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Wierschem

Verkehrsproblem beschäftigt Gemeinderat: Falschparker lösen Unmut in Wierschem aus

Heinz Israel

Im Neubaugebiet von Wierschem hat es jüngst Knöllchen gehagelt. „Der Sheriff ist durchgegangen und hat allen ein Ticket verpasst“, berichtete ein Ratsmitglied in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Bürger hätten sich gegenseitig wegen Falschparkens angezeigt, hieß es.

In verkehrsberuhigten Bereichen wie „Auf der Spreeg“ wurde in Wierschem zuletzt häufig falsch geparkt. Das war nun Thema im Rat. Foto: Heinz Israel
In verkehrsberuhigten Bereichen wie „Auf der Spreeg“ wurde in Wierschem zuletzt häufig falsch geparkt. Das war nun Thema im Rat.
Foto: Heinz Israel

Nun ging es darum, eine Lösung zu finden. Die ersten Überlegungen des Rates gingen dahin, den verkehrsberuhigten Bereich der betroffenen Straßen in eine Tempo-20-Zone umzuwandeln. Denn ansonsten wäre das Parken nur auf markierten Flächen erlaubt. Ortsbürgermeister Michael Kopp gab zu bedenken, dass solche Markierungen alle paar Jahre erneuert werden müssen. Außerdem sei zu beachten, dass grundsätzlich dort nicht geparkt werden darf, wo die Mindestbreite eines Weges von drei Metern nicht eingehalten werden könne. Ein weiteres Problem sah der Rat in der Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Es werde vielfach deutlich zu schnell gefahren, hieß es. Auf Vorschlag des Ortschefs vertagte der Rat die Entscheidung. Zunächst soll die Örtlichkeit zusammen mit einem Vertreter des Ordnungsamtes überprüft werden. Hierbei sei auch die Kreisstraße in Betracht zu ziehen.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Ortsbürgermeister Kopp bei den Gehwegen im Bereich der Linden- und Pappelstraße. „Hier hat sich das Pflaster angehoben und es sind Stolperfallen entstanden, die extrem gefährlich sind“, sagte er. Sein Fazit: „Der Bürgersteig ist eine Gefahr und die Gemeinde ist in der Verkehrssicherungspflicht.“ Der Rat war allerdings nicht einer Meinung, wie die Schäden behoben werden sollen. Wegen der angespannten Haushaltslage wollten einige Ratsmitglieder die Schäden nur punktuell reparieren. Andere argumentierten, man wolle lieber in jedem Jahr etwas richtig machen als nur Stückarbeit. Eine gründliche Lösung, die etwa 10 000 Euro kostet, erschien ihnen auch hinsichtlich der Garantieleistung als sinnvoll. Der Rat will sich diesbezüglich auf die Fachkenntnisse von Paul Esch, den Experten der Verbandsgemeindeverwaltung, verlassen, der die Sachlage bewerten wird. Mit vier Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung entschied sich der Rat für diese Vorgehensweise.

Noch nicht festlegen wollte sich das Gremium bei der Vergabe von anstehenden Baumschnittarbeiten entlang der Verbindungsstraße zwischen Wierschem und Lasserg. „Hier müssen die im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen gepflanzten 50 Bäume größtenteils beschnitten werden, weil Äste in die Fahrbahn ragen“, erklärte Kopp. Das dazu vorliegende Angebot erschien den Ratsmitgliedern allerdings vom Preis her zu hoch. Deshalb sollen vor einer Vergabe noch eins bis zwei Vergleichsangebote eingeholt werden. Die Vergabe wurde insoweit vertagt. Eine Entscheidung über die Einrichtung eines Bau- und Planungsausschusses wurde mit einstimmig mit vier Ja-Stimmen und drei Enthaltungen getroffen. Allerdings mit der Einschränkung, dass dieser keine Beschlüsse fassen, sondern nur Empfehlungen an den Rat aussprechen darf. Die Entscheidung über die Besetzung des Ausschusses wurde aufgeschoben.

Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel

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