDU (Walter Weber), SPD (Günter Schnitzler) und FWG (Frank Breitbach) vertreten. Auch Mitarbeiter der Verwaltung der Verbandsgemeinde Maifeld aus den Bereichen Tiefbau, Ordnung und Verkehr sowie dem Programm „Ländliche Zentren“ werden sich an den Treffen beteiligen.

Die Gruppe soll laut Sitzungsvorlage „besonders prekäre Verkehrssituationen in der Stadt Polch identifizieren“ und darüber beraten, wie dort Verbesserungen erreicht werden können. Die Moderation soll ein externes Büro übernehmen. Die dafür notwendigen freiberuflichen Leistungen sollen ausgeschrieben werden, beschloss der Stadtrat jetzt einstimmig.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

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